Interview

The biggest thing ever
von Oliver Kube (07.03.2013)Dieser Tage erschien nun die sehnlichst erwartete zweite CD von Stone Sours genialem "House of gold & bones"-Projekt. Wir befragten Frontmann Corey Taylor und Gitarrist Jim Root, die ja beide "nebenher" auch noch zu den kreativen Köpfen der kolossal ...
WeiterlesenDieser Tage erschien nun die sehnlichst erwartete zweite CD von Stone Sours genialem "House of gold & bones"-Projekt. Wir befragten Frontmann Corey Taylor und Gitarrist Jim Root, die ja beide "nebenher" auch noch zu den kreativen Köpfen der kolossal erfolgreichen Slipknot zählen, zur Entstehung beider Scheiben, aber auch zur bereits gestarteten Tour der Amerikaner.
EMP: Hallo Jungs, ist die "House of gold & bones"-Geschichte mit "Part 2" abgeschlossen oder gibt es unter Umständen irgendwann noch eine Fortsetzung?
Taylor: "Diese zweiten zwölf Songs bilden den Höhepunkt und gleichzeitig den Abschluss der Story. Für einen dritten oder gar vierten Part gibt es keine Pläne."
EMP: Inwiefern hat es den Kreativprozess verändert, dass ihr erstmals mit einem textlichen Konzept gearbeitet habt?
Taylor: "Die Musik war schnell fertig. Da haben wir extrem effizient gearbeitet. Die von mir geschriebene Kurzgeschichte in Lyrics umzuwandeln, gestaltete sich dagegen deutlich diffiziler und langwieriger. Die Story musste fließen, ohne dass ich Dinge wegließ oder einbaute, die den Sinn und das inhaltliche Gerüst verzerrt hätten. Ich habe bei noch keinem unserer Alben - egal ob Stone Sour oder Slipknot - so viele Überarbeitungen und Änderungen benötigt, wie bei diesem Projekt. Das Ergebnis rechtfertigt aber all diese Investitionen in Sachen Zeit und Mühe problemlos".
EMP: Auf beiden CDs spielt Rachel Bolan von Skid Row die Bassparts für euer 2011 ausgestiegenes Gründungsmitglied Shawn Economaki. Warum ist er nicht auch auf der in Australien bereits gestarteten Welttournee zu "House of gold & bones" dabei?
Root: "Wir sind eng mit Rachel befreundet und haben ihn natürlich gefragt, ob er dabei ist. Leider musste er uns aber absagen. Er ist der Hauptsongschreiber bei Skid Row und steckt jetzt mitten in den Arbeiten an deren neuem Album."
EMP: An Bolans Stelle steht nun Johny Chow von Cavalera Conspiracy und Fireball Ministry mit euch auf der Bühne. Wie läufts mit ihm?
Root: "Großartig. Johny passt super zu uns - menschlich als auch musikalisch. Ich denke, wir haben noch nie so gut geklungen wie wir es jetzt gerade tun."
EMP: Wird Johny fest in die Band einsteigen?
Root: "Um das zu sagen, ist es noch ein wenig früh. Wir sind sehr happy mit ihm und er hat offenbar auch Spaß. Wir werden aber abwarten, wie beide Seiten am Ende der Tour denken. Zumal er ja auch noch bei den genannten anderen Bands eingebunden ist. Es kann gut sein, dass Johny bald fest dabei ist, aber auch dass wir kein neues Mitglied aufnehmen und zukünftig weiter mit Sessionmusikern arbeiten."
EMP: Wie geht es eurem Drummer Roy Mayorga nach seinem Schlaganfall 2011. Ist er wieder 100% fit?
Taylor: "Ich bin glücklich und auch stolz sagen zu können, dass es ihm sehr gut geht und er uns anderen mit seinem Einsatz und Engagement jeden Abend einen mächtigen Arschtritt versetzt. Sein Spiel und seine Kreativität auf den neuen Alben sind seine beste Leistung für die Band bisher. Nicht nur als Drummer, sondern auch als Komponist, am Sampler, am Piano etc."
EMP: Ihr spielt im Sommer einmal mehr bei "Rock am Ring" und "Rock im Park", wo ihr ja schon fast Stammgäste seid. Wird es danach noch eine reguläre Deutschlandtour geben?
Taylor/Root: "2014 wird es eine gigantische Welttournee geben. Wir planen jeweils zwei Shows pro Stadt und Venue. Dabei werden wir am ersten Abend den ersten Teil und am zweiten den zweiten in voller Länge plus Zugaben aus den anderen Alben spielen. Das Ganze wird sehr visuell mit massig Licht, riesigen Videoleinwänden und aufwändiger Bühnendeko. Das wird die größte Sache, die wir je durchgezogen haben und wir werden damit DEFINITIV auch nach Deutschland kommen."
Stone Sour stehen an einem Scheideweg und müssen Entscheidungen treffen
von Peter Kupfer (17.09.2012)Corey Taylor sitzt entspannt, mit Zigarette hinter dem Ohr, auf seinem Sofa und bietet Kaffee an. Vollprofi eben, aber nicht nur, wenn es um neue Interviews geht, sondern auch beim Schreiben von neuen Alben. Der Erfolg wird sich auch mit "House of go...
WeiterlesenCorey Taylor sitzt entspannt, mit Zigarette hinter dem Ohr, auf seinem Sofa und bietet Kaffee an. Vollprofi eben, aber nicht nur, wenn es um neue Interviews geht, sondern auch beim Schreiben von neuen Alben. Der Erfolg wird sich auch mit "House of gold & bones - Part I" einstellen, dem ersten Teil eines zweiteiligen Konzeptalbums, welches gänzlich in seinem Kopf entstanden ist. Josh Rand, Gitarrist der Band, sieht es entspannt und lächelt. "Sicherlich ist es komisch, wenn jemand mit einer solchen Idee auf einen zukommt, aber als ich Corey besuchte und er mir diese Idee in seinem Wohnzimmer näher brachte, habe ich bemerkt, dass es etwas Tolles wird." In der Tat, das neue Album stellt alles Bisherige in den Schatten und schlägt für Stone Sour kein Kapitel auf, sondern schreibt ein komplett neues Buch. "Wir wollten was machen, was es seither so noch nicht gab", schwärmt Taylor. "Es fängt mit der Musik an und wird mit der Verpackung aufhören. Es werden besondere Dinge auf der Homepage zu finden sein und ich finde die Idee ja toll, dass wir zwei Abende in Folge in einer Stadt spielen, um dann beide Teile zu performen. Aber zuerst müssen beide erst veröffentlicht sein." Die Veröffentlichungsstrategie ist so simpel wie einleuchtend. "Wenn wir beide Teile auf einmal veröffentlicht hätten, dann wären gewisse Songs sicherlich nicht so gehört worden, wie es uns wichtig ist", gibt Taylor zu Protokoll. "Ferner sollen sich die Leute auch Gedanken machen und die Songs, zeitlich gesehen, richtig verstehen. Ich denke, dass dies schwierig werden würde, wenn beide Teile auf einmal veröffentlicht worden wären." Die Hirnzellen müssen angeschmissen werden, wenn man das "grobe Konzept" der Geschichte erfassen will. "Reduziert gesprochen, geht es darum, Entscheidungen zu treffen. Das ganze Leben ist voll mit Entscheidungsfindungen und letztendlich ist das die größte Herausforderung in diesem Spiel, welches jeden Tag gespielt wird." Es geht um das Dasein, das Hier und Jetzt und die Tatsache, dass man das sein sollte, was man ist. Nichts anpassen, sondern das leben und sein, was man ist und keinem Menschen dabei was vormachen." Taylor wirkt überzeugt von dem, was er nun angezettelt hat mit einem Konzept, was die Definition einer herkömmlichen Rockband über Bord werfen wird. Beide lachen und Josh fügt hinzu, dass man dies vielleicht machen müsste, da Stone Sour an einem Scheideweg stehen würden. "Ich denke, dass der progressive Ansatz bei uns nun zum Tragen kommt." Taylor nickt, ist Feuer und Flamme und fügt hinzu, dass man aber nicht wisse, wohin die Reise geht. "Auf keinen Fall wird das Konzept ausgeschlachtet. Ich bin kein Freund von solchen Bands, die den Bogen überspannen und das nur um den Preis, eine Idee bis zum erbitterten Ende darzubieten. Wenn es soweit bei uns kommt, werfe ich vorher das Handtuch." Diese Band muss nichts hinwerfen, sondern zuerst den zweiten Teil der Story veröffentlichen. "Und dann haben wir auch wieder Entscheidungen zu treffen. Dieses Spiel spielen wir aber gerne."
Pop. Metal. Kopfkino.
von Thomas Clausen (28.06.2010)Slipknot auf Heimurlaub: Während sich Drummer Joey Jordison in der großen Kreativpause Rob Zombie und den frisch reanimierten Murderdolls widmet, Shawn "Clown" Crahan die Felle seiner Band Dirty Little Rabbits verdrischt und Percussionist Chris Fehn ...
WeiterlesenSlipknot auf Heimurlaub: Während sich Drummer Joey Jordison in der großen Kreativpause Rob Zombie und den frisch reanimierten Murderdolls widmet, Shawn "Clown" Crahan die Felle seiner Band Dirty Little Rabbits verdrischt und Percussionist Chris Fehn fest bei Will Haven eingestiegen ist, sind auch Slipknot-Frontmann Corey Taylor und dessen Gitarrist James Root dem Freizeitkoller erlegen und veröffentlichen den Drittling ihres Dark Pop Metal-Projekts Stone Sour. Das EMP-Magazin bat Nr. 8 zum unmaskierten Vier-Augen-Gespräch über "Audio secrecy"! "Die Bedeutung des Titels hängt ganz davon ab, wer ihn benutzt", erklärt Corey Taylor die hintergründige Namenswahl vom mysteriösen "Audio secrecy". "Das Großartige ist, dass er so offen und so frei interpretierbar ist - er könnte theoretisch alles Mögliche bedeuten; je nachdem, wer ihn benutzt, definiert sich der Inhalt immer neu. Es gibt keine Grenzen! Mir ist aufgefallen, dass die Bedeutung extrem viel über die Person aussagt, die diesen Namen ausspricht. Als ich anfing, das erste Mal über diesen Titel zu reden, befanden ihn einige Menschen als wirklich düster und beklemmend. Wir regen die Menschen zum Nachdenken an, vielleicht ein ganz kleines bisschen mehr, als es sonst der Fall ist. Und wir beschwören Bilder im Kopf des Zuhörers; es geht um die feinen, unterbewussten Zwischentöne. Um die Emotionen zwischen den Zeilen." Doch nicht nur zwischen den Zeilen regen Stone Sour die Phantasie ihrer Fanbase mit Songs wie "Nylon 6/6", "Mission statement" oder "Say you'll haunt me" an, auch musikalisch hat man erneut so einige Trümpfe im Nu Metal-Ärmel und präsentiert sich nach dem gefeierten 2006er Megachartbreaker "Come what(ever) may" einerseits noch leidenschaftlicher, noch wütender und mit drastisch erhöhtem Ohrwurmcharakter. "Die Stücke sind atmosphärisch sehr dicht; man kann die Dunkelheit nicht nur hören, sondern auch fühlen und fast schon sehen. Alles ist irgendwie ineinander verschachtelt. ,Come what...' war zwar ein tolles Album, gleichzeitig aber leider auch sehr linear. Diesmal wollten wir ein wenig komplexer klingen. Alles ist viel mehr catchy als beim letzten Mal. Und ganz ehrlich: ich mag es nicht besonders, Songs zu schreiben, die einem nicht hängen bleiben! Der Punkt ist doch, wenn man die Leute berühren und erreichen will, muss man irgendwie in ihre Köpfe gelangen, sie zum Denken bewegen. Man will, dass die Musik bei ihnen bleibt. Sie sollen sie nicht sofort wieder vergessen. Nur diese Art Musik ist bedeutsam, lebendig und vielleicht sogar ewig. Ganz im Gegensatz zu dem meisten Kram, der heute im Radio gespielt wird und in meinen Augen sehr mittelmäßig ist. Alles nur Durchschnittsware, nichts wirklich Langlebiges. Wegwerfmusik, bei der man einen Song nicht vom anderen unterscheiden kann, weil sich alles gleich und gleich scheiße anhört. Wir haben mit Stone Sour die Chance, Dinge anders, besser zu machen. Jeder Song hat eine eigene Persönlichkeit und ist catchy as fuck. Wenn man diese Songs einmal gehört hat, hat man sie einfach im Kopf und wird sich immer wieder an sie erinnern. Das ist genau die Art, wie ich schon immer versucht habe, meine Lieder zu schreiben!"
Jeder Depp kann heute ein Musikstar sein
von Sonja Angerer (04.07.2006)Stone Sour-Sänger Corey Taylor tritt mit dem zweiten Album "Come what (ever) may" nicht nur endgültig aus dem Schatten von Slipknot, sondern auch heftig auf die Musikindustrie ein.
"Seit unserem Debut von 2002 waren wir ziemlich mit Slipknot beschäf...
WeiterlesenStone Sour-Sänger Corey Taylor tritt mit dem zweiten Album "Come what (ever) may" nicht nur endgültig aus dem Schatten von Slipknot, sondern auch heftig auf die Musikindustrie ein.
"Seit unserem Debut von 2002 waren wir ziemlich mit Slipknot beschäftigt", erklärt ein geschaffter, aber aufgeräumter Corey Taylor per Telefon direkt vom Backstage-Bereich des Rock im Park-Festivals in Nürnberg. Noch wenige Minuten zuvor hatte der Fünfer aus Des Moines/Iowa auf der Centerstage im Vorprogramm von Bands wie Tool und Korn gespielt, allerdings nicht im gewohnten Line-Up: Drummer Joel Ekman hat die Band Ende März 2006 verlassen, an seiner Stelle schwingt nun Roy Mayorga (ex-Soulfly, Sepultura) die Sticks. Taylor fällt es hörbar schwer, über den Wechsel zu sprechen: "Man muss es wohl mit den berühmten musikalischen Differenzen erklären", meint er müde, "an einem bestimmten Punkt mussten wir einfach eine Entscheidung fällen und nach vorne schauen." Der Entschluss, Mayorga den offenen Posten anzubieten, scheint schnell gefallen zu sein: "Wir hatten ihn schon während einer Tour mit Soulfly kennengelernt. Er war unser Wunschkandidat, und als er sich entschloss, zu uns zu stoßen, brachte er das Album drei große Schritte vorwärts. Wir gingen nur mit grob ausgearbeiteten Stücken ins Studio", so der Sänger, der auch für die Lyrics verantwortlich ist. "Bei Slipknot sind wir so viele begabte Musiker, da halte ich mich mit Kompositionen ein bisschen zurück, aber Stone Sour ist mein Kind. Ich konzentriere mich beim Schreiben immer weniger auf fiktive Szenarien, je älter ich werde - das Leben selbst liefert so viele Geschichten. Bei Slipknot zeige ich nur einen ganz speziellen Teil meiner Persönlichkeit, mit Stone Sour kann ich viel mehr davon ausleben." Bis 2007 will er sich mit Band- und Slipknot-Kollege James Root (g) sowie Josh Rand (g), Mayorga und Shawn Economaki (b) ausschließlich um Stone Sour kümmern, und das, obwohl die Grammy-Gewinner Slipknot seit mehr als zwei Jahren kein neues Studio-Album veröffentlicht haben. "Es ist letztlich alles eine Frage der Prioritäten. Wenn ich mit Slipknot spiele, gehört ihnen meine Energie zu 100 Prozent, und genauso ist es, wenn Stone Sour dran ist."
Obwohl das Album erst Ende Juli erscheinenden ist, und zum Zeitpunkt des Festivalauftritts noch niemand in Europa die neuen Stücke kennt, bestreiten Stone Sour etwa die Hälfte des Programms mit den brandneuen Tracks. "In den USA haben wir ja schon einige Shows gespielt, die Fans nehmen das neue Material gut an. ,Made of scars' scheint ein neuer Favorit zu werden," freut er sich. Während eben dieser Track auch auf ein Slipknot-Album passen könnte, sind mit der erste Single "Through glass" und dem pianolastigen "Zzyxz Rd." jedoch auch Stücke vertreten, die ziemlich gute Chancen im College - ja, sogar im Mainstream-Radio haben dürften. "Unser Ziel ist es, als Band breite Publikumsschichten anzusprechen und uns nicht auf ein Genre zu limitieren. Viele Bands sind so spezialisiert, sie sprechen den ganz normalen Hörer gar nicht mehr an - das möchten wir ändern. Musik wird heutzutage allzu oft nur noch als Geschäft gesehen, die Band und ihr Album als Produkt, das vermarktet werden muss wie ein Parfüm oder eine Schmuckkollektion. Das ist doch erbärmlich, und es wird immer schlimmer: Selbst Leute, die von sich behaupten, keinen kommerziellen Ansatz zu haben, arbeiten so. Das nervt. Habt ihr euch je gefragt, warum es so viel beschissene Alben gibt? Weil das Business die Musik wie Fastfood behandelt, wie einen Werbeclip. Für Leute wie mich, die mit Herzblut hinter dem stehen, was sie tun, ist das wirklich frustrierend und schwierig." Er kommt in Fahrt: "Heute kann man jeden Deppen von der Straße in ein Studio holen, ihn irgendwas ins Mikro labern lassen, und mit eine bisschen Technik geht das dann als Gesang durch. Bei Live-Auftritten wird dann eben mit Playback gearbeitet. Das ist nicht echt, das ist so eine verdammte Lüge!" Taylor sieht in der massiven Kommerzialisierung auch einen Grund für sinkende Absatzzahlen: "Ich kann verstehen, wenn manche Leute einfach nicht mehr so sehr auf Musik stehen - sie sind es einfach Leid. Diejenigen, die noch Geld für Alben ausgeben, wissen es oft einfach nicht besser - sie halten die Konservenware für die Realität. Durch diese Entwicklung wird es noch schwieriger, überhaupt in dem Geschäft Fuß zu fassen." Er selbst trat bereits im zarten Alter von zwölf Jahren seiner ersten Band bei, ein harter Weg für einen Jungen aus einem schwierigen Umfeld, der mitten in der Provinz lebt: "Es erfordert eine Menge harter Arbeit und Durchhaltevermögen, dann kann man es schaffen." Taylor selbst wählte dabei allerdings einen ziemlich steinigen Weg: Er flog ohne Abschluss aus der Highschool und bildet sich seither auf eigene Faust weiter. "Heutzutage lernt man auf der Highschool ohnehin höchstens noch, wie man rechtzeitig zu Arbeit geht", ist er überzeugt. Der Preis, den der Sänger für seinen heutigen Erfolg zahlen muss, ist nicht gering: "Ich bin nicht sehr oft zuhause", bekennt er, "allerdings versuche ich die wenige Zeit in Iowa so gut wie irgend möglich zu nutzen. Auf Tour regiert der Wahnsinn, doch wenn ich bei meiner Frau bin, weit weg von dem ganzen L.A.-Zirkus, dann bin ich einfach Familienvater. Meine Kinder werden älter, sie verstehen, womit ich mein Geld verdiene, auch wenn sie immer noch traurig und sauer sind, wenn ich wieder weg muss. Mir hilft in diesen Momenten, dass ich auch ihre Zukunft sichere, indem ich mich selbst verbessere, ihnen vorlebe, dass man viel erreichen kann, wenn man sich nur genügend anstrengt. Wenn ich dafür viel unterwegs sein muss, lässt sich das eben nicht ändern. Meine älteste Tochter aus einer früheren Beziehung ist 14 Jahre alt, sie mag zwar eigentlich keinen Metal, aber für Stone Sour macht sie eine Ausnahme. Sie fängt gerade an, selbst Musik zu machen, und ich helfe ihr ein bisschen dabei."