The Gaslight Anthem - Es geht doch immer nur um die Frauen

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Brian Fallon ist wohl der Inbegriff von Schwiegermutters Liebling. Wenn da nicht die ganzen Tattoos wären, die die Sache doch verkomplizieren könnten. Aber wenn er dann mit seinen Songs ins Mikrophon singt, dann wird auch Schwiegermutti schwach. Sollte sich nun mit „Get Hurt“ nicht ändern.

Der Mann hat einfach den Dreh raus. Mit Reibeisenstimme und total übermüdet - so ein Interkontinentalflug hat es doch in sich - erzählt Brian Fallon ein paar Sätze zum kommenden Album „Get Hurt“ der US-Band The Gaslight Anthem. „Man überlegt immer, wie man die Band auf eine nächste Ebene heben kann. So war es auch bei uns, denn letztendlich haben wir mit den vorherigen vier Alben schon das Meiste gesagt.“ Drückt hier schon Langweile durch?

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Ein unfassbar charismatischer Mann dieser Brian Fallon.

Er lacht und verneint. „Mit Sicherheit nicht. Man muss sich einfach vielleicht mehr anstrengen, um nicht gelangweilt zu sein. Aber es gibt so einige Bands, die im Laufe ihrer Karriere eine Wende hingelegt haben.“ Er nennt Pink Floyd, Die Rolling Stones aber auch die Beatles. „Alles Bands, die wirklich Alben vorgelegt haben, die im Kontrast zu den bisherigen Veröffentlichungen standen.“

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Trotz seiner Nachdenklichkeit, lacht er sehr gerne und das oft.

Nun wurde im Vorfeld schon viel spekuliert, wie das Album „Nummer 5“ klingen wird. „Es ist schwer einen Sound zu beschreiben. Man muss es hören um sich ein Bild machen zu können.“ So viel sei verraten: „Get Hurt“ ist im Kern sicherlich immer noch The Gaslight Anthem. „Wie sollte es auch anders sein? Letztendlich sind wir ja immer noch die Jungs von den bisherigen Alben.“ Aber auch Überraschungen hat man in petto. Der Opener „Stay Vicious“ wird den ein oder anderen Hörer verwundern. Es drückt, groovt und wirkt schon leicht grungig. „Dann haben wir doch alles richtig gemacht. Genau das war das Ziel. Die Hörer aus den bisherigen Schienen entgleisen lassen. Wer alte Songs erwartet, muss alte Songs hören“, so Fallon kess.

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Mit "Get Hurt" läuten The Gaslight Anthem ein neues Kapitel ein.

Doch um was geht es auf textlicher Ebene? Religiöse Texte werden auch weiterhin auf sich warten lassen müssen. Fallon lässt seine Ansichten komplett keinesfalls mit einfließen. „Wir haben alle unterschiedliche Ansichten und harmonieren. Wir müssen unsere Ansichten nicht nach außen tragen. Letztendlich soll jeder an das glauben, was er für wichtig erachtet.“ Doch um was geht es bei „Stray Paper“, „Helter Skeleton“ oder „Underneath The Ground“? Fallon lacht. Ich denke, dass ist einfach zu beantworten. In 90% der Rocksongs geht es doch um Beziehungen. Es geht doch immer nur um Frauen“, sagt er. „Um Beziehungen die man haben möchte, hatte oder im Moment noch hat. Egal ob diese gut oder schlecht sind. Aber natürlich geht es auch um Beziehungen zwischen Männern. Dies alleine schon angemerkt aus Respekt gleichgeschlechtigen Beziehungen.“

Man merkt, dass Brian noch Witz und Charisma hat, trotz der Melancholie die The Gaslight Anthem nun mit „Get Hurt“ versprühen. „Nein, die Songs klingen so, aber letztendlich geht es uns super. Wir sind happy und freuen uns ein neues Kapitel aufschlagen zu können.“ Am 19. August ist es dann für alle soweit!

[yt]

Kategorien: MUSIK Peter

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