Die EMP Plattenkiste zum 27.01.2017

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Die EMP Plattenkiste für den 27. Januar 2017 ist wieder da. Während sich gefühlt die halbe Menschheit darum kümmert, wie viele Menschen nun bei der Amtseinführung von Donald Trump waren, haben wir uns wieder zur Aufgabe gemacht, schicke Platten rauszusuchen. Unsere Prioritäten liegen definitiv wo anders und wir kürzen die Sache ab: Trump braucht kein Mensch, gute Musik dafür so ziemlich jeder. Dann lasst uns in die EMP Plattenkiste für diesen Freitag schauen. 

Sum 41 - All Killer, No Filler

Sum 41- All Killer No Filler

Sum 41 haben damals mit "All Killer, No Filler" ein fettes Album vorgelegt. Dieses gibt es nun auch auf Vinyl zu kaufen.

Spaß-Punk ist ja immer so ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite verfolgt man eine gewisse Ernsthaftigkeit als Musiker, auf der anderen Seite soll natürlich die gute Laune nicht auf der Strecke bleiben. Etliche Bands sind hier maßlos überfordert. Sum 41 haben aber immer den Spagat hinbekommen. Zum einen lag es an der rotzigen Art und Weise der Band aus Kanada, auf der anderen Seite aber auch das Hochhalten ihrer Metal-Einflüsse. Schmissige Soli konnten sie genauso gut umsetzen wie eben gute Laune, welche beispielsweise bei „Fat Lip“ zum Tragen kommt. Mehrstimmige Passagen? Yep, sind auch vorhanden. Und gerade dies macht Sum 41 zu einer guten Band. „All Killer, No Filler“ schlug 2001 wie eine Bombe und ist auch heute noch ein starkes Album. Grund genug für die Band den Klassiker von damals heute neu aufzulegen und zwar auf Vinyl. Ihr solltet hier wirklich zuschlagen.

Nick Oliveri - N.O. No Hits At All

Nick Oliveri-NoHitsAtAll

Nick Oliveri ist ab und an auch Gastsänger bei anderen Bands. Und genau diese Songs findet man nun auf einer Platte.

Nick Oliveri hat für viele Freunde der Stoner-Bewegung einen Gott-gleichen Status. Legendäres hat er mit Kyuss auf die Beine gebracht und auch mit den Queens Of The Stone Age konnte er überzeugen. Aber nicht nur durch nackte Tatsachen, sondern durch einen gewissen Wahnsinn hat er in die musikalische Waagschale geworfen. Nun ist Oliveri seit Jahren als Solokünstler unterwegs, lässt es sich aber nie nehmen, hier und da ein Stelldichein abzuhalten. Der Sammler verzweifelt, denn er muss ein Album von Band XY kaufen, um eben den Track mit Nick Oliveri im heimischen Plattenschrank zu haben. Mit „N.O. Hits At All“ hat dies bedingt ein Ende. Hier hat Oliveri all die Songs vereint, die er als Gastsänger für andere Bands eingespielt hat. Death Acoustic, Komatsu und wie sie alle heißen sind hier vertreten. Und logischerweise sollte man das Ding als Rille sich anschaffen. CD geht aber auch!

Sepultura - The Complete Albums

Sepultura-TheCompleteAlbums

Wer sich schon immer alle Sepultura-Platten mit Max Cavalera anschaffen wollte, der kann dies nun machen: The Complete Albums erscheint diesen Freitag.

Sepultura haben jüngst ein Album veröffentlicht und nun gibt es schon einen Nachschlag. Aber eben von Sepultura V1.0. Mit „The Complete Albums“ werden wohl insbesondere Fans der brasilianischen Abrissbirne zufrieden gestellt. Aber auch der Vinyl-Sammler sollte einen Blick riskieren. Alle Alben, die mit Max Cavalera als Sänger aufgenommen wurden, sind in einem Boxset zusammengefasst worden. Sei es „Bestial Devastation“ aus dem Jahre 1985, die Klassiker „Beneath The Remains“ oder „Arise“, oder eben das letzte Album „Roots“. Alle Platten werdet ihr auf hochwertigem 180-Gramm schweren Vinyl und jeweils in einer anderen Farbe in dieser Box vorfinden. Viel zu lange hat dieses Paket auf sich warten lassen und die einzelnen Platten haben zwischenzeitlich Mondpreise erlangt. Dies sollte nun der Vergangenheit angehören! Holt euch das saustarke Paket und frönt den Thrash-Klassikern der Brasilianer uneingeschränkt!

Turbobier - Das neue Festament

Turbobier-DasneueFestament

Turbobier sind eine Rockband, die gerne das Thema Bier thematisiert. Aber auch nachdenkliche Momente findet man auf dem Album.

„Bieristische Glaubensgemeinschaft“? Ja, gibt es und die Herkunft ist in der schönen Stadt Wien zu suchen. Dort ist die Band Turbobier ansässig, welche insbesondere mit dem Gewinn des „Amadeus Award“ für Aufsehen gesorgt hat. OK, das Debüt war aber auch stark - wenn auch nicht immer bierernst! Nun wird mit „Das neue Testament“ nachgeschenkt. Bis zum Rand ist das Rock-Glas gefüllt, der Inhalt eine Ansammlung von Songs, welche eingängig sind, aber spielerisches Können keinesfalls aus den Augen verliert. Bereits die erste Single „Verliebt in einen Kiwara“ stimmt die Bude herrlich ein und zeigt, was man von insgesamt 12 Songs erwarten kann. Doch selbst in der Bierlaune des Albums findet Marco Pogo Platz, um sich für Völkerverständigung und gegen Ausgrenzung auszusprechen, wenn auch sein Ansatz ist, dass man gemeinsam ein Bier trinkt. Solange es hilft, gerne. Gegen schlechte Laune und bei Bock auf Rock, hilft diese Platte!

Xandria - Theater Of Dimensions

Xandria-TheaterOfDimensions

Xandria haben ein sehr komplexes Album geschrieben. Man muss sich definitiv Zeit nehmen für dieses Teil!

Xandrai haben turbulente Zeiten hinter sich. Die Feuertaufe erfolgte vor mehr als zwei Jahren mit dem Album „Sacrificium“, welches Skeptiker direkt davon überzeugen konnte, dass Xandria nach wie vor eine Macht im Bereich Symphonic Metal ist. Mit „Theater Of Dimensions“ legen sie noch eine Schippe drauf. Das beginnt schon damit, dass der heimische CD-Player eine Spielzeit von 74:33 Minuten anzeigt, was selbst für Xandria ein Rekord darstellt. Nun sollte die Qualität der Quantität vorgezogen werden und auch hier haben Xandria einen neuen Rekord aufgestellt. Die Stimme von Dianne ist kräftig, voll und rundum präsent, ohne dabei die Musik in den Hintergrund zu stellen. Diese erweist sich als dicht gepackt, denn gewisse Strukturen und Klänge entdeckt man erst beim wiederholten Hören. Ein Album, welches die Aufmerksamkeit des Hörers für sich beansprucht, diesen aber dann im Umkehrschluss reichlich belohnt. Großes Tennis und noch viel mehr großes Theater.

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