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Die Heavy-Rock-Supergroup "Unisonic" um die ex-Helloween-Recken Michael Kiske und Kai Hansen begeistert mit einem kraftvollen, sehr abwechslungsreichen Debutalbum voller exzellenter Kompositionen im Top-Sound.
EMP Redaktion
von Oliver Kube(12.03.2012)Wohl kaum jemand dürfte bei einer Allstar-Besetzung um die ex-Helloween-Stars Michael Kiske am Mikro und Kai Hansen an der Gitarre weniger als ganz Großes erwarten. Und die im Weiteren aus Bassist Dennis Ward und Drummer Kosta Zafiriou (beide Pink Cream 69) plus Mandy Meyer (Gotthard, Krokus) an der zweiten Gitarre bestehende Supergroup, erfüllt die Ansprüche an ihr Debut auf bravouröse Weise. Supermelodisch, doch voller Speed und Power, legt der Fünfer mit dem Titeltrack los. Dem folgen das etwas langsamere, dafür wunderbar hymnische "Souls alive" und der radiotaugliche Midtempo-Rocker "Never too late", der auch von Unisonics Melodic-Rock-Vorläufer Place Vendome hätte stammen können. Weitere Highlights sind das schön 80er-mäßige "Never too late", das nachdenklich-epische "Renegade" und das progressiv angehauchte "We rise". Den perfekten, stimmungsvollen Abschluss eines top klingenden Erstlings voller hervorragender, sehr abwechslungsreicher Kompositionen und großartiger Instrumental- sowie Gesangsleistungen bildet dann die atmosphärische Ballade "No one ever sees me". Wow!
Interview

Das fehlende Puzzleteil
von Oliver Kube (05.03.2012)Die beiden ex-Helloweens Michael Kiske und Kai Hansen sind mit Unisonic zurück. Mit dabei sind Bassist Dennis Ward und Drummer Kosta Zafiriou (beide Pink Cream 69) sowie Gotthard- und Krokus-Gitarrist Mandy Meyer. Zur Veröffentlichung ihres Debutalbu...
WeiterlesenDie beiden ex-Helloweens Michael Kiske und Kai Hansen sind mit Unisonic zurück. Mit dabei sind Bassist Dennis Ward und Drummer Kosta Zafiriou (beide Pink Cream 69) sowie Gotthard- und Krokus-Gitarrist Mandy Meyer. Zur Veröffentlichung ihres Debutalbums sprachen wir mit Sänger und Frontmann Kiske.
EMP: Michael, hättest du geglaubt, dass du und Kai noch einmal in einer gemeinsamen Band spielen würdet?
Kiske: Dass es in einer Band sein würde, nein. Dass wir irgendwann wieder zusammen Musik machen würden, ja. Ich hatte immer einen immensen Respekt für sein Können und seine Kreativität. Wir haben uns bei Helloween damals sehr gut verstanden und er hat ja auch auf meinem 96er-Solodebut mitgemischt. Die alte Chemie war bei unseren gemeinsamen Auftritten während der Tour mit Avantasia, bei der wir beide als Gäste fungiert haben, gleich wieder da.
EMP: Dieses gute Feeling habt ihr problemlos auf Unisonic übertragen können?
Kiske: Allerdings. Kai und ich waren gerade zu zweit auf einer Promo-Tour durch Europa, bei der wir viele kleine Auftritte für Radiostationen gespielt haben - er mit einer akustischen Flying-V und ich mit einer Ukulele. Das war geil. Und das nicht nur musikalisch, sondern auch zwischenmenschlich. Ich bin jetzt schon ganz heiß auf unsere ersten elektrischen Shows. Die werden im Mai in Latein-Amerika steigen, bevor wir dann nach Europa kommen.
EMP: Unisonic existierte bereits etwa ein Jahr bevor Kai dazu kam...
Kiske: Ja, Dennis und Kosta hatten mich gefragt, ob ich, neben unserem gemeinsamen Melodic-Rock-Studioprojekt Place Vendome, nicht Bock hätte, auch mal wieder in einer live spielenden Band dabei zu sein. Da ich das Touren tatsächlich ein wenig vermisste, habe ich gern zugesagt.
EMP: Ihr habt dann schnell angefangen live zu spielen?
Kiske: Ja. Und es hat uns schon zu viert mächtig Spaß gemacht. Ich habe zu der Zeit die zweite Gitarre bedient, hatte aber irgendwie das Gefühl, dass noch ein weiteres Element fehlen würde. Der letzte Kick, der uns - sowohl auf der Bühne, als auch beim Songwriting und im Studio - von einer guten zu einer großartigen Band machen könnte. Zunächst waren Dennis, Kosta und auch Mandy nicht wirklich meiner Meinung. Als Kai dann aber dazu kam, peppte er unsere bereits vorhandenen Stücke mit seinem speziellen Touch extrem auf. Als er dann - zumeist in Kollaboration mit Dennis - auch noch ein paar perfekt passende neue Nummern beisteuerte, wussten die anderen drei exakt, was ich vorher meinte. Er ist einfach genau richtig für uns. Wer sich die Platte anhört und uns live sieht, wird genauso empfinden. Da bin ich mir sicher.
EMP: Werdet Ihr live Helloween-Songs spielen?
Kiske: Na, sicher. Das erwarten die Leute doch auch zu Recht. Wir werden nahezu das gesamte Unisonic-Album spielen. Dazu gibt es genügend Helloween-Tracks, an denen Kai und ich beteiligt waren und auf die wir auch richtig Bock haben. Es wird sicher Überraschungen geben. Wir waren ja lange genug dabei, dass wir nicht jeden Abend die gleichen vier oder fünf Songs spielen müssen.
EMP: Du warst nach längeren Phasen der Funkstille, in den 90ern und Anfang der 00er, zuletzt wieder sehr aktiv, was CD-Veröffentlichungen anging. Wird es in absehbarer Zukunft weitere Solo-, Duett- oder gar Band-Projekte mit dir am Mikro geben? Oder bist du mit Unisonic derzeit voll ausgebucht?
Kiske: Unisonic hat jetzt erst einmal absolute Priorität. Im Prinzip sind wir bis mindestens zum Ende des Jahres ausgebucht. 2013 plant Kai allerdings für Gamma Ray ein, um ein neues Album und auch eine Tour durchzuziehen. Das ist völlig okay und auch so mit dem Rest von uns abgesprochen. Da könnte es durchaus passieren, dass ich mit Kosta und Dennis eine weitere Place-Vendome-Scheibe mache. Außerdem müsste ich vertraglich - eigentlich sogar noch in diesem Jahr - ein weiteres Soloalbum produzieren. Das wird auch in Bälde passieren. Mit meinem Gitarristen Sandro Giampietro, der ja auch jahrelang für Helge Schneider gespielt hat, habe ich bereits einiges an Ideen dafür. Das Ganze dürfte sehr spontan und wahrscheinlich deutlich akustischer ausfallen. Ich bin selbst sehr gespannt darauf (lacht).
Back together
von Oliver Kube (19.12.2011)Eine Sensation zeichnet sich ab. Die Metal-Legenden und ehemaligen Helloween-Kumpels Michael Kiske und Kai Hansen machen wieder gemeinsame Sache. Komplettiert wird ihre neue Band Unisonic durch drei weitere Hochkaräter: Bassist Dennis Ward und Drumme...
WeiterlesenEine Sensation zeichnet sich ab. Die Metal-Legenden und ehemaligen Helloween-Kumpels Michael Kiske und Kai Hansen machen wieder gemeinsame Sache. Komplettiert wird ihre neue Band Unisonic durch drei weitere Hochkaräter: Bassist Dennis Ward und Drummer Kosta Zafiriou (beide Pink Cream 69) sowie Gotthard-, Krokus- und Asia-Gitarrist Mandy Meyer. Wir sprachen mit Kai Hansen über die Formierung des Quintetts.
EMP: Erzähl mal, wie du zu Unisonic kamst...< /br>
Hansen: Das ergab sich im Rahmen der letzten Avantasia-Konzerte, bei der Michi und ich ja beide als Gastsänger dabei waren. Wir verstanden uns während der gesamten Tour so gut, dass wir am Ende beschlossen, wieder zusammen zu arbeiten. Wir hatten drei Möglichkeiten. Erstens, ein Projekt. Was ich aber nicht wollte, denn diese Studiodinger braucht doch wirklich kein Mensch. Zweitens, Michi steigt bei Gamma Ray ein. Das wäre nicht so toll gewesen, weil die Band sich ja schon zu einem gewissen Grade auch über meinen Gesang definiert und ich auch einfach zu gern selbst hinter dem Mikro stehe. Außerdem sind Gamma Ray teilweise schon ziemlich heftig, was Michi nicht wirklich liegt.
EMP: Also blieb nur die dritte Möglichkeit...< /br>
Hansen: Genau, ich steige bei Unisonic ein.
EMP: Kanntest du die anderen Unisonic-Jungs denn bereits? < /br>
Hansen: Nicht wirklich. Also Kostas schon, denn der hat den Tourmanager auf der Helloween-Tour gemacht. Dennis hatte ich ein, zweimal kurz getroffen, mich aber nie länger mit ihm unterhalten und Mandy bin ich noch nie begegnet.
EMP: Ihr habt euch aber auf Anhieb verstanden? < /br>
Hansen: Ja, das war wirklich überraschend und sehr schön. Sowohl musikalisch, als auch zwischenmenschlich. Die Jungs sind alle wunderbar entspannt und unkompliziert. Und auch was das Spielen angeht, stimmt die Chemie absolut. Dennis und ich etwa, funktionieren als Songwriter-Team fast schon beängstigend gut. Auch auf der Bühne funkt es. Wobei wir erst eine Show gespielt haben; und das gleich bei einem riesigen Festival in Tokio. Wir hatten aber einen Riesenspaß und dem Publikum schien es auch gefallen zu haben.
EMP: Inwiefern hat sich dein Hinzukommen auf den Sound der Band ausgewirkt. < /br>
Hansen (lacht): Sie ist eindeutig heavier geworden. Dennis, Kostas und Michi hatten ja bevor sie mit Mandy gemeinsame Sache machten, bereits das Studioprojekt Place Vendome am laufen. Der Stil der Band ging in etwa in diese Richtung. Vielleicht ein wenig dreckiger und rauer, aber doch eher Melodic Rock. Ich würde unseren gemeinsamen Sound jetzt eher als Heavy Rock bezeichnen.
EMP: Wie sieht die nahe Zukunft aus? Wann kommt das Album? Wann und wo werdet ihr touren? < /br>
Hansen: Das Debutalbum erscheint weltweit Ende März. Danach werden wir zuerst in Südamerika und in Japan touren. Im Anschluss ist dann eine ganze Latte von Festivals in Europa angesagt. Im Herbst werden wir sehen, ob es Sinn macht noch eine Reihe Headliner-Dates in Deutschland oder vielleicht doch den Support für einen ganz großen Act zu spielen. Wie auch immer: wir freuen uns sehr darauf.