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Lupenreiner Mittelalterrock von diesen beständigen Spielleuten auf dem neuen gelungenen Studioalbum, frohgemut und frei von Experimenten.
EMP Redaktion
von Markus Eck(29.06.2009)Lupenreinen Mittelalterrock bieten euch diese beständigen Spielleute auf ihrem neuen gelungenen Studiolangspielteller dar. Ansteckend frohgemut und frei von Experimenten sowie elektronischem Beiwerk ertönen die neuen Mutmachersongs auch diesmal erneut in urtypischem Charakter dieser Stilistik. Die vertrauten Sackpfeifen werden voller Stolz zu den oftmals sehr eingängig komponierten Liedern prall geblasen. Und die noch immer spürbar enorm spielfreudigen Saltatio Mortis klingen auf "Wer Wind sät" glücklicherweise so taufrisch und volldynamisch wie man es sich von einer etablierten Band wie dieser als Fan ja auch erhofft. Sehr ergiebig zugute kommen all den neuen anspruchsmelodischen Nummern immer wieder die schweren Stromgitarrenfundamente, auf welchen sich das hörbar differenzierte Schlagzeugspiel bestens austoben darf. Inmitten solcherlei hörenswerten Geschehens besingt Alea der Bescheidene wieder wacker das pure Leben an sich - und den wiederholt pfiffig lyrisierten Liedertexten wohnt (für Saltatio Mortis typisch) auch nicht selten bissig-kritische Poesie mit ironischer Note inne. Zuweilen gibt es gar genussvolle Duette mit weiblichen Vokallinien, feiner Abwechslungsreichtum also auf ganzer Linie.
Interview
Erdig, Ehrlich & Geradeaus
von Markus Wosgien (22.06.2011)Die Mittelalter-Rocker von Saltatio Mortis nehmen "Sturm auf's Paradies" und erobern auf ihrem Beutezug erneut sämtliche Herzen. Abermals ist den Karlsruhern ein vielseitiges und vor allem inspirierendes Werk gelungen, das voller Hymnen steckt und de...
WeiterlesenDie Mittelalter-Rocker von Saltatio Mortis nehmen "Sturm auf's Paradies" und erobern auf ihrem Beutezug erneut sämtliche Herzen. Abermals ist den Karlsruhern ein vielseitiges und vor allem inspirierendes Werk gelungen, das voller Hymnen steckt und den großen Namen wie In Extremo und Subway To Sally mittlerweile in Nichts mehr nachsteht. Fans der Formation wurden in den vergangenen Monaten mächtig verwöhnt, gab es zuletzt die spektakuläre Live CD & DVD "10 Jahre wild und frei", so wie den Mittelalter-Markt-Mitschnitt "Manufactum II". Doch nun galt es wieder zu rocken. "Es war an der Zeit, neue Lieder zu schreiben", beginnt der entspannte Lasterbalk, der Lästerliche, zu plaudern. "Wir sind in unser neues Album richtiggehend verliebt. Dies ist der Start in die zweite Dekade Saltatio Mortis und dieser ist im wahrsten Sinne des Wortes sehr stürmisch." Es rockt, es kracht und es wird ein Gefühl der grenzenlosen Freiheit vermittelt. Die Band klingt frisch und agil, wie nach einer allumfassenden Frischzellenkur. Lasterbalk hat die Erklärung schnell parat: "Wir wollten erdiger, direkter, mehr am Live-Sound orientiert arbeiten. Die Devise war: weniger ist mehr! Kein überproduziertes Album, sondern ehrliche Rock-Songs mit geilen Dudelsackmelodien! Ich glaube, das ist uns gelungen", schmunzelt er zufrieden. Textlich enthält das Opus eine Menge religiöser Themen, die den Jungs auf der Seele brannten. "Wir sind bestimmt keine religiöse Band", räumt der Lästerliche ein, "aber natürlich sind Religionen ein wichtiger Teil unserer Welt. Seit Anbeginn der Zeit, haben Menschen schon für ihren Glauben gekämpft, sind für ihn gestorben und haben ihr Leben vermeidlich höheren Mächten untergeordnet. Religionen prägen Kulturen; sie bewegen Menschen und sie sind der Quell großartiger Geschichten. All das war Grund genug, um sich damit auseinanderzusetzten." Die Bibel bietet dabei reichhaltig Geschichten. "Definitiv. Die Geschichten der Bibel prägen unsere Kultur hier in Europa. Ob man das nun mag oder nicht, Christ oder nicht, der Einfluss der Bibel ist denke ich unbestreitbar. Auch und gerade deshalb ist es spannend, sich den biblischen Geschichten aus einer anderen Perspektive zu nähern." Besonders spannend fiel der Track "Sündefall" aus. Der Trommler klärt auf: "Die meisten jungen Männer werfen ihrem Vater seine Fehler vor. Sie sind zornig und rebellieren gegen ihn. Was hätten Adams Söhne wohl zu ihrem Dad gesagt? Ich meine, er hat immerhin das Paradies verspielt! Ein Vater-Sohn Konflikt der ganz anderen Art." Erfreulicherweise gab es Zuwachs in der immer größer werdenden Familie der Totentänzer. Luzi das L., vormals bei Schelmish aktiv, stieg samt Dudelsack mit ein. "Das kam sehr überraschend. Wir haben nach seinem Ausstieg bei Schelmish gemeinsam an zwei Liedern gearbeitet und ihn gefragt, ob er diese dann auch selbst einspielen will. So kam es, dass er uns im Studio besuchte - und da dort die Zusammenarbeit ebenfalls großartig war, beschlossen wir sehr kurzfristig, gemeinsame Wege zu gehen."
Veitstanz mit Doktor Eisenhans
von Markus Wosgien (20.03.2010)Ähnlich wie ihre Spielmannsbrüder von In Extremo und Corvus Corax musizieren auch die schwäbischen Mittelalter Rocker von Saltatio Mortis gerne mal akustisch und ohne Strom, bevorzugt auf den hiesigen Märkten und Festivals. Sicherlich war jeder schon...
WeiterlesenÄhnlich wie ihre Spielmannsbrüder von In Extremo und Corvus Corax musizieren auch die schwäbischen Mittelalter Rocker von Saltatio Mortis gerne mal akustisch und ohne Strom, bevorzugt auf den hiesigen Märkten und Festivals. Sicherlich war jeder schon mal dort, hat sein Cervisia aus Holzkrügen genossen, obskure Mahlzeiten zu sich genommen und die anwesenden Combos und Gaukler genossen. "Manufactum II" präsentiert Saltatio Mortis vor großer Kulisse, charmant und witzig, mit Herzblut und Leidenschaft.
Mit ihrem aktuellen Studio-Longplayer "Wer Wind sät" gelang den Totentänzern aus Karlsruhe der Sprung in die Top Ten, womit die harte und konsequente Arbeit verdientermaßen belohnt wurde. "Das ist ein Moment, den man nicht so schnell vergisst und er kam auch wirklich überraschend", erinnert sich Lasterbalk freudig zurück. "Wir hatten gehofft, dass es für eine Platzierung unter den ersten zwanzig reicht, dass die CD aber so einen Start hinlegt, hatte keiner für möglich gehalten." Sie haben die Ochsentour durchgemacht und jeden Winkel Deutschlands getourt, sei es in Schulen, Kneipen oder auf kleinen Märkten. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, doch nun darf sich dieses wohlwollend den Bauch reiben. "Wir lieben das was wir tun von ganzem Herzen. Wir wollen viel und überall spielen und wenn wir trotz vollem Tourplan immer noch nicht genug haben, dann zieht es uns auch regelmäßig wieder auf die Strasse, um in einer Fußgängerzone Straßenmusik zu machen. Auf der anderen Seite, habe ich die letzten sechs Wochen Auszeit mit einem ausgedehnten, wilden Trip durch Afrika und anschließender gemütlicher Kontemplation in den Schweizer Bergen sehr genossen und festgestellt, wie notwendig, inspirierend und erholsam dieser ausgiebige Urlaub für mich war." Heimisch fühlen sich Saltatio Mortis überall. Ganz besonders genießen sie jedoch den Flair von Mittelaltermärkten. Bereits vor fünf Jahren erschien "Manufactum" und präsentierte die Jungs akustisch, welches nun seine Fortsetzung findet. "Es war einfach an der Zeit, wir haben in den letzten Jahren soviel Songs regelmäßig auf den Mittelaltermärkten gespielt, die es nur als Live-Versionen gab. Es ist aber auch ein Dankeschön, das wir uns geschenkt haben - sozusagen zum zehnten Geburtstag." Der Event fand im vergangenen August vor stolzen 8.000 Besuchern auf dem "Mittelalterlichen Phantasie Spectaculum" im nordrhein-westfälischen Ort Teltge statt. "Das war eine der eindrucksvollsten Kulissen des letzten Jahres", erinnert sich der Schlagzeuger, für den die Märkte ein zweites Zuhause geworden sind. "Ich bin seit über zwanzig Jahren in dieser Szene aktiv und somit ist das ein fester Bestandteil meines Lebens geworden sowie ich ein fester Bestandteil dieser Szene bin. Ich mag nach wie vor den ungezwungenen und freien Umgang miteinander, das Ambiente, die Optik, den Geruch nach Lagerfeuer, die tausend kleinen Flammen in den Lagern wenn die Nacht hereinbricht - ich möchte das auch nach all den Jahren nicht missen." Doch ein Leben im Mittelalter, möchte sich der Lästerliche dennoch nicht vorstellen. "Das, was wir auf den Märkten erleben, ist eine fantastische Traumwelt, die nichts mit historischem Erleben zu tun hat. Das Mittelalter war eine verdammt harte Zeit, voller kirchlicher und staatlicher Repression, mit furchtbaren hygienischen Zuständen und einer Lebenserwartung, nach der ich, statistisch gesehen, demnächst sterben müsste." Genau daran will Lasterbalk überhaupt nicht denken, denn von Wein, Weib und Gesang hat er noch lange nicht genug und lässt es sich nicht nehmen auf das nächste Highlight der Karriere hinzuweisen: "Am 15. Oktober feiern wir vor der atemberaubenden Kulisse der historischen Stadthalle Wuppertal unseren zehnten Geburtstag. Wir erwarten eine Menge illusterer Gäste auf unserer Bühne und wir werden an dem Abend eine aufwendige DVD mitschneiden."
Auf der Bühne heimisch
von Markus Eck (04.07.2007)Harte Zeiten, nicht nur musikalisch, sondern auch besetzungstechnisch mussten sie in der jüngeren Vergangenheit durchmachen - doch diese passionierten Mittelalter-Rocker sind eben echte Kerle, die so schnell nicht aufgeben. Mit neuer personeller Vers...
WeiterlesenHarte Zeiten, nicht nur musikalisch, sondern auch besetzungstechnisch mussten sie in der jüngeren Vergangenheit durchmachen - doch diese passionierten Mittelalter-Rocker sind eben echte Kerle, die so schnell nicht aufgeben. Mit neuer personeller Verstärkung bestückt, bündelten Saltatio Mortis alsbald wieder ihre kreativen Kräfte und erarbeiteten das neue Studioalbum "Aus der Asche". Und diesem hört man das Bestreben der mittlerweile achtköpfigen Gruppe deutlich an, ein primär pur rockendes Manifest mittelalterlich orientierter Neigungen zu erschaffen. Homogenität lautet daher eines der stärksten Schlagworte auf dieser gelungenen Scheibe.
Perkussionist Lasterbalk der Lästerliche spricht im Namen seiner gesamten Spielmannstruppe - er legt dar, dass Saltatio Mortis sich damals wie heute als moderne Spielleute sehen. "Uns ging es von Anfang an um Musik und Leben der Spielleute. Wir haben mit historischen Stücken auf den Straßen und Marktplätzen begonnen und dann nach und nach moderne Musik integriert. Wir leben frei und sind nach wie vor gerne auf der Straße unterwegs, egal wohin sie uns führt. Unsere Musik zu spielen und unsere Geschichten zu erzählen, macht uns auf den großen Festivals genauso viel Spaß wie auf der Straße oder den Bühnen der mittelalterlichen Märkte. Nach der Umbesetzung sind wir dem eigentlichen Ziel wieder näher gekommen." So eine Trennung nach sieben Jahren in Urbesetzung ist immer hart, auch für unsere Mittelalter-Helden, wie Lasterbalk bekennt. "Aber in jedem Ende liegt ja auch eine Chance und ein neuer Anfang für die Band, aber auch für die Ausscheidenden. Aus Sicht der Gruppe haben wir die Chance genutzt und uns erneuert, eben wie ein Phönix aus der Asche. Wir haben uns wieder stärker auf unsere Wurzeln besonnen und klingen frischer und spielfreudiger als jemals zuvor. Unsere aktuelle Musik ist daher für alle Menschen, die noch Träume haben, die Lust und Spaß am Leben haben und die geistig noch nicht tot sind." Der Trommler glaubt, dass "Aus der Asche" das bisher beste Album seiner Band darstellt. "Ein Musikjournalist meinte kürzlich ganz spontan: "Das ist bisher das beste Album des Jahres', und sowohl Fans, Kollegen und Freunde sind gleichermaßen begeistert. Ja, ich bin wirklich vollauf zufrieden damit." Wie die neuen Kompositionen für das Album nun genau entstanden sind, ist für Lasterbalk nur sehr schwer zu erklären. "Das ist wirklich schwer zu sagen. Es ist immer eine Idee am Anfang - aber ohne Inspiration, Bauchgefühl und anschließend eine gute Portion Kopf geht gar nichts. Es ist immer ein fordernder Akt eine Platte zu schreiben, das braucht viel Zeit und Einsatz aller Beteiligten." Die wichtigste Inspiration für die Lieder von Saltatio Mortis ist das Leben und das Erlebte. "Wir schreiben Songs auch unterwegs, oft noch unter dem Einfluss der gerade erlebten Abenteuer. Wir lieben unser Leben und wir haben die wundervolle Gelegenheit viel Neues zu entdecken und auf unseren Reisen viel zu erfahren. Das ist der Stoff aus dem unsere Lieder sind, deshalb sind sie auch mal traurig und mal eher euphorisch", schießt es aus dem Taktmann heraus.
Überraschend und Gut!
von Alexander Ertner (01.07.2005)
Saltatio Mortis
Überraschend und Gut!
von: Alexander Ertner
vom: Juli 2005
Wer offenen Ohres und Auges die Festivals dieser Welt besucht, dem sollte die siebenköpfige Band Saltatio Mortis schon einmal aufgefallen sein. Eifrig spielt sich ...
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Saltatio Mortis
Überraschend und Gut!
von: Alexander Ertner
vom: Juli 2005
Wer offenen Ohres und Auges die Festivals dieser Welt besucht, dem sollte die siebenköpfige Band Saltatio Mortis schon einmal aufgefallen sein. Eifrig spielt sich die Band in die Herzen ihrer Fans. Das Live-Album "Manufactum" bewies es Anfang des Jahres. Dazu verharrten Saltatio Mortis nicht beim Stile des ersten Albums "Tavernakel - Marktmusik des Mittelalters". Spätestens mit "Erwachen" waren die Weichen gestellt und Saltatio Mortis kratzten - aufgrund einiger Ausfälle in der ersten Liga - am Thron des aufgepeppten Mittelalterolymps.
Die Zeit ist knapp, der Redaktionsschluss naht. Eine Email auf den Olymp zu senden ist nicht leicht. Nicht zu wissen wer einem antworten wird ist dumm ... Sie haben Post!
"Hallo, ich bin Dominor. Ich spiele halb rechts Außen und in Zukunft Libero. Ich war die ganze Zeit neben dem Songwriting - man nennt mich auch den Kapellmeister - hauptsächlich für die Blasinstrumente Dudelsack und Schalmei zuständig. Das hat sich nun ein wenig geändert. Meine Liebe zum Gitarre spielen ist wiedergekommen. So passierte es, dass ich auf unserer neuen Platte neben Ungemach, dem Missgestimmten, nun auch mit verantwortlich für die Gitarrenklänge bin."
Ein Smiley hinter dem Kapellmeister zeugt von Humor. Ein neues Album verspricht hingegen meistens neues Glück. Wie steht es da für Dominor, dem Filigranen, um sein neues Werk "Des Königs Henker"?
"Das neue Album ist viel direkter, härter und mittelalterlicher als die anderen Rockscheiben von uns. Wir haben miteinander viel mehr gearbeitet und natürlich auch viel mehr gestritten. Alles in allem konnte sich ein jeder von uns mehr auf dem Album ausleben. Wir sind alle sehr zufrieden mit "Des Königs Henker". Ziemlich viele Knoten sind geplatzt."
Könnte das vielleicht am Produzenten Thomas "Trosi" Heimann-Troisen liegen, welcher bereits in der Vergangenheit mit so namhaften Größen wie Schandmaul, In Extremo oder Subway To Sally zusammengearbeitet hatte?
"Trosi hat von Anfang an eng mit uns zusammengearbeitet. Er besuchte uns sogar in Frankreich. Dort hatten wir eine Woche verbracht, um intensiv zu proben und an den neuen Songs zu arbeiten. Vor Ort fragte Trosi uns zum Beispiel wie wichtig uns die Elektronik für das neue Album ist. Wir kamen dann zu dem Schluss diese komplett wegzulassen. Außerdem hat er uns dann im Studio gezeigt wer der beste Kicker- und Billardspieler ist."
Dieser Verzicht steht der Band gut zu Gesicht, auch wenn immer wieder Vergleiche mit älterem Subway To Sally Material auftauchen dürften.
"Subway To Sally sind wunderbare Kollegen und wahnsinnig gute Musiker. Da sollte sich so mancher einmal ein Scheibchen von abschneiden! So gesehen ist ein Vergleich eher ein Kompliment, welches aber auch weit hergeholt ist. Hauptsache niemand sagt, dass wir sie kopieren!"
Aktuell habt ihr Euch auch an einem Song der "Carmina burana" versucht. Ist dieses Thema nicht irgendwann tot gespielt?
"Ich glaube nicht, dass sich die ,Carmina burana' in nächster Zeit tot spielen wird. Bedenke mal, wie alt diese doch schon ist. Wir kommen nun mal von der Mittelalterlichen - Marktmusik. Unser Anliegen war es schon immer, auf unsere ganz eigene Art alte Melodien zu benutzen bzw. zu interpretieren. Das ist eine alte Spielmannstradition!"
Und die Story hinter dem vertonten Gedicht "Verführer" von Hermann Hesse lautet wie?
"Ein Bekannter in der Berufsschule holte einmal einen Gedichtband von Hermann Hesse aus der Tasche und setzte sich an das Klavier. Dann sang und spielte er das Gedicht "Abend". Das war für mich so, als hätte Hermann Hesse den Text ganz speziell für dieses Lied gemacht. Sehr beeindruckend. Da wir alle große Hesse-Fans sind, haben wir dann nach einigem Suchen einen Text gefunden welcher sich wunderbar vertonen ließ. Er passt zu uns und wird wahrscheinlich auch dem ein oder andern Herren aus der Seele sprechen."
Wie hoffst du werden die Fans das neue Album sehen?
"Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele begeistert sein werden. Das wünschen wir uns! Es wird auch ein paar geben, die den alten Stil bevorzugen und mit dem Neuen vielleicht nichts anfangen können. Das wäre natürlich schade. Man kann es nie allen recht machen. Die Kritiken der letzten Platten waren ja auch immer unterschiedlich. Die einen fanden den Mix von Dudelsäcken und Elektronik wunderbar, die andern schrieen "Lasst die Elektronik raus, dann wird es gut". Im Endeffekt können wir in erster Linie nur uns selbst gerecht werden. Und das ist das Wichtigste."