BARRY SEAL - ONLY IN AMERICA: Tom Cruise als fliegender Drogenkurier
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BARRY SEAL – ONLY IN AMERICA: Tom Cruise als fliegender Drogenkurier

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Tom Cruise donnert wie ein wahnsinniger Kamikazeflieger über den Himmel und zieht ein waghalsiges Flugmanöver nach dem anderen ab. Nein, nicht „Top Gun“ ist hier gemeint, sondern Doug Limans neuer Blockbuster „Barry Seal – Only In America“, der auf der wahren Geschichte des Piloten Barry Seal basiert. Dieser nutzt Anfang der 80er die Gunst der Stunde und wird zum fliegenden Drogenkurier fürs kolumbianische Medellín-Kartell.

Barry Seal macht Karriere

Zunächst ist Barry Seal ganz normaler Flugzeugpilot in der Passagierluftfahrt. Doch ihm fehlt der Nervenkitzel – so sehr, dass er auf einem Linienflug auch gern mal den Autopiloten abstellt und Turbulenzen vortäuscht. Oder ein paar Zigarren schmuggelt. So wird eines Tages der CIA-Agent Monty Schafer (Domhnall Gleeson aus „The Revenant„) auf ihn aufmerksam, der ihm ein spannendes Engagement anbietet: Seal soll für die CIA geheime Aufklärungsflüge in Südamerika machen und als Kurier zu General Noriega in Panama fungieren.

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So trug man es nun mal in den 80ern (Bild: Universal Pictures)

Die Kunde von Seals erstklassigen Flugkünsten macht schnell die Runde und schon bald buhlen ein paar spezielle Kunden um die Dienste des waghalsigen Fliegers mit seiner pfeilschnellen Maschine: Das kolumbianische Medellín-Kartell tritt an Seal heran, da der Kokain-Export nach Amerika immer schwieriger wird und neue Lösungsansätze gefragt sind. Vom schnellen Geld angefixt, willigt Seal ein: Er meistert den verrückten Start von einer viel zu kurzen Startbahn und fliegt seine erste Ladung in die Staaten.

Natürlich wird er erwischt, doch mit Hilfe von Schafer, der in seiner Abteilung die Meriten von Seals Aufklärungsflügen erntet, entkommt der Drogenschmuggler der Justiz. Geläutert ist der inzwischen mehrfache Familienvater aber keinesfalls, im Gegenteil: Seal ist heiß auf die Drogenkohle und baut sein Schmuggler-Imperium aus – gleichzeitig arbeitet er aber auch weiterhin für die CIA. Bald steigt er zu einem der reichsten Männer des Landes auf und weiß nicht mehr wohin mit den Koffern voller Geld. Doch wie lange kann dieses doppelte Spiel gutgehen?

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Hat sich der ambitionierte Barry mit den Falschen angelegt? (Bild: Universal Pictures)

Doug Liman und Tom Cruise – das funktioniert!

Regisseur Doug Liman („Die Bourne Identität“, „Mr. & Mrs. Smith“), der mit Cruise vor drei Jahren bereits ziemlich erfolgreich bei „Edge of Tomorrow“ zusammengearbeitet hat, zeigt in „Barry Seal“ einmal mehr, dass er ein begnadeter Action-Regisseur ist, der zudem auch ein feines Gespür für Spannung, Timing und Witz hat.

Inhaltlich erinnert sein Biopic über den legendären US-Drogenkurier an Filme wie „Blow“, „The Infiltrator“ oder „Mr. Nice“ und lebt wie besagte Schmuggler-Movies klar von der einnehmenden Präsenz seines Hauptdarstellers: Tom Cruise brilliert als windiger Teufelskerl, der alle Parteien gegeneinander ausspielt und zunächst tatsächlich damit davonzukommen scheint. Nach dem zweiten „Jack Reacher“ und dem ziemlich mauen „Die Mumie“-Reboot darf der kontroverse Hollywood-Star hier schon mal wieder Höhenluft schnuppern – schließlich ist ein zweiter „Top Gun“-Film immer noch in Planung.

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Tom Cruise in seinem Element (Bild: Universal Pictures)

Bevor Cruise aber noch einmal den Maverick macht, freuen wir uns natürlich schon mal auf den nächsten Einsatz von Ethan Hunt in „Mission: Impossible 6“, der 2018 ins Kino kommt. Aber eins nach dem anderen: Jetzt startet erst mal „Barry Seal – Only In America“ im Kino, den wir euch ganz klar empfehlen können. Ein rasanter, spannender und extrem unterhaltsamer Zweistundenflug mit einem der berüchtigtsten Drogenschmuggler Amerikas.

Schaut euch den Trailer an und dann nichts wie ab ins Kino!

„Barry Seal – Only In America“ – der Trailer

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Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

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  1. Pingback: Die EMP Popcornkiste vom 7. September 2017

  2. Hello. And Bye.

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