CD Highlights vom 23.11.2012

CD Highlights retten uns, denn die Weihnachtszeit klopft so langsam an der Tür und man hat sicherlich schon die ersten Lichterketten gesehen, die einem signalisieren, dass es nun wieder soweit ist, sich dem Weihnachts-Trubel hinzugeben. Ob man drauf steht, steht leider auf einem anderen Blatt. Meist ist dies aber die Zeit, in der Neuheiten rarer werden und man sich mit einer Best-Of von Britney Spears rumschlagen muss. Aber nicht hier, denn wir haben wieder die besten Veröffentlichungen dieser Woche in unseren CD Highlights zusammen gestellt, damit man im Wahn nicht doch sich in der Pop- Ecke vergreift. Die Plattenkiste für den 23.11.2012

Da ist es endlich, das Thrash- Album der Thrash- Legende Destruction. Stolz wie man nur sein kann, präsentiert sich auch „Spiritual Genocide“ ebenfalls von einer Seite, die man der deutschen Band vielleicht nicht mehr zugetraut hätte, wenn man bedenkt, wie viele Jahre man schon im Business ist. Aber Destruction können es noch sehr wohl und zeigen sich von der brachialen Seite, die keine Kompromisse zulässt und dennoch Raum lässt für Melodien, die es in sich haben.

Schluss, aus und vorbei heißt es bei Thrice, die nun eine Pause auf unbestimmte Zeit einlegen. Was soll man sagen? Schade auf jeden Fall, da man sich von dem damaligen Emo losgelöst hat und seit dem Album „Vheissu“ zu einer der innovativsten Rockbands avancierte. Mit „Anthology“ wird nun der Querschnitt aus allen Alben in besten Livegewand dargeboten, der aufzeigt, was man nun als Fan schmerzlich vermissen wird. Thrice sind groß und kommen hoffentlich bald wieder.

Der Grunge wurde mit Nirvana für viele zu Grabe getragen, aber die Bands von damals gibt es hier und da noch. Vorreiter der damaligen Bewegung werden hierbei oft vernachlässigt und so haben auch Mudhoney wohl nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die man ihnen hätte zusprechen müssen. Die Lieblinge von Kurt Cobain präsentieren nun ein Livealbum aus dem Jahre 1988, welches in Berlin aufgenommen wurde. Die DVD hat ein 40-minütiges Konzert vorzuweisen, sowie Bonusmaterial „Live In Berlin 1988“ ist sicherlich ein musikalisches Denkmal und für alle Grunge-affinen Herren und Damen ein Muss.

Und auch Death lassen die Katze aus dem Sack mit einer Neuauflage von dem Überalbum „Spiritual Healing“, welches in aufgemotzter Version nun wieder erscheint. Der Klassiker von damals hat eine Politur in Sachen „Sound“ erhalten und wurde einfach mal so mit einer weiteren CD bestückt, die Proberaumaufnahmen der Metal-Legende darbietet. Sicherlich wurde das Rad nicht neu erfunden, aber wenn man bedenkt, dass das Original bereits 1999 das Licht der Welt erblickte, kann man drauf wetten, dass viele Metaller dieser Teil nicht zu Hause stehen haben. Diese Chance sollte man sich nun nicht entgehen lassen.

Irgendwie scheint es die Woche der Re-Release zu sein. Aber das muss keineswegs langweilig sein, sondern vielmehr die Gelegenheit, sich mit älteren Perlen mal wieder zu beschäftigen, beziehungsweise musikalische Bildungslücken zu schliessen. Crowbar haben mit „Obedience Thru Suffering“ wohl einen Meilenstein in ihrer Karriere hingelegt und so ist es kaum verwunderlich, dass dieses Sludge- Werk nun auch wieder zugänglich sein sollte. Kurzerhand hat man sich entschlossen, das gute Stück wieder neu aufzulegen. An Biss und Kraft hat es auch nach 20 Jahren noch nicht verloren.

Kategorien: MUSIK Peter

Tags: Anthology Crowbar Death Destruction Live In Berlin 1988 Mudhoney Obedience Thru Suffering Spiritual Genocide Spiritual Healing Thrice | permalink

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