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Die Band gibt hier alles und scheint in ihren schwerdramatischen Kompositionen vollkommen aufzugehen. Vermengt werden auf dem neuen Album "Rubicon" Stilelemente aus edlem Gothic- und Symphonic Metal.
EMP Redaktion
von Markus Eck(29.06.2010)Scheinbar unendlich lange hat es angedauert, doch nun sind sie endlich zurück: Und die Band gibt hier alles und scheint in ihren schwerdramatischen Kompositionen vollkommen aufzugehen. Verwendet beziehungsweise vermengt werden auf dem neuen Album "Rubicon" höchst reizvolle Stilelemente aus den Bereichen Gothic-, Dark- und Symphonic Metal. In allen erdenklichen (doch immer dunkel schattierten) Klangfarben, höchst adäquat untermalt, wird diese Mixtur von hochmelodischem Keyboardspiel, dem ein ständig packender musikalischer Gigantismus innewohnt. Rührende, mitreißende Melodien, Gänsehaut erzeugende Gesangsarrangements, schwerstes Riffing - alles dabei, was man sich so das ganze Jahr über so erhofft, samt neuer spitzenmäßiger Sängerin Mariangela Demurtas! In den zahlreichen Bombast-Parts der Scheibe blühen Tristania vollends auf. Letztere schlagen immer zum genau richtigen Zeitpunkt wieder in anmutig besinnliche Melodieführungen um, denen wiederum dominierend kraftvollste und härteste Instrumentierung nachziehen, damit alles wieder von vorne beginnen kann. Edel!
Interview
Lust auf Neues
von Markus Eck (28.06.2010)2007 hinterließen sie ihren Fans mit dem Album "Illumination" eine gelungene Scheibe und die skandinavische Band ließ sich nachfolgend viel Zeit, um das neue und sechste Langwerk "Rubicon" in aller Ruhe kreieren zu können. Im Zuge dessen rekrutierten...
Weiterlesen2007 hinterließen sie ihren Fans mit dem Album "Illumination" eine gelungene Scheibe und die skandinavische Band ließ sich nachfolgend viel Zeit, um das neue und sechste Langwerk "Rubicon" in aller Ruhe kreieren zu können. Im Zuge dessen rekrutierten Tristania auch die neue Sängerin Mariangela Demurtas, die von Sardinien aus zu der etablierten Gothic Metal-Band stieß. Sorgfältig ausgewählt aus hunderten von Bewerberinnen, ersetzt sie nun auf "Rubicon" die ausgeschiedene Vibeke Stene, welche sich mittlerweile voll und ganz auf ihren eigentlichen Beruf als Lehrerin konzentriert. Das man im Hause Tristania alles andere als eine stimmliche Vibeke-Kopie haben wollte, ist dem facettenreichen Organ der heißblütigen Italienerin auch voll und ganz anhören. Bassist Ole Vistnes nahm sich gerne für uns Zeit. "Seit dem letzten Album überraschten uns einige Neuerungen bei Tristania, so manches blieb aber gleichzeitig beim Alten - beispielsweise unser Weg, neue musikalische Territorien zu entdecken und im Zuge dessen die Grenzen unserer Kunst auszudehnen", weiß der Viersaitenmann zu erzählen. Er ergänzt: "Eines der allerwichtigsten Elemente bei Tristania blieb über all die Jahre bis heute stark präsent: nämlich die Atmosphäre und die Stimmung in unseren Songs. So können die Hörer, die unsere Lieder von Anfang an verfolgt haben, auch auf ,Rubicon' so einige große, epische und symphonische Elemente hören, wie man sie von unseren ersten Veröffentlichungen her kennt. Ebenso legten wir großen Wert darauf, dieses Album sehr varianten- und detailreich zu halten, was eigentlich schon typisch für uns ist." So kann die neue Scheibe laut Ole oft gehört werden, um mit jedem Durchlauf immer wieder neue Feinheiten zu entdecken. "Und das gilt beispielsweise auch für den gesanglichen Bereich - Mariangela und Gast- beziehungsweise Live-Sänger Kjetil Nordhus sorgen für ereignisreiche Vokalerlebnisse. Und auch wenn man es nicht auf den ersten Hörer vermuten mag, aber Anders und Einar sind noch immer die Hauptkomponisten in der Band - wir alle hatten eben Lust auf neue und moderatere Ausdrucksformen", so der Tieftoner. So ist das perfekte Album für den Norweger denn auch das, welches unmittelbar die Aufmerksamkeit des geneigten Hörers erhält, welches aber auch mit jedem Abspielen zu wachsen imstande ist. "Nachdem man es einige Male gehört hat, liebt man es also noch immer, während man so einige neue Facetten darin entdeckt hat. Wir bemühten uns daher, eine neue Tristania-Platte zu machen, welche vor allem auch den musikalischen Horizont der Hörer erweitert."
Routiniers auf neuen Wegen
von Markus Eck (04.01.2007)Sehr fleißig waren sie, um das aktuelle Hörerlebnis in den digitalen Aufnahmekasten zu bringen - gerade mal ein Jahr nach dem letzten Album "Ashes" legen Tristania mit "Illumination" nun eine brandneue Liedersammlung vor. Und der stilistischen Richtu...
WeiterlesenSehr fleißig waren sie, um das aktuelle Hörerlebnis in den digitalen Aufnahmekasten zu bringen - gerade mal ein Jahr nach dem letzten Album "Ashes" legen Tristania mit "Illumination" nun eine brandneue Liedersammlung vor. Und der stilistischen Richtung, welche bereits auf "Ashes" so entschlossen gefahren wurde, blieben die etablierten norwegischen Gothic Metal-Macher um Vokalistin Vibeke Stene vollauf treu. Wie die sieben Skandinavier zu ihrer Kunst stehen, offenbarte mir Frontmann Osten Bergoy.
Der im Gespräch sehr besonnen wirkende Vokalist, welcher für die Klargesänge verantwortlich zeichnet, sieht in "Illumination" die perfekte Symbiose aus alten und neuen Tristania-Elementen. "Wir haben diesmal nicht allzu viele extreme Gesangselemente in den Liedern verwendet - was auch daran liegt, dass derjenige, welcher auf ,Ashes' so biestig grollte, uns mittlerweile verlassen hat." Auf der Bühne übernimmt Gitarrist Anders Hoyvik Hidle daher nun den verbleibenden Growl-Anteil, so Osten. "Die neuen Kompositionen sind ohnehin insgesamt etwas ruhiger ausgefallen, sodass dies keine allzu große Belastung für Anders darstellt." Dass "Illumination" in Sachen Anmut der Songs grundsätzlich ein wenig anders ist, als man dies von diesen Gothic Metal-Bekanntheiten bisher gewohnt war, dafür sorgte nicht zuletzt Produzent Waldemar Sorychta. "Der Mann versteht sein Handwerk perfekt, schließlich war er selbst aktiver Musiker und ist zudem nicht erst seit gestern dabei. Mit ihm verstanden wir uns prima, das ganze Team ergänzte sich gegenseitig optimal. Waldemar brachte uns immer wieder auf ganz neue Ideen, die wir gerne annahmen - was sich hervorragend für eine ergiebige Konstruktivität eignete. Aber auch sonst unterschied der vorangegangene Aufnahmeprozess sich schon ganz entschieden von unseren früheren Studio-Sessions. Uns kam das nur gelegen, denn so mussten wir nicht befürchten, in Routine zu verfallen. Neues Blut ist immer gut. Wir spürten von Anfang an, dass Waldemar der Richtige für uns ist. Bereits, als er zur Vorproduktion zu uns nach Norwegen reiste, stimmte die Chemie mit ihm in Vollendung. Er und Anders hatten sich binnen weniger Stunden Kooperation gleich exzellent aufeinander eingespielt, und von dem Punkt an stand einer äußerst fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten nichts mehr im Wege."