Die EMP Plattenkiste zum 17.06.2016

EMP Plattenkiste Banner 2015Die EMP Plattenkiste für diesen Freitag ist wieder mehr als amtlich. Wir haben uns erneut durch die Scheiben gewühlt, die diese Woche erscheinen. War wirklich wieder erstklassiges Zeug dabei, aber leider müssen wir die EMP Plattenkiste ja überschaubar halten. Deshalb erneut der Hinweis, dass der Shop natürlich viel mehr Scheiben vorrätig hat. Schaut rein und wir wünschen euch nun mal viel Spaß mit der EMP Plattenkiste für den 17. Juni 2016!

Asking Alexandria - The Black

Asking Alexandria - The Black

Asking Alexandria bringen endlich ihr Album "The Black" auf Vinyl raus. Wurde auch Zeit!

Asking Alexandria werden vom ein oder anderen als "next big thing" gehandelt und sollen in die Fußstapfen von Bring Me The Horizon, Bullet For My Valentine oder Parkway Drive treten. Mit dem vierten Album „The Black“ haben sie aber ihre eigenen Spuren im Core-Segment hinterlassen. Nach dem Weggang von Shouter Danny Worsnop und der Verpflichtung von Denis Stoff musste man Boden gutmachen, was mehr als gelungen ist. Mit Songs wie dem Opener „Let It Sleep“, dem darauf folgenden Titelsong oder „The Lost Souls“ schafft man den Spagat zwischen epischen Meisterwerken und zeitgemäßem Metal, der seine Spuren im Metalcore-Bereich definitiv hat. Gefühlvoll können die Herren auch, wie man mit „Send Me Home“ eindrucksvoll zeigt, was die essentielle Frage aufwirft, was diese Band weniger erfolgreich macht als benannte Band aus Sheffield? Man weiß es nicht, aber bekanntlich machen Fans Bands groß. Damit dies auch hier gelungen möge, wollen wir auf die Vinyl-Ausgabe dieser famosen Werkes verweisen, welches diesen Freitag bei uns zu haben ist! Rein in den Shop und zieht euch das Ding!

Biffy Clyro - Only Revolutions

Buffy Clyro - Only Revolutions

Bevor nun Biffy Clyro mit einem neuen Album ums Eck kommen, sollte man sich das 2009er Album zuerst als Vinyl ins Regal stellen.

Eine weitere Veröffentlichung im Bereich „Vinyl“ kommt aus Schottland von den Herren Biffy Clyro. Man kann das kommende Album „Ellipsis“ schon riechen und mit „Animal Style“ hat die Band aktuell die zweite Single auf uns losgelassen. Aber bekanntlich kann man nicht oft genug „Mon The Biff“ rufen und um die Band ein weiteres Mal hochleben zu lassen, kommt nun die Vinyl-Ausgabe des 2009er-Albums „Only Revolutions“ daher. Als schwarzes Vinyl und als Re-Release ausgelegt, kann man sich hier nochmals die Songs wie „The Captain“, „Bubbles“, „Mountains“ oder dem Übersong „Many Of Horror“ in aller Ruhe anhören, bevor die Herren im Herbst die Bühnen der Republik mit ihrem alternativen Rock bespielen werden. Ohne Zweifel ist „Only Revolutions“ der wichtigste Schritt der Band gewesen, um sich und ihre Band auf ein völlig neues Level zu heben. Danach war die Band nicht mehr zu bremsen und absolvierte Headliner-Slots auf den größten Festivals dieser Welt. Aber alles andere wäre auch undenkbar gewesen!

I See Stars - Treehouse

I See Stars -Treehouse

Bei I See Stars geht es mit "Treehouse" stellenweise ruhiger zu, was der Sache aber eine gewisse Spannung verpasst!

I See Stars kennt man eventuell aus dem elektronischen Core-Bereich, wo sich die Band bereits seit dem Jahre 2006 tummelt. Nach dem Ausstieg von zwei wichtigen Bandmitgliedern - unter anderem einen Sänger - musste man nun bangen, dass die Band sich mit einem neuen Album keinen Gefallen tun würde. Es hat etwas gedauert bis sich die neue Formation „aus 6 mach 4“ festgerüttelt hat und man wirklich ein neues Album in Angriff nehmen konnte. Nun steht „Treehouse“ im Laden und da die Scheibe in der Plattenkiste ist, könnt ihr davon ausgehen, dass sich die Scheibe lohnt. Devin Oliver, welcher quasi wie die Jungfrau zum Kinde nun die Gesangparts größtenteils stemmen muss, legt eine mehr als amtliche Sache hin. Darüber hinaus hat man hier und da das Tempo bei der Musik gedrosselt, um sich von anderen Zappelphilipp-Bands abzusetzen. Soll nun keinesfalls heißen, dass I See Stars in ruhigeren Gewässern schippern, sondern vielmehr ihre bisherige Arbeit überdacht haben und durch Hinzunahme von ruhigeren Elementen einen viel größeren Spannungsbogen aufbauen können. Dies macht das Album zu einer sehr runden Sache und die 12 Songs allesamt eigenständig! Langeweile kommt hier sicher nicht auf!

Red Hot Chili Peppers - The Getaway

RHCP - The Getaway

Auch nach 33 Jahren haben die Red Hot Chili Peppers noch nicht genug von der Musik. "The Getaway" beweist dies.

„Dark Necessities“ war der erste Vorbote des neuen Red Hot Chili Peppers-Album „The Getaway“. Diese Band ist einfach unberechenbar, wie sie in ihrer 33-jährigen Karriere schon mehrfach bewiesen hat. Höhen und Tiefen, Drogen und gesunde Ernährung treffen hier aufeinander und dies zieht sich auch durch die Veröffentlichungen der Band, welche nun mit Danger Mouse (The Black Keys, Gorillaz, uvm.) und Nigel Godrich (Radiohead) ein völlig neues Produzenten-Gespann verpflichtet hat, welches selbstverständlich den Output auch mit gestaltet hat. Zu Beginn erwartet den Hörer der altbewährte und typische Red Hot Chili Peppers Sound, welchen man über all die Jahre zu schätzen und lieben gelernt hat. Doch das ruhigere „The Longest Wave“ wird sicher den ein oder anderen unter euch etwas stutzig machen. Bei „Go Robot“ wird in die Trickkiste gegriffen und regelrechte Synthie-Wände geschaffen, während man Fernweh bekommt, sobald „Sick Love“ ertönt. Ein Album voll mit Raffinessen und Feinheiten, welches eine Band zeigt, die 2016 noch lange nicht müde ist! Sauber Jungs!

Nails - You Will Never Be One Of Us

Nails - You Will Never Be One Of Us

Dieses Album zerhaut einfach Alles. Wer 10 Songs in 22 Minuten auf die Fresse will, muss Nails unbedingt hören.

Das letzte Album in der Plattenkiste für diese Woche ist „You Will Never Be One Of Us“ von der Walze Nails. Diese Band lässt einfach alles durch den ganz großen Häcksler und als ob die Zerstörung nicht schon genug wäre, schiebt man unbarmherzig noch Holz nach. Der Opener „You Will Never Be One Of Us“ mit seiner Spielzeit von 1:46 Minuten ist im Kosmos von Nails quasi schon ein langer Songs. „Friend To All“  zerfickt in 46 Sekunden einfach Alles und lässt keine Zweifel daran, dass Nails mit einer brutalen Genauigkeit auf den Punkt kommen wollen. „Keep it simple and brutal“ ist das Credo, welches sich bei den 10 Songs wie der rote Faden durchzieht. „Violence Is Forever“ hat ein bisschen Tanz-Flair, wenn man auch davon ausgehen muss, dass hier Blutgrätschen verteilt werden, jedoch animiert der Groove einfach zu sehr und die Tanzfläche muss geentert werden. Mit „They Come Crawling Back“ haben Nails im Vergleich zu ihren anderen Alben aber auch Neuland betreten und einen Song geschrieben, welcher alleine mit seiner Spielzeit von fast 9 Minuten komplett heraussticht. Der epische Aufbau, das Aufheizen über die ersten zwei Minuten Spielzeit und diese zerberstende Zerstörungswut in der zweiten Hälfte des Songs, machen diese Nummer aber zu einem massiven Brett! Unter der Regie von Converge-Gitarrist Kurt Ballou konnte in einer Gesamtlänge von 22 Minuten all das hervorgebracht werden, was angepisste und brutale Musik ausmacht! Ein Biest von Album!

Kategorien: MUSIK Peter

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