Neon - Negative - CD

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Die Finnen präsentieren auf Album Nummer fünf einmal mehr exzellenten, modernen Glam-Hardrock in der Schnittmenge aus dem Sound ihrer Landsleute Hanoi Rocks, HIM und The Rasmus. Weiterlesen

Artikelnummer173464
Erhältlich seit23.07.2010
Format/ProduktCD
KategorieCDs
GenreGothic Metal
Neon von Negative

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Letzte Bewertung: 04.01.2012

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Geschrieben am: Alter: 15 - 20 Jahre
Positiv!

Das Album kann meiner Meinung nach zwar nicht mit KarmaKiller mithalten, trotzdem sind dort wahnsinnig gute Songs drauf.
Das Outro ist der einzige Punkt,den ich in der Bewertung abziehe. Ich finde nicht, dass es zum Rest des Albums passt, anders wäre es vlt gewesen,wenn Jonne es selbst gelesen hätte. Die Frauenstimme reißt einen ganz schön aus dem Fluss.
Ansonsten durchaus EMPfehlenswert!

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Geschrieben am: Alter: 15 - 20 Jahre
Negative goes Neon

Mit etwas Verzögerung erscheint nun das fünfte Studiowerk der Finnen von Negative endlich auch in Deutschland. Auf den Namen „Neon“ hört das gute Stück und diesmal haben sich die fünf Emotionalrocker rund um den charismatischen Frontmann Jonne Aaron auf in die weite Welt gemacht – für die Aufnahmen reiste man nach L.A. aus, was teils hörbar, jedoch vor allem im Plattencover sichtbar wird.

„Wir haben das gesamte Album nochmal überarbeitet, um ehrlich zu sein, weil wir mit der ersten Version alle nicht ganz zufrieden waren“, sagt Jonne, Kopf und Songwriter der Band.
Gelohnt hat sich's. Liefern die Rocker doch mit ihrem neuen Streich ein gewohnt solides, wie auch melancholisches und eingängiges Werk ab. Nachdem man beim Vorgänger „Karma Killer“ von der Plattenfirma etwas in das Genre des rebellischen Dunkelrocks gedrückt wurde und zudem den Abschied von Publikumsmagneten und Zweitgitarristen Sir Christus verarbeiten musste, klingt das neue Album wieder eigenständiger, melodischer und textlich erwachsener – offensichtlich hat die Band zu fünft zu sich und damit gleichzeitig ihren Weg gefunden.
„Neon“ wirkt fast wie ein Konzeptalbum – mit einer deutlichen stimmlichen Weiterentwicklung seitens Jonne wird in fast allen 12 Liedern das Loslassen von Vergangenem besungen; mitunter finden sich aber auch Hoffnungsschimmer wieder. Bereits im rockigen Opener „No One Can Save Me Tonight“ wird nach einem „Brandnew start“ verlangt, ehe die Vorabsingle „End Of The Line“ folgt, die zwar insgesamt einen guten Überblick über den Grundgedanken der Platte liefert, dennoch aber wegen ihrer simpel gestrickten Struktur nicht zu den stärksten Songs des Werkes gehört.
Auffällig ist, dass viele der Midtemposongs große Ähnlichkeiten in Melodie und Text aufweisen; trotzdem gibt es auch auf dem fünften Streich der Finnen einige Überraschungen.
So berichtet das vierte Stück „Blood On Blood“ über eine Beziehung, die wider Erwarten nun doch nicht ewig währte. Die eigentliche Besonderheit ist, dass dieser Song bereits auf dem 2006 veröffentlichten Album „Anorectic“ erscheinen sollte, kurzfristig jedoch wieder verworfen wurde. Die obligatorische Ballade ist mit „Believe“ selbstverständlich auch vorhanden und schön wie sie ist, lädt sie den Hörer einfach nur zu einem gut vierminütigen Moment des Mitleidens ein.
Zweifellos ein absoluter Höhepunkt des Albums ist das ruhig beginnende „Celestial Summer“, das schließlich in der Bridge eine dramatische Steigerung mit der herzzerreißenden Bitte „Believe in me“ durchläuft, bis schließlich der schmerzhaft schöne Refrain mit dem fast schon geschrienen „Tell me why“ anschließt. Wahrhaft himmlisch.
Den einzigen Lückenfüller des Albums stellt „Days I'm Living For“, dar – eine typische Midtempokreation der Platte, mit eigentlich schönen Lyrics, jedoch einer recht nichtssagenden Verpackung, was dazu führt, dass der Song knapp 4 Minuten vor sich hin plätschert.
Doch direkt danach horcht der möglicherweise schon leicht selig in Gedanken versunkene Hörer auf, denn schnelle und ganz und gar negativeuntypische Gitarrenriffs bilden den Einstieg zu dem einzigen wirklichen Uptempolied „Since You've Been Gone“. Kurz darauf setzt der hektische und gehetzte Gesang Jonnes ein-völlig unerwartet für das Negativefanohr, das schmachtende und schmerzliche Vocals gewohnt ist.
Hellauf entzückt und noch etwas außer Atem über diese willkommene Abwechslung, ist man nach den furiosen Schlusstakten des offensichtlichen Livekrachers fast schon enttäuscht, als das Intro von „Kiss Of Hope“ folgt und einen weiteren Song mittleren Tempos ankündigt.
Anschließend haben sie es wieder getan und ganz rockstarlike das böse F-Wort benutzt, wenn auch nicht, wie noch 2006, zensiert. Jedoch passt „Fucking Worthless“ nicht in den Gesamtkontext, vor allem in textlicher Hinsicht und auch Jonnes anhaltender „nananana“ Gesang im Finale des Songs ist sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig.

Abschließend lässt sich feststellen, dass die Jungs von Negative auf „Neon“ wieder mit dem glänzen, was sie am besten können: Wunderschöne Strophen als Einleitung, traumhaft melodische Refrains und mitreißende Zwischenparts. Zum Ende folgt die letzte Überraschung der Platte mit dem Outro „Neon Rain“. Ein poetischer, von einer Frauenstimme gelesener Text scheint über das Leben allgemein und das des Frontmannes zu berichten und bezieht Zitate aus „Celestial Summer“ mit ein. Ein bemerkenswerter Abschluss eines gut gelungenen Albums. Jonne und Co. haben sich wirklich ins Zeug gelegt, sodass nur noch zu sagen bleibt: Neonlichter raus und ran an die neue Platte!

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