Bruce Dickinson

Bruce Dickinson wurde 1958 in der englischen Bergarbeiterstadt Worksop geboren. Seine Kindheit verbrachte er mit seiner Schwester, der Springreiterin Helena Stormanns (besser bekannt als Helena Weinberg), bei seinen Großeltern.


Mit sechs Jahren zog er zusammen mit Helena zu seinen Eltern (Bruce & Sonja) nach Sheffield und ging dort zur Schule.


Seine ersten musikalischen Berührungspunkte hatte er im Wohnzimmer seiner Großeltern, als er zu Chubby Checkers "The Twist" tanzte. Es war auch sein Opa, der ihm seine erste Single Platte der Beatles kaufte – "She Loves You".


Erfahre jetzt alles über den Maiden Frontmann

Fan Facts über Bruce Dickinson

<b>Fan Facts über Bruce Dickinson</b>
Bruce hohe Stimme hat ihm den Spitznamen „Air-Raid-Siren“ (Luftschutzsirene) eingebracht
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Fechter, Verkehrspilot, Ehrendoktor in Musik, Familienvater, Bier-Brauer und Motivationsredner. Irgendwas vergessen? Ja, der Tausendsassa ist auch Ehrenbürger von der bosnischen Stadt Sarajevo
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Ungewöhnlich für einen Heavy Metal Sänger: Kurze Harre und keine Tattoos. Als Pilot musste er sich die Haare abschneiden. Sein Onkel hatte Knast-Tattoos, dessen Entfernung hässliche Narben hinterließen
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Funkstille: In der Zeit zwischen 1993 – 1999, als Bruce nicht bei Iron Maiden sang, kam es zu keiner Begegnung zwischen ihm und Steve Harris
Funkstille: In der Zeit zwischen 1993 – 1999, als Bruce nicht bei Iron Maiden sang, kam es zu keiner Begegnung zwischen ihm und Steve Harris

Vom Pyro-Zündler zum Rockstar

<b>Vom Pyro-Zündler zum Rockstar</b>

Der Gedanke vom Rockstar wurde erstmal weit hintenangestellt. Er schlug sich als Außenseiter und Einzelgänger in diversen Internaten durch. Er gründete zunächst eine Wargames–Gruppe, die es ihm ermöglichte mit scharfer Munition zu hantieren und Explosionen zu verursachen. Zum Glück hat ihn dann noch jemand Deep Purple's „Child in Time“ in die Hand gedrückt.


Da keimte erstmals der Gedanke, dass er ein guter Sänger sein könnte. Er tauschte Kriegsspiele gegen Hard-Rock, was ihn fortan nicht mehr losließ. Bereits während der Schulzeit fing er in seiner ersten Gruppe an zu singen – Styx hieß die Band.


Sänger gesucht – Hier ich!


An der Uni, wo er Geschichte studierte, begann so langsam seine Musikkarriere. Er stieg bei der Band "Shots" ein und spielte sich eine Zeit lang durch englische Pubs. Dabei wurden Mitglieder der Band Samson auf ihn aufmerksam und engagierten ihn aufgrund seiner großartigen Stimme. Er schloss noch kurz die Uni ab und schon ging es im Jahre 1979 voll los. Sie spielten einige Shows, wobei zwei entscheidende Sachen geschahen.


Zum einen war da die Erkenntnis, dass er von seinen Bandkollegen mega enttäuscht war, da sie mehr Zeit für Drogen verschwanden, als auf das Musikmachen. Aber dann spielten sie ausgerechnet bei Iron Maiden als Vorband. Das veränderte alles, später sagte er: „Ich habe sie gesehen, und sie waren gut, wirklich verdammt gut, und in diesem Moment habe ich gedacht, ich will für diese Band singen.“ Mit Samson nahm er noch zwei Alben auf.


Ab zu Maiden


Seine erste Begegnung mit Iron Maiden im Proberaum in Hackney war mehr als positiv. Gut sortiert und mit strengen Ablauf – so konnte man die Probe von Maiden am besten beschreiben.Als sich Maiden im Jahre 1981 von Sänger Paul Di'Anno tennte, wurde Dickinson ziemlich schnell als Ersatz in Betracht gezogen. Nach einigen Verhandlungen nahm er das Angebot von Steve Harris schließlich an und wurde Sänger von Iron Maiden! Die Fans waren skeptisch aber sie wurden nicht enttäuscht.


Nach ein paar gemeinsamen Auftritten begannen sie mit der Arbeit zu „The Number of the Beast“. Als im Jahre 1982 die Vorab Single "Run to the Hills" veröffentlicht wurde, konnte Bruce alle Zweifel der Fans vernichten - er war die richtige Wahl für Maiden! Aufgrund von vertraglichen Verbindlichkeiten mit Samson konnte Bruces Mitarbeit am Songwriting offiziell nicht berücksichtigt werden.


Später kam es dennoch raus. Jedenfalls brachte er Iron Maiden durch sein Mitwirken endgültig auf Erfolgskurs. Das Album „The Number of the Beast“ war ihr Durchbruch und das erste Nummer-eins-Album. Und auch die Skeptiker konnte Bruce überzeugen. Einige Fans dachten, dass seine melodische Stimme sich zu stark von der rauen, an Punk erinnernden Stimme Paul Di’Annos unterschied. Stimmt ja auch. Aber der Erfolg gab ihm – und auch der Entscheidung der Band – recht.


„Scream for Me“ – Ja, klar gerne!

<b>„Scream for Me“ – Ja, klar gerne!</b>

Die Band festigte in den 80ern ihren Erfolg. Sie spielten weltweit in ausverkauften Konzerthallen und Arenen und ihre Alben platzierten sich in den Top 3. Bruce perfektionierte immer mehr seine Bühnen-Präsens, wobei er sein Markenzeichen „Scream for Me“ während der 83er „World Piece“-Tour entwickelte – Maaaaaaiden!!


Bruce wurde 1989 gebeten für den Soundtrack des Films „Nightmare on Elm Street 5 – Das Trauma“ einen passenden Song zu schreiben und aufzunehmen. Zusammen mit seinem Gitarristen-Freund Janick Gers spielten sie den Song „Bring Your Daughter to the Slaughter“ ein. Der Song landete auch auf dem nächsten Album von Iron Maiden und wurde ihre erste Nummer 1 Single in den britischen Charts.


"Ich wollte ihn wirklich töten" – Beef bei den Maidens


Trotz des Erfolgs verfestigte sich der Wunsch bei Bruce, eine Solo-Karriere zu starten. Der Sargnagel wurde dann das 92er Album „Fear of the Dark“, woraufhin sich seine Unzufriedenheit voll und ganz zeigte. Später sagte er, dass der Gedanke die Band zu verlassen, bereits in den 80er immer wieder aufkam.


Das erste Mal, als Bruce ernsthaft daran dachte Iron Maiden und die Musik komplett an den Nagel zu hängen, war während der „World Slavery“-Tour von 1984/85: "Ich denke, es war das erste Mal, dass ich wirklich darüber nachdachte zu gehen. Ich meine nicht nur Iron Maiden, ich meine, dass ich die Musik ganz aufgeben will. Ich dachte nur, 'Nichts ist es wert, sich dafür so zu fühlen.' Ich bekam das Gefühl, ein Teil der Maschinerie zu sein (…).“


Aber er konnte den Hänger überwinden und weitermachen. Trotz der Unstimmigkeiten bei der Produktion vom Album „Somewhere in Time“, wo er eine ganz andere Meinung als der Rest der Band hatte. Auf dem Album gibt es kein Credits von Bruce. Steve Harris meinte, dass sein Input auch einfach zu schlecht war, als dass es auf dem Album Verwendung gefunden hätte.


Nebenbei wuchs der Gedanke bei Bruce ein Solo-Projekt zu starten. Mit Janick spielte er 1990 das Album „Tattooed Millionaire“ ein und rückte so ein Stück weiter weg von der Band. Aus Sicht von Bruce war die „Fear of the Dark“-Tour eine reine Enttäuschung. Er war antriebslos und hatte keine Lust mehr – das bemerkten auch seine Bandkollegen und kritisierten ihn dafür. Das ging sogar soweit, dass Steve Harris ihn in dieser Zeit am liebsten getötet hätte. Beef-Alarm, Auszeit – da muss dringend eine Pause her und die nahm er sich dann. Fans und Band waren dennoch enttäuscht.

Tipp: Reunionen helfen gegen Metalband-Tiefs

<b>Tipp: Reunionen helfen gegen Metalband-Tiefs</b>

Nachdem Bruce sich Solo ausgetobt hatte, kam es 1999 zu einer Reunion. Zusammen mit seinem Freund Adrian Smith wurde er von Manager Rod Smallwood eingeladen, bei der Band wieder einzusteigen. Iron Maiden befand sich zu der Zeit auf dem Tiefpunkt, der Sänger, Blaze Bayley, konnte Bruce nicht ersetzen. Schließlich kehrten Bruce und Adrian zurück zur Band. Nach einer kleinen Tour wurde das Album„Brave New World“ aufgenommen. Martin Birch, der Stammproduzent wurde durch Kevin Shirley ersetzt - aufgenommen wurde in Paris.


Der Neuanfang war genau das richtige für die Band– die Iron Maiden-Flamme begann wieder zu brennen. Sie spielten daraufhin bei „Rock in Rio“ vor 250.000 Fans. Es folgten Lobeshymnen wie diese – "Wirklich hoch aufregend. Majestätisch. Bombastisch. Titanisch.“ Das hatte man bei Maiden lange nicht gehört. Klingelte aber in den Ohren.


Das Ende? Die Krebs-Erkrankung


Während der Arbeit am 2014er Album „The Book of Souls“ bemerkte Bruce etwas in seinem Mund, was sich später dann als Hals- und Zungenkrebs herausstellte. Der Schock saß erstmal tief und hätte locker auch das Ende der Band bedeuten können. Bruce besiegte den Krebs, schrieb ein Buch darüber und stand schließlich wieder mit der Band auf der Bühne. Einen Metal-Sänger streckt so schnell nichts nieder. Wir verneigen uns!