Die EMP Plattenkiste zum 20.11.2020

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Die EMP Plattenkiste in der zweiten Hälfte des Monats November. In rund 4 Wochen sitzen wir schon fast unter dem Weihnachtsbaum und werden ungläubig den Kopf schütteln. Darüber, wie wir dieses Jahr doch gemeistert haben. Doch bei all den Problemen, die wir umschiffen mussten, gab es auch immer wieder Lichtblicke. So beispielsweise unsere EMP Plattenkiste für den 20. November 2020.

Iron Maiden – Nights Of The Dead

Iron Maiden - Cover

Das 13. Livealbum erscheint nun von Iron Maiden. Und ja, die Band zeigt erneut, wieso sie so groß sind.

Ein Livealbum in diesen Tagen ist wie Salz in die Wunde. Auf der anderen Seite kann es auch als Trostpflaster fungieren, wie es nun bei Iron Maiden der Fall ist. „Nights Of The Dead“ stellt das 13. Live-Album in der Diskografie dar und muss sich folglich an großartigen Live-Alben messen lassen. Aber keine Sorge, denn Iron Maiden sind Profis und halbgares Zeug wird erst gar nicht veröffentlicht. Aufgenommen werden des ersten Teils der „Legacy Of The Beast“-Tour zeigen Maiden, wie Mexico City heiß auf die Briten ist. 17 Songs und geradezu den Hexenkessel aufgenommen sind das Programm. Nervige Übergänge sind Fehlanzeige und die Songauswahl sind gewiss. Die Band ist heiß wie Frittenfett, das Zusammenspiel hervorragend und der Sound zu jedem Zeitpunkt authentisch. Man kann von der Vielzahl an Live-Alben von Iron Maiden halten was man will, aber hier ist Alles super rund und absolut empfehlenswert.

Refused – The Malignant Fire

Refused - Cover

Von Refused gibt es ne EP, die eigentlich im Rahmen einer Tour veröffentlicht werden sollte.

„Refused are fucking dead“ hieß es vor Jahren. Ein Umstand, der mich in eine tiefe Krise stürzte, da die Band sich mit dem besten Album „The Shape Of Punk To Come“ verabschiedeten. Die Auflösung wurde revidiert und mit „Freedom“, sowie dem Album „War Music“ ist man wieder am Start. „Maldire“ vom letzten Album eröffnet nun auch die EP „The Malignant Fire“, welche als Tour-Schmankerl diesen sollte. Wieso? Da es der Lieblingssong von Rampensau Dennis Lyxzen ist. „Organic Organic Organic (Go Fuck Yourself)“ drückt den Hörer gegen die Wand und ist eine wahre Kriegserklärung und „Born On The Outs“ explodiert geradezu. Refused zeigen, dass sie älter wurden, aber wahrlich nichts an Durchschlagskraft eingebüßt haben. Man agiert zwischen Mainstream – um das nötige Gehör sich zu verschaffen – und Underground. Rund 30 Jahre ist diese Band nun schon zu Gange und ja, verdammt, man hat auch 2020 noch genug zu sagen.

Five Finger Death Punch – A Decade Of Destruction – Vol.2

Five Finger Death Punch - Cover

Man kann sie mögen oder eben auch nicht, aber Five Finger Death Punch haben schon Hits im Gepäck.

Five Finger Death Punch haben sich in den letzten Jahren gemausert und solide Alben veröffentlicht. Auch auf den Bühnen hierzulande zeigte man sich, was die Fanbase schnell anwachsen ließ. Nun gibt es in Form eines Best-Of-Albums Nachschlag, der die heimische Diskografie der Band anwachsen lässt. Auf „A Decade of Destruction – Volume 2“ hauen die Amis 12 Songs raus, die sich quer über die bisherigen Alben verteilen. Seien es ruhigere Nummern wie „Blue On Black“ oder auch „I Refuse“, welche sich zwischen den Groove-Monstern wie „The Pride“ und Co tummeln. Doich damit nicht genug. Ferner hat die Band 5 weitere Songs auf diesen Tonträger gepackt, die bis dato nicht bekannt waren. „Broken World“ muss hier besonders hervorgehoben werden. Eine ganz starke Nummer. Abgerundet durch Remixe und Akustik-Nummern wird diese Veröffentlichung ein tolles Album. Für Fans Pflicht, für Newbies ein super Einstieg.

Coldplay – Parachutes

Coldplay - Cover

Vor 20 Jahren erschien „Parachutes“. Nun gibt es eine schöne farbige Neuauflage auf Vinyl.

Die Jahrtausendwende war so ne Sache. Während mancher drauf wartete, dass die IT die Hufe hoch macht, waren Coldplay damit beschäftigt ihr erstes Album zu schreiben. Dieses hört auf den Namen „Parachutes“ und erscheint nun 20 Jahre später erneut auf Vinyl. Man konnte nicht ahnen, dass die Band Jahre später Stadien füllen wird. 10 Songs, fern ab von dem, was die Band heute macht und dennoch schon mehr als ansprechend. „Don’t Panic“, „Shiver“ und Co sind Musik einer Band, die sich in der Schule zusammen gefunden hat. Piano hier, gezupfte Gitarre da und über all dem Chris Martin mit seiner eindringlichen Stimme. Doch wenn man „Yellow“ heute hört und die Band im Stadion erlebt hat, weiß man, dass dieser Song auch heute noch wunderbar funktioniert. Ein Album für verliebte Menschen und auch für solche, die eben eine Trennung erleben. Toll auch noch 20 Jahre nach der Veröffentlichung.

Dark Tranquillity – Moment

Dark Tranquillity - Cover

Trotz einschneidender Umstrukturierungen bei Dark Tranquillity ist die Band on point.

Es rappelte amtlich im Karton bei Dark Tranquillity. Nach „Construct“ ging Henriksson, der als jahrelanger Songwriter bei den Schweden agierte. Nach „Atoma“ packte Niklas Sundin seinen Koffer und zog von Dannen. Und was sollte nun passieren? Soll dies das Ende von Dark Tranquillity sein? „Moment“ spricht eine andere Sprache und dies in deutlicher Art und Weise. Die Melodic Death Metal Band aus Schweden verschrieb sich kurzerhand dem Part „Melodic“ und legt mit „Moment“ ein derart Melodie-suchendes Album vor, wie man es selten erlebt. Bandtypisch ging man voran, verbaute aber auch Elemente, die mit ungeraden Taktarten arbeiten. Darüber hinaus ist Stannes mit seinem Clean-Gesang dieses Mal so „on point“, dass man nur Freundenschreie ausstossen kann. Unter dem Strich sind es 12 Songs geworden, die wie aus einem Guss klingen und zu keinem Zeitpunkt die zwei Protagonisten vermissen lässt. Dark Tranquillity zeigen sich ausdrucksstark und ungemein aussagekräftig.

Kategorien: MUSIK Peter

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