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Dieses Konzert wurde am 24. Juli 2011 in der Victoria Hall von Stoke On Trent gefilmt und markiert Slashs Rückkehr in seine Heimatstadt. Die Show fand gegen Ende der 2010/11er Welttournee zu seinem Solodebütalbum "Slash" statt. Den Leadgesang auf dieser Tour übernahm Myles Kennedy von Alter Bridge, die Setliste umfasste Stücke von Slashs Soloscheibe, von seinen Alben sowohl mit Slash's Snakepit als auch mit Velvet Revolver sowie Klassiker á la "Sweet Child O' Mine", "Paradise City", "Rocket Queen", "Civil War" oder "Mr. Brownstone", die er für Guns N'Roses mit komponiert hat.
Interview

Soundtrack für den Untergang
von Nicko Emmerich (02.05.2012)Langsam aber sicher rückt er näher: Der 21. Dezember 2012; der Tag, an dem die Welt laut Jahrtausende alter Prophezeiungen früher Kulturen ihrem unausweichlichen Untergang entgegen sieht. Auf seinem zweiten Soloalbum sorgt Gitarrenikone Slash zusamme...
WeiterlesenLangsam aber sicher rückt er näher: Der 21. Dezember 2012; der Tag, an dem die Welt laut Jahrtausende alter Prophezeiungen früher Kulturen ihrem unausweichlichen Untergang entgegen sieht. Auf seinem zweiten Soloalbum sorgt Gitarrenikone Slash zusammen mit Alter Bridge-Sänger Myles Kennedy und den Conspirators schon heute für den richtigen Katastrophenparty-Sound. EMP traf Mr. Zylinder zum augenzwinkernden Endzeitgespräch über "Apocalyptic love"! "Ich würde mich zwar nicht wirklich als Anhänger dieser Weltuntergangstheorien bezeichnen, allerdings wäre ich auch nicht überrascht, wenn an diesem Datum tatsächlich irgendetwas Dramatisches geschieht", zeigt sich Slash mental bestens auf alle kosmischen und irdischen Eventualitäten vorbereitet. "Wir haben diese Hysterie auf der neuen Scheibe etwas auf die Schippe genommen: Der Plattentitel und erst recht das Cover spielen mit der Phantasie, sich im Angesicht der Apokalypse noch ein wenig zu vergnügen und extrem schmutzigen Sex zu haben, während der Planet um einen herum in Stücke gerissen wird. Wer könnte sich einen wundervolleren Tod vorstellen?" Schöner sterben mit dem gerade frisch in die ehrwürdige Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommenem Heavy-Urgestein, welches nach seinem wegweisenden Schaffen bei Guns N' Roses und Velvet Revolver mit Myles Kennedy And The Conspirators die perfekte Supergroup am Start hat. Nachdem man in dieser Konstellation bereits während der Tour zum 2010er Debut mehr als euphorische Kritiken erntete, musste über die Entscheidung eines gemeinsamen Albums kaum mehr nachgedacht werden. "Wenn ich mit diesen Typen im gleichen Raum spiele, kann man so etwas wie Magie spüren! Ich habe als Musiker schon viele tolle Momente erlebt, trotzdem bin ich manchmal regelrecht geschockt, wie großartig diese Band ist. Es macht mich sehr stolz, rückblickend sagen zu können, dass die Arbeiten an dieser Platte die aufregendsten und inspirierendsten seit der ersten Guns N' Roses-Veröffentlichung waren. Das Zeug wurde eingespielt wie ein Livealbum - ohne große Nachbearbeitung und technischen Schnickschnack. Wir haben uns richtig die Hände dreckig gemacht, um ein wirklich dreckiges Album aufzunehmen. Ich denke, das kann man den Songs auch deutlich anhören!" Echter Dreck statt zahnlosem Hochglanz-Rock von der Stange; Bier, Schweiß und andere Körperflüssigkeiten statt Diät-Cola und perfektem Styling. Slash grinst. "Die Kids wissen gar nicht mehr, was echter Rock überhaupt ist. Woher auch? Heute gibt es in meinen Augen nicht mehr viele Bands, die noch den ursprünglichen Rebellionsgedanken repräsentieren. Wir werden den Kids wieder beibringen, wie man richtig rockt!" Ihre apokalyptische Rocknachhilfe erteilen Slash, Myles Kennedy und Co. hierzulande live ab Mitte Juni auf der gemeinsamen Tour mit Mötley Crüe. Die vielleicht letzte Party vor dem drohenden Weltuntergang, die man keinesfalls verpassen sollte!
Solo mit Hut
von Thomas Clausen (19.03.2010)Ein Stern auf Hollywoods berühmtem Walk Of Fame, gleich mehrere nach ihm benannte Gitarren- und Verstärkerserien, Special Appearence im "Guitar Hero III"-Videospiel und sogar eine eigene Action-Figur. Gar nicht zu sprechen von unzähligen Awards und w...
WeiterlesenEin Stern auf Hollywoods berühmtem Walk Of Fame, gleich mehrere nach ihm benannte Gitarren- und Verstärkerserien, Special Appearence im "Guitar Hero III"-Videospiel und sogar eine eigene Action-Figur. Gar nicht zu sprechen von unzähligen Awards und weit über 100 Millionen verkaufter Alben: Ex-Guns N' Roses/ Velvet Revolver-Saitenzauberer Saul "Slash" Hudson ist viel mehr als nur der Inbegriff des sprichwörtlichen goldenen Händchens. Das EMP-Magazin traf den Mann mit Zylinder und Sonnenbrille zum Vier-Augen-Talk über sein erstes, schlicht "Slash" benanntes Soloalbum!
"Auszeichnungen und sonstige wie auch immer geartete Ehrungen bedeuten mir nicht allzu viel", erklärt der Mann, der nicht erst seit gestern als einer der einflussreichsten Gitarristen aller Zeiten gehandelt wird. Ruhig, höflich, zuvorkommend. Und mit einem dicken Grinsen unter der wild sprießenden Lockenpracht. "Manche Dinge scheinen irgendwie einfach so zu passieren und natürlich freue ich mich auch über diese Anerkennungen. Doch im Grunde genommen sind sie nur nebensächlich, mein Hauptanliegen war es immer schon, Musik zu machen. Nur deswegen bin ich hier. Ich spiele mir lieber live den Arsch ab, als mich auf derartigen Lorbeeren auszuruhen oder nur an sie zu denken!" Maximale Bodenhaftung und fast schon irritierende Bescheidenheit, die so gar nicht zum unendlich oft kopierten Role Model in Fragen ausgeprägter Rockstar-Exzesse sämtlicher erdenklicher Coleur passen will. Slash anno 2010 ist ein völlig anderer als das hinlänglich bekannte, notorische Party-Animal aus selbstzerstörerischen Guns N' Roses-Tagen: So hat der zweifache Familienvater nach erfolgreich durchlittener Rehab Alkohol und Drogen ein für allemal aus seinem Leben verbannt, um sich endlich ganz aufs Wesentliche zu konzentrieren - kompromisslose Selbstverwirklichung ohne Wenn und Aber. Dementsprechend befreit, präsentiert sich der 44-jährige Würgeschlangenfreak nun auf seiner ultimativen Allstar-Jam-Session Deluxe, die sich wie ein A-Klasse-Who-Is-Who hochkarätiger Rockgrößen liest: Ozzy Osbourne, Iggy Pop, Lemmy Kilmister, Chris Cornell, Kid Rock, Fergie plus einem halben Dutzend weiterer Special Guests - ein Mammutprojekt namens "Slash". "Die Idee zu diesem Album entstand schon kurz nachdem ich von der letzten Velvet Revolver-Tour zurückgekehrt bin. Ich fing einfach an, Songs zu schreiben und schickte die Instrumentals per Mail an meine jeweiligen Wunschkandidaten. Schon im Vorfeld war mir ziemlich klar, welches Stück zu welchem Künstler passen würde und wer welches Lied singen sollte. So würde ein Song wie 'Beautiful dangerous' niemals mit den Vocals von zum Beispiel Andrew Stockdale funktionieren, während es für 'Crucify the dead' wohl keinen besseren Sänger wie Ozzy gäbe. Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Ich habe für dieses Album absolut jeden Künstler verpflichten können, der auf meiner Liste stand. Bis auf eine glorreiche Ausnahme, die ich leider nicht namentlich nennen darf." Bleibt nur noch auf die demnächst anstehenden Solo-Shows mit Myles Kennedy am Mikro hinzuweisen. Und natürlich auf das lange erwartete Comeback von Velvet Revolver, für das derzeit noch nach einem passenden Frontmann gesucht wird. Bewerbungen herzlich willkommen. Mit oder ohne Hut.