Steve Harris

Nachdem Steve Harris am 12. MĂ€rz 1956 im Londoner Stadtteil Leytonstone das Licht der Welt erblickte, standen die Zeichen ganz gut, dass aus ihm ein Fußballer werden könnte. Er spielte im Jugendteam von West Ham United, wo er als vielversprechendes Talent angesehen wurde. Er entschied sich dann doch fĂŒr die Musik. Ein GlĂŒck – Fußballer gibt es genug, Iron Maiden nur einmal auf der Welt.


Aber der Weg zur Band ist lang. Die erste Frage, die sich Steve stellte, war, wie er es schaffen könnte in der kleinen Wohnung seiner Eltern ein Schlagzeug aufzubauen. Richtig, keine Chance! Daher entschied er sich mit 17 Jahren fĂŒr einen Fender-Bass, den er sich fĂŒr 40 Pfund zulegte. Das Spielen brachte er sich selbst bei und hörte immer wieder die KlĂ€nge von Geddy Lee (Rush), John Entwistle (The Who) und Chris Squire (Yes).


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Steve Harris Fan Facts

<b>Steve Harris Fan Facts</b>
Steve Harris gilt als einer der besten Heavy Metal Bassisten der Welt. Gerade für seinen Galopp–Style wird er geschätzt, den man sehr gut bei „Run to the Hills“ raushören kann
Der Auftritt bei „Top Of The Pops“ mit der Single „Running Free“ zählt zu einem der bedeutendsten Momenten von Steve: „Für eine Metalband war das damals wirklich ein großes Ding.“
Er ließ die Scheune neben seinem Haus in Essex zum Studio umbauen
Einer der ersten Gigs, den die Band am 13. Oktober 1978 im Londoner Club „The Marquee“ spielte, war für Steve einer der wichtigsten Auftritte. Anwesend war John Darnley, ein Talentsucher der EMI, mit dem sie später den Deal machten

Erste Band und GrĂŒndung von Iron Maiden

Nach nur zehn Monaten spielte er in seiner ersten Band, die sich zunĂ€chst Influence, spĂ€ter dann Gypsy Kiss nannte. Als sich die Band trennte fing er bei Smiler an zu spielen. In dieser begann er zusammen mit den zukĂŒnftigen Iron Maiden Mitgliedern Dennis Wilcock und Doug Sampson an eigenem Material zu arbeiten. Als die Band sich weigerte diese zu spielen, da das Material als zu komplex galt, verließen sie die Band. Daraufhin grĂŒndeten er am 25.12.1975 Iron Maiden.


Der Bandname geht auf den Film „Der Mann mit der Eisernen Maske“ aus dem Jahr 1939 zurĂŒck. Bis zum internationalen Durchbruch von Iron Maiden vergingen jedoch einige Jahre. Bis dahin arbeitete er als Bauzeichner. Er hatte zuvor in dem Fach an der „Leyton Sixth Form“ Hochschule eine Abschluss gemacht. Nachdem er auch als Straßenkehrer gearbeitet hatte, konnte er mit dem Vertrag von EMI 1979 endlich alle Job's an den Nagel hĂ€ngen und sich voll auf die Band konzentrieren.


Sound finden und Band stabilisieren


Steve war von Anfang an fĂŒr die Lyrics und die musikalische Ausrichtung verantwortlich. An allen Hits von Iron Maiden war Steve maßgeblich mitbeteiligt. Ausnahmen bestĂ€tigen zwar die Regel, aber dennoch: Hauptsongschreiber war und ist Steve. Der Sound von Iron Maiden ist beeinflusst von Bands wie Thin Lizzy, Wishbone Ash, Black Sabbath aber auch von Genesis oder Jethro Tull.


<b>Erste Band und GrĂŒndung von Iron Maiden</b>

Steve ist der KapitÀn auf dem Maiden-Schiff

<b>Steve ist der KapitÀn auf dem Maiden-Schiff  </b>

Ein Blick in die vielen VerĂ€nderungen der Band zeigt, dass es bei den Auseinandersetzungen meistens um musikalische Differenzen mit Steve ging. Einfach waren diese Entscheidungen nie, wie er in einem Interview mal sagte. Auch mit Bruce hatte er gerade in den 80ern einige Probleme, die sich aber mit der Zeit legten. Steve hat stets das Interesse von Iron Maiden im Auge. Er trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr viele Bereiche der Band, so ist er fĂŒr die Musikvideos und DVD's zustĂ€ndig und auch fĂŒr die Musikproduktion, sowie Back-Vocals und Keyboard.


Wie der Vater... so (fast auch) die Kinder


Steve hat insgesamt sechs Kinder, seine Ă€lteste Tochter Lauren ist SĂ€ngerin und spielte schon 2006 und 2008 im Programm von Iron Maiden. Sie hat eine Band, die sich „Kingdom of I“ nennt. Sein Ă€ltester Sohn Georg spielt Gitarre, mit seiner Band „the Raven Age“ spielte er 2016 als Eröffnungsact bei der „The Book Of Souls World“-Tour.


Krise – Can I Play With Madness?


Anfang der 90er waren fĂŒr Steve die schwersten Jahre. Privat lief es alles andere als gut und auch die Trennung von Bruce brachte Iron Maiden in Schieflage. Nach 16 Jahren trennte er sich dann auch noch von seiner ersten Frau Lorraine. Im Nachhinein sagte er, dass es die wohl schwierigste Zeit seines Lebens war. Diese VerĂ€nderungen in seinem Privatleben bestimmen auch die Stimmung auf dem Album von 1995 „The X Factor.“


In Steve reifte sogar zum ersten Mal der Gedanke, die Band komplett aufzulösen. Zwei Stunden schmollte er in einer Ecke und entschied dann aber weiterzumachen. „Challenge accepted“ – und weiter ging's! Das Schlachtschiff reist weiter und lĂ€sst sich dank des hartnĂ€ckigen KapitĂ€ns Steve nicht aufhalten – „Up the Irons“!