CD Highlights vom 09.11.2012

Die CD- Highlights mal wieder. Freitag ist ja bekanntlich der Beginn des Wochenendes. Aber nicht nur dies, sondern auch die Tatsache, dass Freitags immer die Alben erscheinen, verzückt den Musikfan jede Woche aufs neue. Diese Woche sind wieder wahre Perlen dabei, die wir für euch unter die Lupe genommen haben. Die Auswahl fiel schwer, aber wir konnten uns auf ein paar schicke Veröffentlichungen einigen, die uns besonders am Herz liegen. Die Plattenkiste für den 09.11.2012.

Den Beginn machen die Herren Deftones, die mit „Koi No Yokan“ das erste Album vorlegen, welches einen gesunden Abstand zu dem tragischen Unfall des Bassers Chi vorweist und mit Sehnsucht schon erwartet wurde. Chino Moreno und Co haben hier erneut ein Album aufgefahren, welches sphärischer nicht hätte ausfallen können und die musikalischen Glanzleistungen ein weiteres Mal aufzeigen. Zwischen verträumt, gediegen und absoluten Hasstiraden enthält „Koi No Yokan“ alles, was die Deftones immer ausgemacht hat.

Green Day machen den nächsten Schritt mit ihrer Trilogie. „¡Dos!“ ist das zweite Drittel und hat im Vergleich zum ersten Album mehr Biss, wie manche Kritiker finden. Der Sound lässt sich wohl am besten mit „Garargensound“ beschreiben, aber unter dem Strich ist es die Musik, die man von Billie Joe Armstrong hören will. Melodien, die sich sofort im Gehörgang festbeissen und sich nicht mehr entfernen lassen. Green Day eben, wie man sie kennt und liebt. Machine Head sind auch am Start. Zwar kein neues Studioalbum, aber das Livealbum „Machine Fucking Head Live“ steht der Sache in Nichts nach und liefert wohl den Soundtrack für alle, die Robb Flynn und Co in diesem Somme irgendwo auf einer Bühne gesehen haben. Über zwei CDs erstreckend beinhaltet „Machine Fucking Head Live“ sämtliche Hits ihrer Schaffensphase und natürlich die Kracher des letzten Albums „Unto The Locust“, was ja einschlug wie eine Bombe. Soundgarden sind wohl einer der Bands, die den Grunge auch noch im Jahre 2012 authentisch vermitteln. Dies belegen zumindest aktuelle der Konzerte. Auf ein Album musste man geschlagene 16 Jahre warten, aber nun ist „King Animal“ endlich fertig und kann begutachtet werden. Und ja, „King Animal“ ist famos! Kaum zu glauben, dass so viele Jahre vergangen sind und Soundgarden anscheinend nichts an Biss und musikalischer Raffinesse abhanden kam. Cornell singt wie ein junger Gott und auch die restliche Band zeigt sich von ihrer besten Seite. So soll es sein!

Die einen kommen wieder aus der Versenkung, die anderen gehen dorthin. Thrice haben eine Auszeit auf unbestimmte Zeit genommen und „Anthology“ ist das letzte Lebenszeichen, welches noch ansteht, bevor die Lichter komplett ausgehen. Hierbei handelt es sich um keine Bet-Of, sondern um ein Livealbum der Extraklasse. Viel zu selten war die Band hier in Europa unterwegs und „Anthology“ zeigt auf zwei CDs, wie tight und routiniert diese Band live ist. Das Schöne an der Sache ist, dass es sich um ein Konzert handelt, auf welchem auch die Liveenergie in der Luft lag und das Publikum dies durch tatkräftige Euphorie zeigt. Der letzte Vorhang fällt, aber dieser ist beeindruckend!

Kategorien: MUSIK Peter

Tags: Anthology Deftones Green Day King Animal Koi No Yokan Machine Fucking Head Live Machine Head Soundgarden Thrice ¡Dos! | permalink

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