Die EMP Plattenkiste zum 29.01.2021

Plattenkiste

Die letzte EMP Plattenkiste für den Monat Januar! Der erste Monat des Jahres 2021 ist quasi gelaufen. Die ersten Highlights sind da und auch diese Woche haben wir wieder ein paar tolle Alben für euch. Noch mehr Musik gibt es auf www.emp.de. Ihr solltet mal reinschauen! Aber jetzt lest erst mal die EMP Plattenkiste für den 29.01.2021.

Wilson, Steven – The Future Bites

Steven Wilson - Cover

Steven Wilson geht neue Wege, die sicher nicht jedem Fan gefallen werden. Dennoch liefert er ein starkes Album ab.

Es rumpelt im Paradies. Zumindest in dem, wo sich Steven Wilson seit Jahren befindet. Bereits im Vorfeld zu „The Future Bites“ gab es hitzige Diskussionen, was der Brite nun da ins Leben rufen wird. Abneigung vor dem Release-Datum? Ja, das war überall zu lesen. Doch Wilson ist mittlerweile in einer guten Position und muss wahrlich keiner Person mehr etwas beweisen. „The Future Bites“ ist anders, wenn auch keinesfalls das, was man von diesem Mann erwarten würde. Vielmehr konzentriert sich der Mann auf Pop der Extraklasse. Sei es Bowie oder auch Prince. Einflüsse, die sich hier offenbaren und die Ablehnung gegenüber Prog oder Rock begründen. Man bekommt Klangteppiche, Soundlandschaften und wahnsinnig viel Liebe zum Detail. Disco-Synthesizer treffen auf wabernde Instrumentalisierungen. Und dennoch schafft er mit Songs wie „King Ghost“ den Brückenschlag zu Songs seiner Band Porcupine Tree. OK, ohne Metal-Anstrich! Mutiges und starkes Album, welches fesselt!

Tribulation – Where The Gloom Becomes Sound

Tribulation - Cover

Tribulation gehen ihren Weg weiter und dies auch hinsichtlich der Entwicklung des Sounds. Starkes Album.

2005 gründeten sich Tribulation in Schweden. Der Anfang wurde im Death Metal bestritten und man entfernte sich über die Jahre etwas von diesem. Nun, im Jahre 2021 ist man an einem Punkt, an dem die Band quasi als der Hoffnungsträger gilt, was alte Traditionen und neue Ausrichtungen betrifft. „Where The Gloom Becomes Sound“ ist quasi das, was man als Meisterstück ansehen muss. Doch läuft die Meisterprüfung so, wie es für die Band dienlich ist oder verpuffen quasi all die Erwartungen beim ersten Durchlauf? „In Remembrance“ läutet die erste Hälfte des Albums ein, die ruhiger ausfällt, als die Metal-lastige zweite Hälfte des fünften Albums. Mit einem ruhigeren und experimentellen Sound faszinieren Tribulation und versprühen gleichzeitig einen Sound, der dem Gothic nicht abgeneigt ist. „Hour Of The Wolf“ und „Leviathans“ stehen der Sache in Nichts nach. Erst mit „Daughter Of The Dijnn“ wird Tempo aufgenommen. Mega starkes Album und Pflichtkauf!

Killswitch Engage – As Daylight Dies

Killswitch Engage - Cover

Schaut mal her: Ist dieses Ding nicht super schick geworden? Killswitch Engage und „As Daylight Dies“.

Damals, als der Metalcore quasi seine Hochphase hatte, hauten Killswitch Engage ihr Album „As Daylight Dies“ raus. Nach den doch derben Anfängen und einem wahnsinnig guten Album „The End Of Heartache“, welches gleichzeitig der Einstieg des Sängers Howard Jones war, markierte dieses Album eine düstere Ausrichtung. Bereits der Opener „Daylight Dies“ unterstreicht dies und ist auch heute noch eine bockstarke Nummer. Die Neuausrichtung mit mehr Eingängigkeit und Melodie wird hier in Zement gegossen und setzte die Messlatte enorm hoch. Gitarrist Dutkiewicz lässt es sich dennoch nicht nehmen, wahre Riffwände aufzubauen, wenn diese auch dezenter ausfallen, als bei den bisherigen Alben. Songs wie „The Arms Of Sorrow“ unterstreichen vielmehr, dass auch manchmal weniger Krawall starke Songs hervorbringen kann. „Desperate Times“ ist ein episches Monster, welches sich schleppend zeigt und mit „Reject Yourself“ beweist man, dass selbst progressive Klänge der Band zu Gesicht stehen. Nun eine schicke Vinyl-Neuauflage dieses Knallers!

Shelter – When 20 Summers Pass

Shelter - Cover

Neuauflage des 2000er Albums von Shelter. Sie waren wohl eine der Straight Edge Bewegung.

Zugegeben, als im Jahre 2000 das Album „When 20 Summers Pass“ erschien, war der Straight Edge-Zug in gewisser Art und Weise schon weg. Shelter gehörten zu einer der Vorzeigebands und das Album „Mantra“ aus dem Jahre 1996 ist legendär. Jeder Song ein Knaller! „Beyond Planet Earth“ war dann doch etwas Pop-lastiger und konnte nicht jeden Fan überzeugen. Die Band musste also wieder Boden gut machen und das schaffte man auch mit diesem Album. „Back To The Roots“ war die Devise, die sich in 12 Songs zeigte. Die Vocals des Youth Of Today-Shouters Ray wirken variabler und abwechslungsreicher. Grundsätzlich eine super Sache, wenn man auch sagen muss, dass die Songs selbst schon großartig ins Ohr gehen. Sei es „Song Of Brahma“ oder der Hit „In The Van Again“. Zwischen Gaspedal und Melodie ist Alles dabei. Nun wieder als Vinyl zu haben und man sollte sich das Ding holen.

Meat Loaf – Bat Out Of Hell

Meat Loaf - Cover

Das Debüt von Meat Loaf wird auf Vinyl neu aufgelegt. Bombast Rock, wie er eben sein muss.

Meat Loaf ist ein musikalisches Genie. Sicherlich erst seit „Bat Out Of Hell II: Back Into Hell“ und dem Übersong „I’d Do Anything for Love (But I Won’t Do That)“ so richtig bekannt, sind seine alten Sachen aber auch schon großartig. Das Debüt „Bat Out Of Hell“ aus dem Jahre 1977 ist hierfür wohl der beste Beweis. Das Debüt des Mannes kommt nun wieder auf Vinyl raus und ja, es ist uns ein paar Zeilen wert. Wieso? Nun, Meat Loaf definiert hier kurzerhand den Bombast-Rock. Komponiert von Jim Steinman, teilweise dem Musical „Neverland“ entstammend, wird hier das ganz große Messer genommen. Ausufernde Songs, die keine Wünsche hinsichtlich der Instrumentalisierung übrig lassen und derart dicht sind, dass man selbst nach dem 20 Durchlauf noch neue Facette findet. Und dann diese Stimme von Meat Loaf, die wahrlich keine Grenzen kennt. Selbst heute noch erscheinen die Songs zeitlos! Muss man haben.

Kategorien: Peter MUSIK

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