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Artikelnummer: 271211
Exklusiv bei EMP Nein
Medienformat DVD
Produktthema Fan-Merch, Filme
Entertainment License Insidious
Produkt-Typ DVD
Darsteller Leigh Whannell, Patrick Wilson, Angus Sampson, Rose Byrne, Barbara Hershey
Regisseur James Wan
Erscheinungsdatum 25.11.2014

James Wan knüpft in seinem effektvollen Sequel nahtlos an den Vorgänger an, wenn heimtückische Geister eine Familie erneut heimsuchen. Seit "Saw"-Kerkermeister James Wan 2010 auf "Paranormal Activity"-Produzent Oren Peli traf, reanimierten sie den klassischen Geisterfilm quasi im Alleingang und demonstrierten eindrucksvoll, wie man für wenig Geld - 1,5 Millionen Dollar - einen sorgfältigen, originellen Schocker zum Boxoffice-Event erheben kann. Mit dem vollständigen Original-Team vor und hinter der Kamera bürgen Wan, mittlerweile mit "Conjuring" als Grusel-Garant etabliert, und sein Stammautor Leigh Whannell für Kontinuität und setzen den Sensationserfolg fort, der sich mangels überraschender Prämisse ganz auf die Ausgestaltung zahlreicher Schreckmomente konzentriert. Es sind familiär bedingte Hintergründe, die ebenso erforscht werden wie die Geisterwelt, die weiterhin parasitäre Abgesandte schickt mit dem Plan, den Körper ihrer menschlichen Wirte zu übernehmen. Selbst mit der am Ende des Erstlings verstorbenen Elise ermöglicht das ein Wiedersehen, ihre Nachfolge als Medium tritt Carl (Steve Coulter aus "Flight") an, um mit Wortwürfeln Kontakt zum Jenseits aufzunehmen. Nachdem Sohn Dalton aus dem Koma erwacht ist, hat sich eine mörderische Entität nun in Josh (Patrick Wilson) eingenistet. Für Renai (Rose Byrne) wird ihr körperlich verfallender Mann zum Fremden, während seine in der Zwischenwelt gefangene Seele Kontakt zu ihr aufzunehmen versucht. In solider Frequenz erzeugt Wan Angst, anfangen bei den stimmungsvollen Kulissen neuenglischer Spukhausanwesen mit antiquarischem Mobiliar, unterstützt vom eiskalte Schauer erzeugenden Sounddesign, wodurch es die konventionell eingesetzten Jump Scares auf ergiebige Quantität bringen. Für Komik zeichnen die beiden Paratechnologie-Geeks Specs und Tucker verantwortlich, die ihre Auftritte ausbauen und ein Kontrast zu den mannigfaltigen Heimsuchungen bilden. Derweil verdichtet sich die Mystery und konstruiert ihre Rätsel so, dass sie in Rückblenden und Zeitsprüngen erklärt werden, zu denen auch der Prolog aus Joshs Kindheit 1986 zählt. Die Serienkillergestalt "schwarze Braut" und offenherzige Anleihen bei "Shining" und "Psycho" haben die Publikumslust am altmodischen Schrecken derart befeuert, dass Wan sicher noch weitere Horror-Kapitel aufschlagen kann. tk.