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Feinster Melodic Death Metal.
Interview
Rocken die Nächste durch
von Adam Weishaupt (24.06.2010)Mit ihrem neuen Longplayer und dem klaren Statement "We rule the night" präsentieren sich Sonic Syndicate rundum erneuert, frisch und spritzig und mit einem bärenstarken Album im Rücken. Der Sängerwechsel hat den Schweden keinesfalls geschadet, ganz ...
WeiterlesenMit ihrem neuen Longplayer und dem klaren Statement "We rule the night" präsentieren sich Sonic Syndicate rundum erneuert, frisch und spritzig und mit einem bärenstarken Album im Rücken. Der Sängerwechsel hat den Schweden keinesfalls geschadet, ganz im Gegenteil. Neuzugang Nathan J. Biggs führt die Newcomer Helden auf ein neues Level und katapultiert sie in eine Liga zwischen Acts wie 30 Seconds To Mars und Bullet For My Valentine. "Diese CD ist mit Abstand das Beste, was wir je gemacht haben", sprudelt es aus Gitarrist Robin Sjunnesson heraus. "Mir ist bewusst, dass jede Band dies behauptet, aber wir sind richtig überzeugt und überwältigt von dem Resultat. Es ist ein gradliniges und natürliches Werk, frischer und energetischer sowie vielseitiger und eingängiger als unsere bisherigen drei Longplayer. Wir lieben großartige Melodien, powervolle Gitarren Riffs, treibende Rhythmen und hymnische Refrains. Ich denke, all das findet man auf ,We rule the night' zuhauf." Vieles ist passiert, seit Sonic Syndicate mit ihrem zweiten Album "Only inhuman" durch die Decke brachen und vor allem bei der heutigen Jugend punkten konnte. Daher kam der Ausstieg ihres Sängers Roland Johansson für alle sehr überraschend. "Es war auch für uns ein Schock, denn wir waren inmitten des Sprungs an die Spitze und es lief immer besser. Roland ist mittlerweile ins Alltagsleben zurückgekehrt, was sein Hauptwunsch war, den wir natürlich respektieren." Mit der Präsentation dessen Nachfolgers lies man nicht lange auf sich warten und überraschte mit der Nachricht, dass die Wahl auf einen jungen Briten gefallen ist: Nathan J. Biggs, der selbst großer Fan der Skandinavier war. "Als der größte schwedische Radiosender über den Ausstieg von Roland berichtete, wurden wir mit Reaktionen und Bewerbungen überschüttet. Nathan war für uns der absolute Glücksgriff, er teilt unseren Humor und es kommt uns vor, als würden wir uns schon seit Jahren kennen. Er ist für uns der perfekte Frontmann, mit dem es möglich ist, etwas vollkommen Neues, Einzigartiges zu kreieren." Mit "Burn this city" präsentierten Sonic Syndicate alsbald eine neue Single und somit Nathans Debut. Ein Smashhit und man musste sich rückversichern, ob es sich dabei wirklich um dieselbe Band handelte. "Ich denke, dass unsere Trademarks, wie der wechselnde Gesang zwischen klaren Vocals und Screams, nach wie vor bestehen. Wir haben uns mit jeder Scheibe verändert und entwickelt, denn wir wollen nicht auf der Stelle treten und uns wiederholen. Daher bin ich überzeugt, dass unsere Fans diese Entwicklung mit uns vollziehen und ,We rule the night' lieben werden." Das Ergebnis übertrifft jegliche Erwartungen und ist eines der Alben, das auch in Jahrzehnten noch als Klassiker seines Genres und der Epoche gehandelt werden wird. Alleine ein Ohrwurm wie "My own life" hat das Zeug zu einem weltweiten Megahit. "Nathan hat den Text geschrieben, denn es beschreibt sein Leben. Er hat alles hinter sich gelassen, sein Auto verkauft, seine Koffer gepackt und ist zu uns nach Schweden gezogen, um mit uns durchzustarten. Wir schreiben alle Songs gemeinsam und seine unglaubliche Energie und Ideen sind es, die ein solch emotionales und powervolles Werk wie ,We rule the night' möglich gemacht haben." Dabei mausert sich jeder der elf Tracks zu einer Hymne und man kann es bisweilen gar nicht fassen, was man da gerade hört. Wohin soll das noch führen?
Das nächste Level
von Tony Lutz (24.06.2008)Diese jungen Schweden sind wahrlich die Band der Stunde. Man kommt an Sonic Syndicate einfach nicht vorbei. Sie sind momentan der heißeste Newcomer im breitgefächerten Metal-Business und haben einen beispiellosen Start hingelegt. Der nächste Schlag, ...
WeiterlesenDiese jungen Schweden sind wahrlich die Band der Stunde. Man kommt an Sonic Syndicate einfach nicht vorbei. Sie sind momentan der heißeste Newcomer im breitgefächerten Metal-Business und haben einen beispiellosen Start hingelegt. Der nächste Schlag, "Love and other disasters", sitzt ebenfalls!
"Only inhuman" krachte in die deutschen Charts, ohne dass die Band jemals außerhalb Schwedens gespielt hatte. Ihre explosive Mischung aus melodischem Death Metal und modernen Elementen scheint genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Nach zahlreichen Touren folgt nun, knapp ein Jahr nach "Only inhuman" der neue Dreher "Love and other disasters". Gitarrist Robin Sjunnesson ist froh, dass das Ding im Kasten ist.
"Anfangs war es ziemlich hart, neue Songs zu schreiben", so Robin. "Wir waren seit dem Release der letzten Scheibe konstant auf Tour (u.a. mit Nightwish in Amerika - d. Verf.). Irgendwann ist zum Glück der Knoten geplatzt, dann ging alles sehr leicht. Diesmal lief alles ein wenig anders als beim letzten Mal. Die Stücke sind hauptsächlich im Proberaum beim Jammen entstanden, nicht unbedingt zuhause im stillen Kämmerlein. Das fühlt sich viel besser an und stärkt das Bandgefüge." Bei dem immensen Druck, den Sonic Syndicate verkraften mussten, wäre es kein Wunder gewesen, wenn es eine Schreibblockade gegeben hätte. "Der Druck war teilweise wirklich kaum auszuhalten. Die Reaktionen auf "Only inhuman" waren unglaublich. Wir wollten dem Album unbedingt eine würdige Schwester zur Seite stellen." Das ist der Truppe definitiv geglückt. Sonic Syndicate klangen jedenfalls nie abwechslungsreicher, wie auch Robin bestätigt. "Das stimmt, das ist der Hauptunterschied zum letzten Album. Für mich klingt "Only inhuman" im Nachhinein etwas zu gleichförmig. In diesem Sinne ist "Love and other disasters" das genaue Gegenteil: Da reihen sich die schnellsten und härtesten Songs, die wir je geschrieben haben, an die softesten und ruhigsten unsere gesamten Bandgeschichte. Aber kein Fan wird enttäuscht sein. Im Gegenteil!" Die Mischung macht's. Beim Sound setzte man allerdings wieder auf Scar Symmetry-Gitarrist Jonas Kjellgren. "Er ist einfach der perfekte Produzent für uns. Jonas hat unglaublich viele Ideen and hat wirklich sehr, sehr hart an "Love and other disasters" gearbeitet. Außerdem ist er unglaublich witziger Typ, der uns immer zum Lachen bringt. Jonas hat dieses Mal definitiv auf ein neues Level gehievt." Dem kann man nichts mehr hinzufügen. "Love and other disasters" ist die nötige Steigerung und wird Sonic Syndicate für alle Zeiten in den Olymp der Superstars schleudern!
Schwedens neue Helden
von Lisa Hofer (29.03.2007)Sie sind jung, sie sind heiß und sie rocken! Das Erfolgslabel Nuclear Blast hat durch seinen Bandcontest einen wahren Juwel zu Tage gefördert. Man fragt sich verdutzt, wo sich die sechs blutjungen Schweden von Sonic Syndicate bis Dato wohl versteckt ...
WeiterlesenSie sind jung, sie sind heiß und sie rocken! Das Erfolgslabel Nuclear Blast hat durch seinen Bandcontest einen wahren Juwel zu Tage gefördert. Man fragt sich verdutzt, wo sich die sechs blutjungen Schweden von Sonic Syndicate bis Dato wohl versteckt gehalten haben, denn längst hätte die Musikwelt auf eine Formation mit derartigen Qualitäten aufmerksam werden müssen. Ihre jüngste Veröffentlichung "Only inhuman" ist modern, eingängig und zielgerichtet und wird im Handumdrehen Scharen von Fans ködern. Karin Axelsson, zuständig für Bass und Gesangspassagen, zeigt die Marschrichtung des attraktiven Sixpacks auf. "Am Anfang konnten wir gar nicht glauben, dass wir die Gewinner des Bandcontests waren, der Deal mit Nuclear Blast war schließlich ein lang gehegter Traum von uns", berichtet Karin und fügt lachend hinzu: "Ich war so aufgeregt, dass ich gar nicht wusste was ich zuerst machen sollte, ich habe alle Bandkollegen angerufen und mich riesig gefreut." Der erste Schritt war geschafft: Ein Demo ließ auf das Talent der jungen Musiker schließen und konnte die kritischen Ohren von Dr. Blast und seinen Jury-Kumpanen überzeugen. Der Kern der Band, die drei Sjunnesson Brüder Roger (Gitarre), Robin (Gitarre) und Richard (Gesang), machen seit 2002 zusammen Musik, einst unter dem provisorisch gewählten Namen Fallen Angels. Bald schrieben sie sich jedoch Sonic Syndicate auf die Fahne. "Der Name ist einzigartig, originell, klingt gut und spiegelt unsere Musik und unseren Stil bestens wieder", so Frau Axelsson - oder besser Fräulein Axelsson, denn Karin ist knackige 20 Jahre jung. Ihrer Meinung nach birgt die Jugend der Band einige Vorteile - auch im Musikgeschäft: "Wir haben unser ganzes Leben noch vor uns und unsere Karriere hat eben erst begonnen. Wenn wir hart arbeiten und ehrgeizig sind können wir es schaffen, viele Jahre lang am Ball zu bleiben und jede Menge zu erleben. Natürlich haben wir nicht soviel Erfahrung was das Business angeht, aber das macht nichts, denn wir alle sind heiß darauf dazuzulernen." Die Herrschaften haben sich schon sehr früh mit Musik befasst und dementsprechend zeitig ihre Instrumente erlernt. "Ich habe Musik seit jeher geliebt, sie hatte immer schon einen hohen Stellenwert in meinem Leben und hat mir viel Freude gemacht. Als ich klein war, bin ich immer vor meiner Familie aufgetreten, habe getanzt und gesungen. Später als ich in die Schule kam, habe ich Gitarrenunterricht genommen. Im Jahr 2004 bin ich dann auf Sonic Syndicate gestoßen, die zwar genügend Gitarristen hatten, aber die Stelle am Bass neu besetzen wollten. So kam es, dass ich auf Bassgitarre umgestiegen bin", zeichnet Karin kurz ihren Werdegang nach. Das Leben als Musikerin im Rampenlicht, und der Fakt, dass sie für viele Kids ein Idol ist, gefallen der hinreisenden Schwedin gut. "Ich finde es großartig in einer Band zu spielen und natürlich gebe ich mein Bestes um der Vorbildfunktion gerecht zu werden. Ich habe viele gute und einige schlechte Seiten, sodass sich jeder herauspicken kann welchem Weg er folgen möchte", lacht Karin. "Only inhuman" ist eine brillante Mischung aus Melodie, treibenden Drums und modernem Death Metal, anzusiedeln irgendwo zwischen Killswitch Engage, In Flames und Soilwork - allerdings mit einer markanten eigenen Note, die bei zahlreichen Newcomern schmerzlich vermisst wird. Aggression und eingängige Passagen wechseln sich ab und machen die Songs spannend. Die Energie der Band wuchtet aus den Boxen: "Wenn ich die Platte höre denke ich daran wie geil es sein wird die neuen Tracks live zu spielen und eine gigantische Show vor Massen von Fans abzuliefern. Die Video-Clips zu ,Denied' und ,Enclave' spuken mir bei den jeweiligen Nummern auch im Kopf herum." Einer bestimmten Zielgruppe hat man den Silberling nicht auf den Leib geschneidert: "Ich bin mir sicher, dass ,Only inhuman' die unterschiedlichsten Menschen begeistern wird. Die Songs sind abwechslungsreich und man merkt unserer Musik auch die verschiedenen Einflüsse an, die sich auf ,Only inhuman' vereinen. Unser Stil ist vielseitig, es wird für jeden etwas dabei sein. Ich hoffe sehr, dass sich alle Freunde harter Gitarrenmusik die Zeit nehmen, in die Scheibe hineinzuhören und sich selbst ein Urteil über unseren Style bilden". Auch der Musikgeschmack der Bassistin ist bunt gemischt: "Im Moment höre ich viel von Evanescence, Cradle Of Filth, Therion, Clawfinger und Katatonia. Aber ich mag auch Dark Funeral und kommerzielle Acts wie Pink". Die Inspiration für die Texte auf "Only inhuman" holte sich die schwedische Sechs nicht nur in den Werken andere Künstler: "Die Menschen die uns umgeben und das Leben mit all seinen Facetten waren Inspirationsquellen für die Lyrics. Es war uns insgesamt sehr wichtig, über Dinge zu singen, die uns persönlich betreffen und jene Art von Musik zu machen, die uns selber gefällt. Die neue Platte ist futuristisch, hart und modern, mit eingängigen Melodien, fetten Gitarren und cleanen Gesangspassagen. Die Zeit hat nach einer Veränderung verlangt. Der Schritt fühlt sich für uns wie eine natürliche Entwicklung und somit richtig an. Wir stehen voll und ganz hinter ,Only inhuman'." Mit der brandneuen Scheibe im Gepäck wird erstmal kräftig getourt, wenn es nach Karin und ihren Mitstreitern geht. Ausgefallene Wünsch habe sie dabei nicht: "Es geht darum auf der Bühne zu stehen, da ist es nicht so wichtig mit wem man unterwegs ist, solange die anderen Combos gut drauf sind. Ich möchte meine Zeit nicht mit einem Haufen von Arschlöchern verplempern, nur weil sie einen großen Namen haben und wichtig sind." Mit einem gigantischen Silberling wie "Only inhuman" als Zünder, sollten Karins wünsche für die Zukunft in Erfüllung gehen: "Natürlich Träume ich davon, dass wir fett durchstarten und von der Musik leben können. Es wäre spitze, endlos viel zu touren und jeden Tag neue Orte und Menschen kennen zu lernen, was gibt es denn Besseres?"