Die EMP Plattenkiste zum 24.07.2020

Plattenkiste

Die EMP Plattenkiste zum 24. Juli 2020. Der 7. Monat des Jahres ist fast vorbei und wir nähern uns dem Ende des Sommers. Ein Sommer ohne Festivals und solide Konzerte. Aber mittlerweile hat man die Kröte geschluckt und weiß gute Musik zu schätzen. Deshalb haben wir für euch die heißen Platten zusammen gesucht. Habt Spaß!

AC/DC – Live In The 70s – Radio Broadcasts

AC:DC-Cover

Das nennt man wohl „Zeitzeugnis“. Alte Aufnahmen von AC/DC mit Bon Scott. Muss man haben.

Über AC/DC muss man nun wahrlich keine Worte für eine Vorstellung verlieren. Legendär von Anbeginn, ist die Band auch heute noch aktiv. Wenn auch vielleicht mit einigen Veränderungen oder Wechseln am Mikrofon. So durfte zuletzt Axel Rose die Songs singen, da Johnson gesundheitliche Probleme hatte. Aber besinnen wir uns auf die Anfangstage. Die Tage, in denen Bon Scott noch am Mikrofon war. Für viele Fans wohl der bessere Sänger bei AC/DC. Nun erscheint mit „Live In The 70s – Radio Broadcasts“ ein Zeitdokument der Extraklasse. Auf 2 CDs ausgelegt, gibt es jede Menge Songs von AC/DC mit eben besagtem Bon Scott. Lange Zeit verborgen, schwer aufzutreiben, ist nun eine offizielle Version zu haben. Natürlich mit den Welthits wie „The Jack“ oder „Highway To Hell“. „Dog Eat Dog“ ist ebenfalls dabei, „Baby Please Don’t Go“ auch und dazu noch jede Menge anderer Songs. Sollte man als Fan haben.

Ensiferum – Thalassic

Ensiferum-Cover

Ensiferum machen die Sache rund. Die Finnen überzeugen erneut mit geilen Songs.

Nach dem Album „Two Paths“, welches für die Band zu „One Man Army“ gehört, schwimmen sich die Finnen nun wieder frei. Mit „Thalassic“ gibt es rund drei Jahre nach dem letzten Album ein neues Werk. Das 8. in der Bandgeschichte, welches seinen Titel aus dem Griechischen nimmt. Auch personell gibt es mit dem Keyboarder Montin ein neues Mitglied, welches sich darüber hinaus um den Klargesang kümmert. Hat sich dadurch der Sound der Band verändert? Ja, den bereits beim ersten Hördurchgang fällt auf, dass die Growls reduziert wurden. Nun muss man diesem Umstand sicher nicht nachtrauern, denn dadurch hat die Truppe mehr Abwechslung gewonnen und zeigt sich variabler. Der folkige Grundtenor bleibt allerdings, was die Fans auch sicher nicht anders erwartet haben. Episch geht es bei „Andromeda“ zu, „Rum, Women, Victory“ liebäugelt mit dem Death Metal. Die insgesamt 9 Songs sind allesamt abwechslungsreich und das Album ein absoluter Hörgenuss.

U.D.O. – We Are One – U.D.O. & Das Musikkorps der Bundeswehr

UDO-Cover

U.D.O. wird nicht müde. Nein, der Mann erfindet sich immer wieder neu!

Eines muss man U.D.O. lassen: Der Mann macht sein Ding und ist einer der wenigen Musiker, die die trotz einer langjährigen Karriere immer wieder einen Hasen aus dem Hut zaubern. Nun macht er gemeinsame Sache mit dem Musikkorps, welches dem Fan von einer Performance auf dem Wacken Festival bereits bekannt sein durfte. „We Are One“ heißt der 15 Track starke Klumpen, der in mühsamer Arbeit erstellt wurde. Mit der Hilfe von Guido Rennert und Alexander Reubert wurden die Songs umgeschrieben, dass sie eben mit einem Musikkorps gespielt werden können. Aber keine Sorge, die Bundeswehr übernimmt sicher nicht die Führung. Vielmehr ergänzt sie die Songs, die immer noch durch Drums, Bass und Gitarren überzeugen. Und durch U.D.O. mit seiner einzigartigen Stimme. Mit ein paar instrumentalen Songs gespickt, wird die ganze Nummer zu seiner sehr abwechslungsreichen Nummer. Für Fans Pflicht, aber auch andere dürfen sich hier austoben.

Bush – The Kingdom

Bush-Cover

Yep, der Gavin hat es mit seiner Truppe Bush definitiv noch drauf! Sollte man anhören!

Bush, immer als Abklatsch von Nirvana und Co angesehen, heimsten direkt 6 mal Platin mit ihrem Debüt „Sixteen Stone“ ein. Ja, es sollte der Grunge 2.0 werden, der es auch wurde. Die Ära ist zu Ende, Pearl Jam haben überlebt. Aber eben auch Bush, die sich nun mit „The Kingdom“ wieder melden. Sänger Gavin Rossdale ist mittlerweile nicht mehr mit Gwen Stefani liiert und ja, auch eine Liebschaft mit einer deutschen Dame ist Geschichte. Soll dies bedeuten, dass man sich wieder den Disharmonien des Grunge hingibt? Jaein, denn Bush liefern hier zum einen ein sehr erwachsenen Album vor, welches wahrlich großartige Hits beheimatet, die fern von Grunge sind, aber eben auch wieder super Grunge 2.0-Nummern. „Ghost In The Machines“ ist hier anzubringen, der durch seine minimale Gitarrenarbeit lebt. „Quicksand“ oder auch „Send In The Clowns“ spielen aber all das aus, was eben Grunge ausgemacht hat. Ein starkes Album!

Kategorien: MUSIK Peter

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