Die EMP Plattenkiste zum 05.02.2021

Plattenkiste

Die EMP Plattenkiste für den 05. Februar 2021 ist am Start. Ja, recht gelesen, wir schreiben den zweiten Monat des Jahres. OK, zugegeben, der Januar war nun nicht so, wie man es sich gewünscht hat. Aber hey, da nimmt man doch gerne ein paar geile Scheiben an, die diesen Freitag auf euch warten. Schaut selbst rein und deckt euch ein mit der EMP Plattenkiste.

Danzig – Always On My Mind

Danzig - Cover

„Always On My Mind“ von Danzig nun als schicke und limitierte 7″. Sollte die Vinyl-Freunde freuen.

Die Sache mit Danzig und seinem Cover-Album war so ne Kiste. Der Horror-Rocker nimmt sich Elvis Presley an? Kann denn sowas gut gehen? „Danzig Sings Elvis“ hieß es letztes Jahr. Wo die einen nur die Augenbrauen hoch zogen, da rannten andere schreiend weg. Und dies, bevor es eigentlich was zum Hören gab. OK, die üblichen Verrisse gab es, aber offen gesprochen machte Danzig die Sache gut. Insbesondere die nicht vorhersehbare Songauswahl überraschte. Wobei ein „In The Ghetto“ oder ein „Jailhouse Rock“ vielleicht interessant gewesen wäre, widmete sich Danzig eher den unbekannten Songs. Und ja, die Umsetzung konnte sich auch hören lassen, was man nun wahrlich nicht von allen Soloausflügen des Mannes sagen kann. Aber, und dies muss nun eben gesagt werden, war „Always On My Mind“ eben die Übernummer von Elvis und auch von Danzig hier. Grund genug die Sache auszukoppeln auf einer schicken 7-Inch-Schallplatte!

Korpiklaani – Jylhä

Kopriklaani - Cover

Korpiklaani machen weiter ihr Ding. Und dies auf einem sehr hohen Niveau. So auch auf diesem Album.

Die Finnen von Korpiklaani läuten die nächste Party-Runde ein. „Jylhä“ ist der Name des neuen Werkes und ja, bereits beim Einlegen des Tonträgers darf man überrascht sein. Man knackt die 60-Minuten-Marke und verwundert so den ein oder anderen Fan. Kritiker werden nun anbringen, dass Quantität nicht vor Qualität steht und ja, auch dieser Zahn muss gezogen werden. Und dies bereits nach dem ersten Durchlauf. Per se haben Korpiklaani nichts an ihrem Sound verändert, wenn es um den Einsatz von Quetschkommode, Fidel und Co geht. Lebhafte Umsetzung der Songs auch hier, was den Spaß-Faktor derbe nach Oben schrauben wird. Aber dann bemerkt man, dass der Sound doch etwas härter und Metal-affiner ausgefallen ist, als bei den bisherigen Alben. Ein Umstand, der sich dadurch zeigt, dass Songs druckvoller sind und auf den Punkt beim Fan ankommen. Kurzum ist „ Jylhä“ ein mehr als gutes Album!

Turbostaat – Stadt der Angst

Turbostaat - Cover

Turbostaat sind das Salz in der deutschen Punk-Suppe. Daran gibt es wahrlich keine Zweifel.

An Turbostaat kommt man einfach nicht vorbei. Jeder Punk-Liebhaber wird dies bestätigen. Sei es die Tatsache, dass musikalisch eben einfach Alles passt, oder eben, dass die Texte auf den Punkt sind. Hier wird gesellschaftlich angeprangert, 08/15-Gerede mit wenigen Zeilen abserviert oder eben auch mitten ins Herz getroffen. Ja, Turbostaat treten vielleicht musikalisch in die Eier, textlich aber ins Herz. So auch mit „Stadt der Angst“, dem Album aus dem Jahre 2013. Dieses erfährt nun eine Neuauflage auf Vinyl, die man sich durchaus ins Regal stellen sollte, sofern man mit der Musik per se etwas anfangen kann. Das Album ist konkreter als die Vorgänger, hinterlässt teilweise ein beklemmendes und düsteres Gefühl und ja, auch behutsamer und einfühlsamer als bisher zeigen sich Turbostaat. Die Trademarks sind auf diesem Album dennoch vorhanden, nur wurde an diesen gefeilt und verbessert. Das Resultat mündet in großartigen Songs. Knaller Ding!

Bleed From Within – Fracture

Bleed From Within - Cover

Bleed From Within zelebrieren einen Befreiungsschlag mit „Fracture“. Starkes Album.

Der Werdegang von Bleed From Within ist schon krass. Immer wieder musste man sich gegen Vorurteile verteidigen und viele Hörer zweifelten an der Message der Band. Aufgesetztes Gehabe, leere Worte und noch so andere nette Dinge. „Fracture“ thematisiert dies und zeigt eine Band, die eben dieses Kapitel abschliessen möchte. Man hat sich als Mensch und Musiker entwickelt, was sich letztendlich in „Fracture“ entlud und nun als „Freischwimmen“ zu verstehen ist. Der Wechsel zwischen Growl und Clean geht beim Gesang noch besser auf, als bisher. Musikalisch schlägt die Truppe noch tiefere Kerben und fesselt vom ersten Song an. Sicher hat man sich weiterentwickelt und den Sound noch mehr zwischen Metalcore und Death Metal verankert, doch die Trademarks blitzen immer wieder auf. Satter Sound, schmissige Riffs und dennoch übermächtige Songs wie eben „Into Nothing“. Selbst progressivere Songs wie „Night Crossing“ findet man auf diesem Album. Wer es nicht hat, kauft es jetzt!

Cult Of Luna – The Raging River

Cult Of Luna - Cover

„Te Raging River“ ist eine EP mit epischem Ausmaß. Cult Of Luna liefern erneut ab!

Cult Of Luna wollen es wissen. Dem Lockdown zum Trotz, hauen die Schweden kurzerhand eine neue EP unter dem Namen „The Raging River“ raus. Rund 1,5 Jahre nach dem Überalbum „A Dawn To Fear“ knüpft diese EP kurzerhand an, wo „The Fall“ auf dem Longplayer quasi endete. „Three Bridges“ ist monumental und düster. Der Song zehrt, zerrt und fesselt. Schichten auf Schichten, was den Sound angeht und diese markerschütternde Stimme von Johannes, die quasi die Vertonung des Leidens ist. Alles passt und sitzt. „What I Leave Behind“ bricht dies auf eine kürzere Spielzeit runter, während das Mittelstück „Inside Of A Dream“ mit Mark Lanegan als Sänger auffährt und geradezu ein Ruhepol ist. Ein Song, der das Dasein von Cult Of Luna auf eine nächste Stufe stellt. Die zweite Hälfte der EP ist wieder gewohnte Kost, wenn man auch mit „Wave After Wave“ vielleicht den besten Song der Karriere geschrieben hat!

Kategorien: MUSIK Peter

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