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Tenacious D rocks! Das schräge Rock-Duo bestehend aus den Schauspielern Jack Black (Schwer verliebt) und Kyle Gass (Guitarings) startet mit seinem derben Humor, seinen grenzdebilen Texten und bestem Rock'n'Roll immer wieder einen Angriff auf die Lachmuskeln seiner Fans. Der Aufdruck auf diesem T-Shirt "Tenacious D rocks" ist daher wirklich wörtlich zu nehmen.
Interview
Engelchen und Teufelchen in einer Band
von Peter Kupfer (23.03.2012)Der Hype um Tencious D ist enorm und so einige Menschen werden diesen Hype nicht verstehen. Was soll man mit einer Band anfangen, die sich selbst als "Spaß-Duo" bezeichnet und darüber hinaus einen Raubzug in der Musiklandschaft tätigt, um ihre Band z...
WeiterlesenDer Hype um Tencious D ist enorm und so einige Menschen werden diesen Hype nicht verstehen. Was soll man mit einer Band anfangen, die sich selbst als "Spaß-Duo" bezeichnet und darüber hinaus einen Raubzug in der Musiklandschaft tätigt, um ihre Band zur "erfolgreichsten Rockband aller Zeiten" zu machen? Aber gerade dieses Konzept geht bei Jack Black und seinem "Buddy" Kyle Gass auf und das mit einem wahnsinnigen Erfolg. "Rize of the Fenix" stellt erst das dritte Album der Band dar und wenn man bedenkt, dass das erste Album eine Zusammenstellung aus TV-Auftritten und das zweite Album der Soundtrack zum Film "Pick Of Destiny" war, haben die Kritiker genug Futter, um die Band in der Luft zu zerreißen. Gerade dies lässt aber das schwergewichtige Duo kalt! Im Gegenteil, sie machen sich aus dieser Kritik sogar einen Spaß und ziehen sich selbst ins Lächerliche! Was aber tun, wenn man nun einen Interviewtermin mit den Herren zugeteilt bekommt und dieser in einer Konferenzschaltung per Telefon noch stattfinden soll? Was kann man fragen und auf was muss man sich einstellen? Fragen, die hier leider auftreten, da man sich in keiner Weise passend auf diesen Termin vorbereiten kann. Man sitzt quasi auf einem Pulverfass und kann nur hoffen, dass die zwei Amerikaner nicht das Streichholz zücken. Doch das tun sie und wie! Von der ersten Minute an läuft das Gespräch genau so, wie sich die Herren JB und Kage sich das vorstellen. Gelächter hier, dumme Sprüche da. Man ist hilflos der Sache ausgeliefert und kann nur hoffen, im Laufe des Gesprächs die Herren durch fundiertes Wissen auf seine Seite ziehen zu können. Das Konzept des Gesprächs: Engelchen und Teufelchen, die auf der Schulter des Journalisten sitzen und die Fragen beantworten. So haben sie eine Spielwiese, können ihren ausgeprägten Humor ausleben und man kann noch Informationen erhaschen, welche die Antworten auf die eigentlichen Fragen waren. Sofort willigt man ein und das Duo ist von der Idee angefixt. Die Rollenverteilung ist an für sich klar. JB, der ständig auf Kage herumhackt, ist der Teufel und Kage dementsprechend der Engel. Aber denkste! Die beiden streiten sich erst in humorvoller Manier darüber, wer nun der Teufel sein darf, da beide diese Rolle für sich beanspruchen. Nach einer Minute ist man sich einig und die Rollenverteilung ist so, wie sie angedacht war. Der Spaß kann nun definitiv beginnen! Bei mehr als 7 Milliarden Menschen auf der Erde fragt man sich doch, wieso Gott sich gerade diese zwei Vögel ausgesucht hat, um den Rock 'n' Roll zu vererben? Kage als Engel antwortet sofort, dass er sich der Sache auch nicht sicher ist, aber letztendlich glücklich ist, dass er zu den Auserwählten zählt. Der Teufel, in Form von JB, antwortet leider etwas zögerlicher. "Dies ist eine schwierige Frage, da ich nicht an Gott glaube. Ich denke aber, da er ein dicker, attraktiver und idealistischer Mann ist, hat er uns ausgewählt." Da gibt der Himmelsvater den beiden schon diese Gabe und die Jungs machen erst mit dem dritten Album ein richtiges Studioalbum, welches mit solidem Rock auffährt und auch erkennen lässt, dass die zwei Herren mehr als Stand-Up-Comedy auf dem Kasten haben (und am Schlagzeug sitzt mal wieder Dave Grohl, der sicher Besseres zu tun hat, als zwei Ulknudeln unter die Arme zu greifen um erfolgreich zu werden). Hier auch wieder die Frage nach dem Wieso?"Nun ja, wir haben keine TV-Show und wir haben keinen Film", antwortet der Engel beharrlich und der Teufel stachelt gleich: "Kyle, wieso? Wieso? Du musst schon anständig antworten, wenn Du gefragt wirst! Was ist denn das bitte für eine Antwort?". Das Engelchen kommt ins Straucheln und der Teufel übernimmt das Wort: "Wieso? Weil es Zeit wurde. Es sind richtige Songs von Gotteshand! Wir haben das Dreirad hinter uns gelassen und haben richtige Songs. Kennst Du ein Dreirad und gibt es das auch bei euch in Deutschland? Die Dinger, auf denen die Kids fahren, bevor sie aufs Fahrrad umsteigen!" Der Engel lacht, alle lachen und man muss sich erst mal wieder sammeln! Aber wer steckt hinter den Typen Jack Black und Kyle Gass? Comedians, die eine Fernsehsendung hatten und in etlichen Videos ihre Kilos durchs Bild schieben. Black ist erfolgreicher Synchronsprecher und arbeitet an einigen anderen Projekten, wie dem PC-Spiel Brütal Legend (bei dem er auch seine Finger mit im Spiel hat). Aber lesen kann man vieles. Was sagen die zwei Herren jeweils vom anderen, wenn man ihnen 30 Sekunden gibt, den anderen zu beschreiben? Der Teufel beginnt: "Er ist ein unglaublich intelligenter, kraftvoller, talentierter Musiker", wobei der Engel Kage vor Lachen am Boden liegt. "Jack ist eine Entertainment-Maschine, ein liebevoller Mensch, der die Massen unterhält". Der Teufel ist still und genießt. Es wird klar, dass der Teufel doch die Oberhand im Gespann Gass/Black hat und dies stellt die Frage, wieso immer der Teufel am längeren Hebel sitzt und Gass selbst vor sexuellen Übergriffen nicht bewahrt werden kann. Kann man da von Freundschaft sprechen? "Ja, klar haben wir eine Freundschaft. Es ist das essentielle Thema in unserer Band und wie kommst Du nun darauf, dass diese bei uns nicht besteht?", empört sich der Teufel. Wieso? Kyle ist ständig das Opfer und muss unter Androhung von Schlägen funktionieren. "Ach so, OK! Ja, das stimmt! Aber dies ist eine besondere Beziehung und wenn Kyle nun auf diese Frage antwortet, ob er darunter leidet, dann schlag ich ihm die Scheiße aus dem Körper." Der Teufel steuert nur noch ein "was sich liebt, das neckt sich" bei. "Hey, lass Kyle in Ruhe und frag ihn nichts zu seinen Gefühlen. Das ist eine Sache zwischen ihm und mir". OK, wir fragen nicht weiter, zumal die Tränen vor Lachen mittlerweile fließen. Tenacious D machen vieles, wenn nicht sogar alles richtig und der Erfolg gibt ihnen Recht. "Wir kommen bald rüber zu euch um amtlich zu rocken", versprechen Engel und Teufel im Chor! Begeistern werden die Herren auf jeden Fall, da bei all dem Witz und der Selbstironie immer noch eingängiger Rock im Vordergrund steht, der ehrlich, handgemacht und gut ist. Und vielleicht wird es noch was mit der "erfolgreichsten Band aller Zeiten".
Wahnsinn mit Methode
von Marcel Anders (03.01.2007)Im wahren Leben sind Jack Black und Kyle Gass Schauspieler, deren Karriere unterschiedlicher kaum sein könnte: Gass ist ein beleibter Mittvierziger, der allenfalls in Nebenrollen ("Elf") auftaucht. Black dagegen ein erfolgreicher Hollywood-Darsteller...
WeiterlesenIm wahren Leben sind Jack Black und Kyle Gass Schauspieler, deren Karriere unterschiedlicher kaum sein könnte: Gass ist ein beleibter Mittvierziger, der allenfalls in Nebenrollen ("Elf") auftaucht. Black dagegen ein erfolgreicher Hollywood-Darsteller, zu dessen Blockbustern u.a. "School Of Rock", "Nacho Libre" oder "King Kong" zählen. Trotzdem sind die beiden seit 21 Jahren beste Kumpels und unterhalten mit Tenacious D. eine Hobby-Band, die seit ihrem Debut von 2001 als schwer kultig gilt. Jetzt, fünf Jahre später, der zweite Streich: Die Album/Film-Kombi "The Pick Of Destiny". Darin geht es um zwei Nerds, die die größten Rockstars der Welt werden wollen. Und das mit Hilfe eines magischen Gitarren-Plektrons, das schon Angus Young, Jimmy Page und Eddie van Halen reich und berühmt gemacht hat. "Das Ganze ist eine nette, kleine Fantasie - eine Art ,Zauberer von Oz' für Erwachsene. Also mit viel Rock'n'Roll, Drogen und Sex", schwärmt Black. Und damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Denn im Streifen wird gekifft, geflucht, gerockt, prallen Busen nachgestellt und ein knallhartes Rockstar-Training mit "Penis Push-ups" (Schwanz-Liegestützen) absolviert. "Ich weiß nicht, wie wir auf die Idee gekommen sind", lacht Kyle. "Aber ich kann euch sagen, das tut ganz schön weh. Man kann sich das Teil nämlich durchaus brechen, auch wenn es keinen Knochen hat. Also, liebe Kinder, versucht es gar nicht erst. Spielt da lieber weiter mit euren fünf Fingern rum." Und lasst euch - das ist Jacks Ratschlag für ,Tschörmänie' - nie mit dem Teufel ein. Dessen Deals sind nämlich immer scheiße und dienen nur dazu, "dich zu seinem Sex-Sklaven zu machen." Ein Schicksal, dem Kyle nur knapp entgeht, weil er und Jack beim so genannten "Rock Out" (Wettrocken) gegen das Biest gewinnen. Dahinter verbirgt sich, wie im "Tribute"-Video, Foo Fighter Dave Grohl, der einen grandiosen Satan gibt. "Wir haben ihn durch 15 Stunden Maske geschickt, und er hat einen tollen Job geleistet. Er ist unser Lieblingsteufel", so Jack. Aber eben nicht der einzige Gaststar des Albums/Films. Da sind noch Ben Stiller, Ben Afflek, Ronnie James Dio und Meat Loaf als prügelnder Redneck-Vater am Start. Jack: "Davon habe ich immer geträumt - einmal von Meat vermöbelt zu werden. Das war sau-komisch." Wie überhaupt der gesamte Film, der an eine Mischung aus "Wayne's World" und "Airheads" erinnert, und im Februar 2007 in Deutschland startet. "Wer da nicht lacht, ist entweder blind, taub, oder beides", so Jack. Auch das ist nicht übertrieben.