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Das Album wurde komplett remastert und mit einem zusätzlichen Bonustrack versehen.
Tankard sind neben Kreator, Sodom, Holy Moses und Destruction eines
der Urgesteine der deutschen Thrash Metal Geschichte. 15 Alben haben
die Jungs um Frontmann Gerre im Kasten. Tankard sind Kult und wer "Disco Destroyer" noch nicht in seiner Sammlung hat, der sollte das spätestens
jetzt nachholen.
EMP Redaktion
von Jürgen Tschamler(05.12.2006)Tankard muss man nicht vorstellen. Die deutschen Thrash Urgesteine um Kult-Kullerkugel Gerre sind ein Begriff in der Szene. Da sich die Band in den letzten Jahren wieder im Aufwind befindet steigt die Nachfrage nach älteren Alben, die zu weil ausverkauft sind, sprich komplett vom Markt verschwunden sind. So entschloss man sich "Disco destroyer" (1998) und "Kings of beer" (2000) wieder zu veröffentlichen. Gerade "Kings of beer" enthält ein paar unverwüstliche Gassenhauer in Form von "Flirtin' with desaster", "Hot dog inferno", "Hell bent for Jesus" oder eben den Titeltrack "Kings of beer". Als Bonus hat man dem Re-Release die Metallica Cover-Version "Damage Inc." spendiert! Klassisch! "Disco destroyer" von 1998 war nicht ganz so stark ausgefallen, muss man ehrlicherweise sagen. Dennoch klingen "Death by whips", "Mr. Superlover" oder "Another perfect day" (nein, kein Motörhead Cover!) sehr gelungen und amüsant. In den Backing-Vocals haben sich damals die beiden Paragon's Martin und Markus wiedergefunden. Als Bonustrack haben Tankard hier Manowar's "Fast taker" vergewaltigt! Ob bei beiden Alben die Booklets überarbeitet wurde ist mir leider nicht bekannt, aber die Möglichkeit ist gegeben.
Interview

30 Jahre ohne Kompromisse
von Jürgen Tschamler (02.07.2012)2012 feiern Tankard ihr 30-jähriges Bandbestehen und präsentieren gleichzeitig ihr neues und fünfzehntes Studioalbum "A girl called cerveza"! Die Frankfurter Band um Kultshouter Gerre untermauert damit überdeutlich die Redensart "Je oller desto dolle...
Weiterlesen2012 feiern Tankard ihr 30-jähriges Bandbestehen und präsentieren gleichzeitig ihr neues und fünfzehntes Studioalbum "A girl called cerveza"! Die Frankfurter Band um Kultshouter Gerre untermauert damit überdeutlich die Redensart "Je oller desto doller" und legt ein bemerkenswertes Album vor, das keinerlei Schwächen offenbart. Gerre, wie immer nicht auf den Mund gefallen, hatte einiges zu erzählen. Gerre, das neue Album klingt auf eine Art ziemlich old schoolig, sprich Songs und Produktion sind recht Retro gehalten. Habt ihr euch am aktuellen old school-Trend orientiert? "Also ehrlich gesagt finde ich den Sound nicht sonderlich old schoolig, alles ist sehr transparent wie auf "Vollume 14", allerdings knallen die Gitarren deutlich besser als auf der letzten Scheibe, das war vorher auch schon so mit unserem Produzenten Michael Mainx besprochen. Ich denke, dass wir einen sehr zeitgemäßen, aber auf keinen Fall aufgeblasenen Sound auf der neuen Scheibe hinbekommen haben. Eine Scheibe wie anno 1988 rauszubringen liegt eh nicht in unserem Sinne." Doro konntet ihr für den Song "The Metal lady boy" gewinnen. Erzähl mal wie ihr auf Doro als Gast gekommen seid und warum für dich dieser Song einer der Highlights des Albums ist? "Ich bin ja seit Jahren bekennender Doro-Fan und war letzten Dezember in Aschaffenburg bei ihrem Konzert. Irgendwann erblickte mich die Gute im Publikum und ich musste für ein paar Takte bei "All we are" mitträllern. Später Backstage fragte ich sie, ob sie denn nicht bei uns auf der nächsten Scheibe bei einem Lovesong mitsingen möchte. Ich schickte ihr dann die Demoversion des Songs zu und sie war ganz angetan davon. Der Song war von Anfang an mein Lieblingssong, da der Refrain so geil catchy und der Text äußerst witzig ist. Unsere traumatischen Erlebnisse während unseres ersten Thailand-Trips werden hier verarbeitet! Von daher musste bei diesem Song auf jeden Fall eine Frauenstimme her. Mit Doro haben wir die perfekteste aller Lösungen gefunden." Ist Studioarbeit für euch inzwischen Routine oder kommt da immer noch Aufregung auf, wenn man für ein neues Album ins Studio geht? "Es bricht nach wie vor noch ziemliche Hektik aus, da wir immer zu spät mit dem Songwriting anfangen. Aber ich glaube, wir brauchen diesen Druck, um gute Songs zu komponieren. Im Studio selbst weiß man natürlich ungefähr, was auf einen zukommt, dass war natürlich zu "Zombie-Attack" -Zeiten anders, nichtsdestotrotz ist es immer wieder eine neue Herausforderung. Von daher würde ich auf keinen Fall von Routine sprechen!" Das ist euer 15. Studioalbum in knapp 30 Jahren Bandbestehen. Was für ein Gefühl kommt da in dir auf, wenn du dir diese Zahlen vor Augen hältst? "Manchmal muss man sich da echt die Augen reiben, um nicht wie in einem Traum aufzuwachen. Es macht uns schon ein wenig stolz, so lange durchgehalten zu haben, sich nicht hat verbiegen lassen, auch als der Thrash speziell Mitte bis Ende der Neunziger nicht sonderlich angesagt war." Auch Tankard hatten über all die Jahre ihre Ups and Downs. Rückblickend, was war für dich in diesem Zusammenhang ein absolutes Tief bzw. absolutes Hoch? "Absolutes Tief war auf jeden Fall das Jahr 2000, als ich nach einer Mandeloperation für einige Monate mit dem Singen aufhören musste, aber zum Glück hat sich dann alles wieder eingerenkt. Absolute Höhepunkte waren die unzähligen Reisen ins Ausland, insbesondere Südamerika und natürlich unser Auftritt vor dem DFB-Pokalfinale 2006 in Berlin, das bleibt unvergessen. 3,5 Minuten Gänsehautfeeling für die Ewigkeit!"
Humpen Nummer 14!
von Andreas Reissnauer (15.11.2010)Mit "Vol(l)ume 14" veröffentlichen die ewig jugendlichen Tankard tatsächlich schon ihr sage und schreibe 14. Studioalbum. Chapeau! Und schon beginnt Sänger Gerre an zu erzählen: "Diesmal wollten wir etwas anderes ausprobieren und haben deshalb gemein...
WeiterlesenMit "Vol(l)ume 14" veröffentlichen die ewig jugendlichen Tankard tatsächlich schon ihr sage und schreibe 14. Studioalbum. Chapeau! Und schon beginnt Sänger Gerre an zu erzählen: "Diesmal wollten wir etwas anderes ausprobieren und haben deshalb gemeinsam mit Michael Mainx (Onkelz, Der W., Disbelief, etc.) aufgenommen. Insbesondere beim Gesang wurde ziemlich viel ausprobiert und herumexperimentiert, da steckt echt viel Arbeit drin. Kurios war diesmal, dass ich während der ganzen Produktion nicht einen Tropfen Alkohol getrunken habe! Traditionell werden normalerweise spätestens beim letzten Stück, das ich einsinge, die Korken knallen gelassen. Diesmal haben wir aber bis vier Uhr nachts den letzten Song aufgenommen und ich musste danach noch 130 km nach Hause fahren und am nächsten Morgen um neun Uhr frisch geschniegelt auf der Matte stehen." Musikalisch wirkt das Album auf mich recht verspielt und auch melodischer als gewohnt. "Wo Tankard draufsteht, ist auch Tankard drin. Es kann allerdings sein, dass diese Scheibe einen Tick melodischer ausgefallen ist, das mögen aber andere beurteilen. Das Songwriting lag diesmal einzig und alleine in den Händen unseres Gitarristen Andy und da ziehe ich meinen Hut vor ihm, wie er das in der ganzen Hektik hinbekommen hat." In "The agency" geht es um habgierige Banken, richtig? Passt ja zu euch Frankfurtern. "Wir leben zwar in der geilsten Stadt der Welt, aber die Banker können einem teilweise echt auf den Zeiger gehen. Bei ,The agency' geht es um die Abgebrühtheit von Rating-Agenturen und wie sie über das Aufsteigen und den Fall ganzer Unternehmenszweige bestimmen und so Wirtschaftskrisen auslösen können - natürlich gespickt mit einer gehörigen Portion Sarkasmus!" Ein anderer Song nennt sich "Weekend warriors". Das seid ihr seit einer guten Dekade. Ich denke mal, ihr vermisst es auch nicht, für 2-3 Wochen auf Tour zu sein und bevorzugt die Wochenendtrips, oder? "Wir sind alle berufstätig und da die anderen Bandmitglieder alle Familie haben - ich bin als einziger immer noch Single - können wir alleine schon aus zeitlichen Gründen keine komplette Tour mehr machen. Jede freie Minute wird allerdings in die Band gesteckt, so dass wir auf unsere 30-35 Shows pro Jahr kommen. Das hat alles auch nichts mit unserem doch etwas fortgeschrittenen Alter zu tun." "Vol(l)ume 14" wird es in verschiedenen Formaten geben. "Stimmt, als Jewelcase-CD, als Limited Edition-CD mit Bonus-DVD, inklusive unseres kompletten Auftritts auf dem letztjährigen Headbangers Open Air, als LP und auch als Download. Nächstes Jahr werden über Universal endlich unsere alten CDs von ,Zombie attack' bis ,The tankard' als Nice Price wieder erhältlich sein. Desweiteren arbeiten wir seit geraumer Zeit mit High Roller Records zusammen, die alles von uns auf Vinyl rausgebracht haben bzw. noch rausbringen werden, was noch nie als LP erschienen ist. Ansonsten kann ich mich nur bei unseren treuen Fans für ihren jahrelangen und unermüdlichen Support bedanken, ein dickes Prost auf die nächsten 28 Jahre Tankard!"
25 Jahre Bier Metal
von Lisa Hofer (04.07.2007)Unglaublich wie die Zeit vergeht, es scheint als hätte man sich erst gestern mit einem breiten Grinsen über die "Zombie attack" gefreut, und doch sind schon 25 Jahre ins Land gezogen seit Andreas "Gerre" Geremia und seine trinkfeste Meute auf Tankard...
WeiterlesenUnglaublich wie die Zeit vergeht, es scheint als hätte man sich erst gestern mit einem breiten Grinsen über die "Zombie attack" gefreut, und doch sind schon 25 Jahre ins Land gezogen seit Andreas "Gerre" Geremia und seine trinkfeste Meute auf Tankard anstießen. Damals ahnte noch niemand, welch langwierige Angelegenheit diese Thrash Metal-Party werden würde, doch die Fans blieben ihren Helden über die Jahre hinweg treu. Zum Jubiläum haben Tankard ihre größten Hits neu aufgenommen und bringen ein hochprozentiges Album auf den Markt.
"Das Teil kommt gleich in drei Varianten raus: Einmal als normale CD, dann als 2-CD Digibook mit einer Tribute-CD und schließlich auch noch als Vinyl-Box, dort sind die letzten vier Platten samt der "Best of" als Picture-Discs, ein Bierkrug, ein T-Shirt und ein Aufkleber drin. Diese Version ist streng limitiert auf 1.000 Einheiten!", knallt Gerre erst einmal die Fakten auf den Tisch. Das erneute Einspielen der Klassiker scheint gefallen zu haben: "Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, den alten Quatsch noch mal neu einzuprügeln, was haben wir doch damals für geisteskranke Songs geschrieben", lacht der Frontmann und fügt hinzu: "Hinter den Texten stehen wir selbstredend immer noch, auch wenn die Grammatik oftmals sehr zu wünschen übrig lässt. Unsere damalige Plattenfirma Noise wollte bei der ersten Scheibe ,Zombie attack' die Lyrics Korrektur lesen lassen, es hat sich jedoch niemand gefunden, der sich dieses Schwachsinns annehmen wollte, alle haben sich geweigert, was mir bis heute unverständlich ist." Humor ist nach wie vor eine der Stärken im Hause Tankard, kein Wunder, denn in den vergangenen Jahren ist viel Skurriles passiert. "Nachdem ich in Bremen bei einem Konzert von der Box gesprungen bin und dabei einem Fan aus Versehen das Bein gebrochen habe, wollte ich mich nach der Show bei ihm entschuldigen. Auf der Bahre liegend meinte er nur: Warum? War doch total geil!", schüttelt Gerre verwundert den Kopf und setzt noch einen drauf: "Unvergesslich war auch ein Festival in Tschechien, wo unser Bassist in die Menge sprang, minutenlang weiterspielte, wir ihn aber nicht mehr sahen. Des Rätsels Lösung: Er stand auf der zweiten Bühne, rockte einfach weiter und wunderte sich gar nicht, wo seine Mitstreiter waren. Ich glaube er war etwas vernebelt." In all den Jahren stand aufgeben nie zur Debatte, das einzige was Gerre und seiner Mannschaft gelegentlich zum Halse heraus hing, war wohl das Bier: "Ich hatte mal im Jahr 2000 über mehrere Monate Stimmband- und Halsprobleme nach einer Mandel-OP, das war schon ätzend, tatenlos zuzusehen und nicht proben geschweige denn live spielen zu können. Aber die Band hin zu schmeißen war nie ein Thema, auch wenn Thrash Metal von Mitte bis Ende der Neunziger gar nicht mehr angesagt war und wir nur wenige Gigs spielen konnten, zu denen obendrein kaum Leute kamen. Der Spaß stand bei Tankard schon immer im Vordergrund. Außerdem ist es eine beachtliche Leistung, 25 Jahre mit so einer chaotischen Band durchzuhalten". Auf die nächsten 25 Jahre!
Je oller desto toller
von Jürgen Tschamler (05.04.2006)
Tankard
Je oller desto toller
von: Jürgen Tschamler
vom: 05.04.2006
Ihre Leidenschaft für die Eintracht und Äppler wird ebenso unverblümt in der Öffentlichkeit zur Schau gestellt, wie die Leidenschaft zur Musik. Diese knallt auf dem neuen T...
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Tankard
Je oller desto toller
von: Jürgen Tschamler
vom: 05.04.2006
Ihre Leidenschaft für die Eintracht und Äppler wird ebenso unverblümt in der Öffentlichkeit zur Schau gestellt, wie die Leidenschaft zur Musik. Diese knallt auf dem neuen Tankard Album "The beauty and the beer" wieder voll durch. Nach dem Killerscheibchen "Beast of Bourbon" von 2004, kann man sich noch einmal steigern. Alles andere als Hüftsteif kommen die Frankfurter 2006 daher und feuern fulminant ein typisches Thrash-Feuerwerk ab, welches bei genauer Betrachtung aber doch dezente Unterschiede zum Vorgänger aufweist. Gerre, das Wort geht an dich!
"Zum einen ist die Produktion noch besser ausgefallen als beim letzten Mal. Der Sound wirkt voller, einfach fetter. Andy Classen hat da wieder richtig gute Arbeit geleistet. Zum anderen sind die Stücke auch einen Tick eingängiger ausgefallen als auf ,Beast of bourbon', das doch wesentlich old schooliger klang. Die neuen Stücke haben coolere Melodien und sind auf eine gewisse Art sogar eingängiger."
Für den Song "The beauty and the beast" habt ihr ein Video in eurer Stammkneipe dem Speak Easy gedreht ...
"Stimmt, und nicht nur da. Wir waren da auch noch in einem gewissen Etablissement mit Whirlpool-Einsatz und Mädels. Im Speak Easy waren dann noch ein paar mehr Mädels dabei und die Sache ist richtig prollig ausgefallen. Naja, so typisch Tankard eben. Die ganze Aktion passt so richtig zu uns und hat enormen Spaß gemacht." Gerre, seit kurzem gibt es Tankard Bettwäsche. Teufel auch, wer ist denn auf die Idee gekommen? "Das war Buffo, unser Manager. Er kam eines Tages mit der Idee angeschlappt. Aber anderseits finde ich es irgendwie schon witzig, und nett sieht die Bettwäsche auch aus. Jetzt kann man nicht mehr nur von uns träumen, nein, man kann auch mit uns schlafen - täglich. Das hat doch was ... grins" Gegen Ende des letzten Jahres wurde die erste Tankard DVD mit dem Titel "Fat, ugly and still (a)live" veröffentlicht. Ist das Medium mittlerweile ein Muss, selbst für eine Band wie Tankard? "Gute Frage. Ich denke, man kommt an dem Medium einfach nicht mehr vorbei. Überraschenderweise hat sich unsere DVD laut Label bisher sehr gut verkauft und die haben kürzlich eine zweite Auflage nachgezogen. Ich finde das auch ganz nett, wenn neben dem Live-Material auch Einblicke ins wahre Leben der Bands mit auf einer DVD sind. Es ist zwar viel Arbeit solch eine DVD zusammenzustellen, aber ich denke, für die Fans ist das eine gute Sache."