Die EMP Plattenkiste zum 14.06.2019

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Die EMP Plattenkiste für den 14. Juni wäre nun auch im Kasten. Die Zeit rennt, die Tage vergehen man jetzt gewissen Sachen immer hinterher. Wofür allerdings immer Zeit ist, ist Musik. Ohne geht es eben nicht. Egal ob mit Kopfhörern oder doch zu Hause mit der Anlage. Musik muss sein. Deshalb wieder die Platten der Woche für euch. 

ZZ Top – Goin‘ 50

ZZ Top - Cover

50 Jahre und immer noch aktiv. ZZ Top sind ein Garant für schmissige Hits und fette Songs.

Man soll die Feste bekanntlich so feiern, wie sie fallen. ZZ Top lassen sich das sicher nicht zweimal sagen. Aktuell auf großer Deutschlandtour und jeden Abend quasi mit voller Bude, hauen die Herren nun mit „Goin’ 50“ die passende Platte dazu raus. 50 Jahre Bärte, Blues und fette Riffs. Aber auch 50 Jahre Hits. Denn, wenn wir ehrlich sind, kennt ein jeder von uns mehr Hits, als er zuerst zugeben will. 3 CDs voll mit Songs, die quasi die Historie aufzeigen. Seien es die frühen Songs wie „La Grange“ oder „Tush“. Songs wie „Cheap Sunglasses“ oder „Pearl Necklace“. Sind vorhanden und im schicken Paket zu bekommen. Aber natürlich auch die Songs, mit denen man durch die Decke ging. Ja, „Gimme All Your Lovin’“ oder „Sleeping Bag“ sind ebenso vertreten wie „Rough Boy“ oder „Velcro Fly“. Tonträger 3 zeigt eher die Blues-Seite des Trios auf. Rundum geile Platte!

Beheaded – Only Death Can Save You

Beheaded - Cover

Beheaded kommen aus Malta und knallen amtlich. Man muss sich wundern, dass man die Band nicht eher kennenlernen konnte.

Beheaded haben auch ein neues Album. „Only Death Can Save You“ ist quasi eine Lehrstunde in Sachen „Prügel“. Nein, nicht körperlicher Natur, sondern vielmehr musikalisch. Das neue Werk erinnert streckenweise an Defleshed und deren goldene Zeiten. OK, wenn auch etwas mit Abstrichen, aber was noch nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden. Herrliche thrashige Gitarre, kompromisslose Attitüde und wunderschöner Death Metal. Die Band aus Malta ballert aus allen Rohren und frönt dem skandinavischen Death Metal in beeindruckender Manier. Rasende Passagen treffen aber auch auf Doom-lastige Parts, die quasi als Bremse wirken, die Fahrt aber sicher nicht auf Null abbremsen. Mit „From The Fire Where It All Began“ oder „Unholy Man“ wollen wir nur zwei Beispiele benennen. Rundum super Kiste. Auch die Produktion der 9 Songs lässt keine Wünsche offen, was das Album zu einem Pflichtkauf macht. Sofern man die Nackenmuskulatur mal wieder in Schwung bringen will.

Darkthrone – Goatlord

Darkthrone - Cover

Das Album entstand 1991, wurde dann aber auch Eis gelegt. Erst einige Jahre später erschienen Darkthrone mit dem Brett.

Ja, wir brauchen hier und da auch mal Neuauflagen. Platten, die vergriffen sind, aber irgendwie in jede Sammlung hierzulande gehören. Darkthrone haben ein paar solcher Alben, diese Woche wollen wir uns aber „Goatlord“ widmen. Wir sprechen von dem 7. Album der Band und erschienen ist es 1996. Damals war der Black Metal noch roh, ungeschliffen und dreckig. Ein Umstand, den man auch diesem Album deutlich anhört. Wenn man bedenkt, dass die Songs bereits 1991 entstanden, dann darf man sich geradezu freuen, denn dies macht die Sache noch roher. Darkthrone verwarfen die Songs, ja, man sprach sogar davon, dass sie nie veröffentlicht werden, aber dies hat man sich nach“A Blaze In The Northern Sky“ und „Total Death“ nochmals überlegt. Mit Hilfe von Satyr, entstand eines der wegweisendsten Black Metal Alben überhaupt, welches nirgendwo fehlen darf. Also haut rein und legt euch die Platte zu.

Bruce Springsteen – Western Stars

Bruce Springsteen - Cover

Der Boss ist zurück. Anders, aber kein Deut schlechter. Melancholischer ist er und ruhiger. Lohnt sich aber allemal.

Den Boss muss man sicher nicht ehr vorstellen. Bruce Springsteen ist quasi ein Weltstar und ja, eine lebende Legende. Der Mann verkörpert die Arbeiterklasse und dies so authentisch, dass man den Eindruck gewinnt, Springsteen hat nen 9-5-Job und widmet sich am Abend seinen Songs. Mit „Western Stars“ nun das 19. Studioalbum des Mannes. Als schwitzender Rocker ist er bekannt, damit bricht er auf diesem Album. Getragen, melancholisch und quasi als Singer/Songwriter arbeitet sich der Mann durch die 13 Songs. Musikalisch aber fett umgesetzt, werden quasi alle Instrumente aufgefahren, die die Musikwelt so hergibt. Orchester hier, Klavier da und selbst eine Triangel ist zu hören. Man bekommt also nicht eine abgespeckte Vertonung und nein, auch Lagerfeuer-Romantik will sich nicht direkt einstellen. Springsteen und seine unverkennbare Stimme mit tollen Songs, die etwas ruhiger zur Sache gehen, dafür aber lange anhalten.

Hate – Auric Gates Of Velves

Hate - Cover

Vergleiche mit Behemoth sind unangebracht. Hate machen ihr eigenes Ding und dies schon immer.

Dass das Leben machmal hart und grausam sein kann, wissen wir alle. Hate aus Polen spüren dies auch seit Jahren. Immer und immer wieder kommen die Vergleiche, dass man Behemoth zu ähnlich wäre. Von einem Plagiat ist sogar die Rede. Jungs, mal beruhigen. Beide Bands haben 1991 ihre Karriere begonnen und wenn man ganz genau ist, dann muss man sagen, dass Hate früher dem Todesmetal frönten als Nergal und Co. Egal, mit „Auric Gates Of Veles“ gibt es ein neues Werk und das hat es in sich. 8 Songs, welche sich wieder zwischen viel Atmosphäre und Black metal einpendeln, aber noch genüg andere Einflüsse bereithalten. Der Death kommt nicht zu kurz und letztendlich liefert man ein Album ab, welches genau das einem gibt, was es soll. Hochgereckte Hände, amtlich viel Musik zum Headbangen und gepflegtes Verdreschen. Kurzum: Hate machen Alles richtig und ja, sie sind ungemein eigenständig dabei!

Kategorien: MUSIK Peter

Tags: Reviews Auric Gates Of Velves Beheaded Bruce Springsteen CD Darkthrone EMP EMP Plattenkiste Goatlord Goin' 50 Hate Only Death Can Save You Plattenkiste Vinyl Western Stars ZZ Top | permalink

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