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Artikelnummer: 383662
Geschlecht Unisex
Medienformat DVD
Produktthema Fan-Merch, Film
Entertainment License Ready Player One
Produkt-Typ DVD
Darsteller Olivia Cooke, Simon Pegg, Tye Sheridan, Mark Rylance, Ben Mendelsohn
Regisseur Steven Spielberg
Erscheinungsdatum 6.9.18
DVD-Edition!

Filmemacher Steven Spielberg präsentiert das Science-Fiction-Action-Abenteuer »Ready Player One« nach Ernest Clines gleichnamigem Bestseller, der sich zu einem weltweiten Phänomen entwickelt hat. Die Handlung spielt 2045 in einer chaotischen Welt am Rande des Zusammenbruchs. Doch die Menschen finden Erlösung in dem gigantischen virtuellen Universum OASIS, das der geniale, exzentrische James Halliday (Mark Rylance) entwickelt hat. Als Halliday stirbt, hinterlässt er sein ungeheures Vermögen der ersten Person, die jenes Easter Egg findet, das er irgendwo in der OASIS versteckt hat. So beginnt ein Wettstreit, der die gesamte Welt in Atem hält. Ein junger Held namens Wade Watts findet wider Erwarten erste Hinweise, und schon gerät er in eine halsbrecherische, realitätsverändernde Schatzjagd durch ein ebenso fantastisches wie geheimnisvolles Universum voller Entdeckungen und Gefahren.

Facts:
Sprache: Deutsch, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bild: Widescreen
Untertitel: Deutsch, Englisch

Herausragende Adaption des Bestsellers von Ernest Cline, in dem ein Jugendlicher in einer virtuellen Welt drei vertrackte Rätsel lösen muss. Als einer der Ritter der Tafelrunde war Parzival einer der entscheidenden Protagonisten bei der Suche nach dem Heiligen Gral. Dass der Jugendliche Wade die mythische Figur in "Ready Player One" als Namen für seinen Avatar in der virtuellen Welt der Oasis verwendet, ist also naheliegend, ist aber auch anderweitig logisch, weil Parzival aufgrund seiner Herkunft ein Außenseiter im Ritterverbund blieb. So wie sich Wade eben fühlt in der realen Welt, die den Menschen nicht viel bieten kann außer ein Leben in aufeinandergestapelten und notdürftig möblierten Parzellen. Wer etwas erleben und aus sich machen will, der taucht ein in die Oasis, ein Second-Life-Konstrukt des verstorbenen Computergenies Halliday, der seinen Fans kurz vor seinem Tod noch ein besonderes Geschenk gemacht hat. Er hat in der Matrix der Oasis drei Ostereier versteckt, drei vertrackte Rätsel. Wer sie löst, wie einst Indiana Jones erraten musste, welcher Kelch der heilige Gral ist, wird die Herrschaft über die virtuelle Welt übernehmen. Was nicht nur Abermillionen von jugendlichen Fans auf den Plan ruft, sondern auch eine multinationale Firma, die die eigentlich zum Wohle der Menschheit entwickelte Oase des Philanthropen Halliday zu ihrem Vorteil ausschlachten will. Ein Kampf der Guten gegen die Bösen ist vorprogrammiert, von David gegen Goliath, eine Robinhoodiade, so simpel, wie nur großes Kino sein darf, aber eben auch ein Augenschmaus mit zahllosen Anspielungen und Referenzen an Film, Fernsehen und Popkultur der Achtziger. Womit Steven Spielberg sich auch vor sich selbst verbeugt: Er hat einen Film gemacht über eine Kultur, die er selbst geprägt hat wie kein anderer. Und er scheint endlich wieder Spaß zu haben, sein Publikum zu packen und einfach nur zu unterhalten, nach den ernsten und schwer wiegenden Filmen der letzten Jahre. Ja, er selbst ist Halliday, den er auf der Leinwand von dem wie immer brillanten Mark Rylance spielen lässt, und die Oasis, ist sie nicht genau so wie das Kino selbst, ein Ort, an den sich die Menschen flüchten, um dem Alltag zu entkommen. Oder um das Bild von der Tafelrunde weiterzuführen: Spielberg ist Merlin, der Magier, der bei der Verfilmung des Kultromans von Ernest Cline, den dieser gemeinsam mit Zak Penn selbst adaptiert hat, wieder Bilderwelten zaubert , wie man sie noch nicht gesehen hat, die staunen lassen, angefüllt mit Verweisen auf "King Kong", "Zurück in die Zukunft", "Blade Runner", "Der Gigant aus dem All" und viele mehr und voller Zitate des eigenen Schaffens: ein vaterloser furchtloser Held, umgeben von den "Lost Boys", die im digitalen Zeitalter natürlich Gamer aus aller Herren Länder sein müssen. Und wer ist Bösewicht Sorrento, gespielt von Ben Mendelsohn, wenn nicht Hook oder etwa Toht aus "Jäger des verlorenen Schatzes"? An der Oberfläche ist "Ready Player One" nur ein verwegener Thrillride, der in eine computeranimierte Welt einlädt, in der alles möglich scheint, ein Triumph des Unterhaltungskinos, ein weniger düsterer "Matrix" über einen Jungen und ein Mädchen - Tye Sheridan und Olivia Cooke - gegen den Rest der gottverdammten Welt. Wenn man nur kurz hinter den Vorhang blickt, entdeckt man aber einen Film wie ein Eschergemälde, der sich wild um sich selbst zu drehen und nach Belieben ineinander zu falten scheint. Und im Kern doch eines ist: eine Gelegenheit für Steven Spielberg, sich vor dem Regisseur zu verbeugen, den er für den Größten seiner Zunft hält: Wie hier in der Mitte des Films dem Genie von Stanley Kubrick gehuldigt wird, dessen geplantes Projekt "A.I." Spielberg einst realisiert hat, ist so wunderbar, dass selbst die große Schlacht zum Showdown des Films dagegen verblasst. ts.

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