Iron Maiden - Fear of the Dark

Das dritte Nummer-eins-Album erschien am 12. Mai 1992. An den Reglern stand Maiden's bester Schrauber – Martin Brich. Es sollte erstmal das letzte Album sein, an dem er mitarbeitete.


Seit dem zweiten Album war er für den Erfolg der Band mitverantwortlich. Nachdem sie das Vorgänger Album in einem mobilen Studio aufgenommen hatten und da recht schlechte Ergebnisse erzielten, wechselten sie für diese Aufnahmen komplett in das „Barnyard“- Studio in England.


Bruce sagte dazu später, dass es große Einschränkungen gab aufgrund der Größe des Studios. Er fand die Aufnahmen nicht schlecht, aber ein bisschen unterdurchschnittlich.


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Fear of the Dark Fan Facts

<b>Fear of the Dark Fan Facts</b>
„Fear of the Dark“ gilt bei vielen Musikern als Masterpiece. Kein Wunder also, dass einige Bands und Musiker Songs vom Album gecovert haben (Cradle of Filth, Children of Bodom, Pentagram oder auch Doro Pesch)
Bei einem Auftritt auf der Tour betrat sogar noch einmal Ex-Maiden Gitarrist Adrian Smith die Bühne um "Running Free“ zu spielen. Nette Geste!
End of the Show – die Band wird spätestens seit „Number of the Beast“ immer wieder mit Satanismus-Vorwürfen konfrontiert, in Chile ging es soweit, dass aufgrund der Forderung der katholischen Kirche das Konzert abgesagt wurde
Abschied a la Maiden: Beim Abschieds-Konzert wurde Bruce in einer Eisernen Jungfrau eingeschlossen und verschwand (für fast immer) von der Bühne

Das Ende einer Ära?

<b>Das Ende einer Ära?</b>

Trotz des anhaltenden Erfolgs, an den auch „Fear of the Dark“ anknüpfte, brodelte es in der Band. Was sich die Jahre zuvor aufgrund kleinerer Konflikten abzeichnete, wurde schließlich ernst – Bruce hatte erstmal die Schnauze voll und wollte die Band verlassen. Aber das Album wurde noch veröffentlicht und während der darauffolgenden „Fear of the Dark“-Tournee verkündete er die Trennung von der Band.


Er wollte sich Solo-Projekten widmen. Fans zeigten sich sehr enttäuscht von der Entscheidung.


Und auch beim Cover-Artwork war etwas anders. Erstmals in der Geschichte von Iron Maiden wurde Eddie nicht mehr von David Riggs gezeichnet, sondern von Melvyn Grant. Das Cover zeigt Eddie als eine Art Nosferatu-Baumfigur. Der Wechsel beim Design ging auch auf die Motivation vom Manager Rod Smallwood zurück, der Eddie aus der Horror-Comic Ästhetik der 80er rausholen und in die 90er Jahre überführen wollte.


Songs – Ernster und Politischer


Es wurde mehr experimentiert – "Be Quick or Be Dead" hatte eine sehr thrashige-Note, dagegen war „Wasted Love“ die erste Power-Ballade in der Geschichte von Iron Maiden.


Und auch politisch hatte das Album was zu bieten, wie der Song– „Fear is the Key“, der dem Queen-Sänger Freddie Mercury, der an Aids gestorben war, gewidmet ist. Bruce sagte dazu, dass erst wieder ein Prominenter sterben muss, bevor das Thema an Aufmerksamkeit gewinnt. Wie recht er damit hat, leider.


In dem Song "Afraid to Shoot Strangers" wird die Sicht eines Soldaten während des Golf-Krieges geschildert. Bruce sagte dazu, dass es ein Anti-Kriegs-Lied sei. Bei „Weekend Warrior“ wurde gleich mal das geliebte Fußball-Thema aufgetischt. Auf der „Fear of the Dark“-Tour stand dann noch einmal Abriss auf dem Programm, insgesamt spielten sie 68 Shows. Im Rahmen dessen kam es auch zum Abschied von Bruce.


Erfolge


Trotz der allgemeinen Umschwung-Stimmung konnte das Album die Charts toppen und landete auf Platz 1 der UK-Charts. Der Song „Fear of the Dark“ ist zwar keine Single vom Album, zählt aber gerade bei zahlreichen Metal-Bands zum Klassiker.


Für das Album gab es 1994 die Auszeichnung „Grammy Award for Best Metal Performance“. Bei dem Preis werden seit 1990 Bands ausgezeichnet, die eine besondere Leistung in ihrem Genre verbuchen konnten. Klar, da war Maiden's Auszeichnung längst überfällig.