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Artikelnummer: p1804337
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Artikelnummer: 299252
Geschlecht Unisex
Exklusiv bei EMP Nein
Medienformat Blu-ray 3D
Produktthema Film
Band Exodus
Produkt-Typ Blu-Ray 3D
Darsteller Aaron Paul, John Turturro, Ben Mendelsohn, Christian Bale, Joel Edgerton
Regisseur Ridley Scott
Erscheinungsdatum 7.5.15
Bei EMP:

Länge: 150 Minuten

In seiner Kindheit ist Findelkind Moses bester Freund des künftigen Pharaohs Ramses, bis ein Erweckungserlebnis ihn dazu bewegt, sich mit seinen jüdischen Wurzeln zu identifizieren, und erkennen lässt, dass sein Volk in Ägypten bedingungslos ausgebeutet wird. Moses stellt sich gegen den Freund. Als der nicht einlenken will, wird sein Land mit den sieben Plagen überzogen. Und Moses schwingt sich zum Anführer von 600.000 Sklaven auf, die er aller Widerstände zum Trotz ins Gelobte Land führen will.
EMP Redaktion

Er kann auf jeden Fall schon mal mit imposanten Bildern beeindrucken, soviel steht nach Sichtung des zweieinhalbstündigen Schinkens fest. Ich bin ja sehr empfindlich, was Green-Screen-Produktionen anbelangt, und hatte bei “Exodus” schon Schlimmes befürchtet. Doch die Befürchtungen erwiesen sich als unbegründet: Anders als bei vielen anderen Abenteuer-Blockbuster-Epen sieht man hier NICHT in jeder zweiten Einstellungen, dass der Cast eigentlich irgendwo im Studio rumgesprungen ist. ...weiterlesen im EMP Blog

Bildgewaltiges Historienspektakel über Moses und den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. "Gewidmet meinem Bruder, Tony Scott", verkündet eine Tafel nach der letzten Schwarzblende, nach dem letzten gewaltigen Bild des Films: Der jüngere Bruder von Ridley Scott hatte sich am 19. August 2012 das Leben genommen. Es fällt schwer, nicht das gesamte Gewicht der Trauer zu spüren, das während der Dreharbeiten auf den Schultern des Filmemachers gelastet haben musste. Nicht zuletzt erzählt "Exodus" auch vom Kräftemessen zweier Brüder, von denen es dem einen nicht gelingen wird, den anderen vor dem Untergang zu retten. Aber das natürlich mit epischem Atem und festem Pinselstrich gemalt auf der denkbar größten Leinwand. Immerhin handelt es sich beim fünften Historienspektakel in der Karriere Scotts um seine Variante der Bibelgeschichte, die Hollywood bereits zu "Die zehn Gebote" und "Der Prinz von Ägypten" inspiriert hatte: die zweitgrößte Geschichte, die jemals erzählt wurde. Religiöse Verklärung oder spirituelle Erbauung darf man sich indes nicht erwarten von dem abgebrühten Realisten, der gerade erst vor einem Jahr mit "The Counselor" einen seiner desillusioniertesten Blicke auf die Bestie Mensch geworfen hatte. Sein Moses ist entsprechend kein strahlender Held, der von den Prüfungen Gottes gestärkt wird und seinen Glauben findet, sondern ein innerlich zerrissener Mann, gepeinigt von dem Gedanken, im Auftrag eines Gottes zu handeln, der aus einer Laune heraus ein ganzes Volk über den Nil schickt. Vielleicht aber auch nicht. Ridley Scott ist clever genug, die Szenen mit Moses und Gott geschickt ambivalent zu halten. Womöglich, so sagt der Film, handelt es sich ja auch um eine Wahnvorstellung seines Protagonisten, der dem Allmächtigen zum ersten Mal begegnet, nachdem er sich den Kopf bei einem Sturz an einem Fels gestoßen hat und nun in einem der stärksten Momente des Films im Schlamm zu versinken droht, bis nur noch sein Gesicht zu sehen ist: der machtlose Mensch, der im Schmutz versinkt. "Exodus" zeigt Gott in Gestalt eines Kindes, aber Scott meint es wohl nicht bildlich, sondern es ist sein Kommentar, wie er Gott sieht: als kleines, launisches, grausames Kind, voller impulsiver, unlogischer Entscheidungen. Und Moses ist es, der das Kreuz zu tragen hat in diesem erwachsenen Epos, das mit politischen Intrigen am ägyptischen Hof beginnt, mit denen ein Keil zwischen die brüderliche Freundschaft von Moses und dem jungen, schwachen Pharao Ramses getrieben wird: Erst muss eine längere Passage der Selbstfindung folgen, nachdem der Held vom Hofe verbannt wird, eine Familie in einer Einöde gründet und sich seiner jüdischen Wurzeln bewusst werden muss und seiner Aufgabe, dass es an ihm ist, sein darbendes Volk aus der Versklavung zu befreien. Dann folgt das Feuerwerk, von Scott meisterlich orchestriert, wie man es sich vom Regisseur von "Gladiator" und "Königreich der Himmel" erwartet: die Sieben Plagen, der Auszug des Volkes Israel aus Ägypten, die Konfrontation von Flüchtigen und Verfolgern und schließlich die Wassermassen des Roten Meeres, die Ramses und seine Männer verschlingen. Doch bleibt der Fokus immer auf Moses, von Christian Bale mit gewohnter Intensität großartig gespielt, ein Mann, dessen Aufgabe ihn in tiefere Abgründe blicken lässt, als er unbeschadet zu verkraften in der Lage ist. Wahnsinn ist schließlich auch die Triebfeder seines Gegenspielers, kurios besetzt mit Joel Edgerton, der dem schonungslosen Spiel Bales eine faszinierende Theatralik entgegenstellt, die sich im letzten Aufeinandertreffen der beiden auszahlt. Alle anderen sind Stichwortgeber in diesem Spektakel, selbst große Namen wie Aaron Paul, Ben Kingsley, Sigourney Weaver oder Ben Mendelsohn haben teils nur Kurzauftritte, die ahnen lassen, dass sich hinter dieser 142-minütigen Kinofassung ein noch größerer, gewaltigerer Film verbirgt. Vielleicht wird man diese lange Version auf Bluray entdecken können, wie das schon