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Moonspells neues Album "Alpha noir" kommt als 2-CD Mediabook mit zwei Cover Desings.
Moonspell schrieben Mitte der Neunziger Gothic Metal-Geschichte und schaffen es mit ihrem neuen Opus "Alpha noir" endlich wieder, an die Klasse ihrer ersten beiden Kultalben anzuknüpfen. Magie pur!
EMP Redaktion
von Markus Wosgien(12.03.2012)Jawohl! Moonspell ist es nach langer Zeit wieder gelungen, ein neues Album zu veröffentlichen, das der Klasse von "Wolfheart" und "Irreligious" absolut ebenbürtig ist: "Alpha noir". Die neun Tracks sind durch die Bank hymnisch und besitzen den Moonspell typischen südländischen Charme, gepaart mit geheimnisvollen, verführerischen Texten. Dabei klingen die Portugiesen auch soundtechnisch wie zu ihren Anfangstagen uns kreieren von der ersten Sekunde an Spannung und Magie pur. Die perfekte Balance zwischen düsterromantischem Gothic Metal, der Atmosphäre des Black Metals, verhüllt in einem rockenden Gewand, ist anno 2012 wieder das Markenzeichen der einstigen Vorreiter ihres Genres. Dem nicht genug, besitzt "Alpha noir" mit "Omega white" noch einen komplett gegensätzlichen Zwilling. Auf der Bonus-CD der limitierten Erstauflage, frönen Moonspell ihrer Vorliebe für die Sisters Of Mercy und Fields Of The Nephilim, die ab "Sin/Pecado" immer mehr Spuren im Sound von Moonspell hinterließen. Wer also die ganze Bandbreite erfahren möchte, sollte unbedingt zur Doppel-CD greifen.
Interview

Die Phönix aus der blutroten Asche
von Markus Wosgien (12.03.2012)Mitte der Neunziger waren es Moonspell, die dem Gothic Metal eine völlig neue und intensive Note verliehen. Sie kamen ursprünglich aus dem Black Metal-Metier, liebten Vampirgeschichten und besaßen diesen authentischen, geheimnisvollen und verruchten ...
WeiterlesenMitte der Neunziger waren es Moonspell, die dem Gothic Metal eine völlig neue und intensive Note verliehen. Sie kamen ursprünglich aus dem Black Metal-Metier, liebten Vampirgeschichten und besaßen diesen authentischen, geheimnisvollen und verruchten portugiesischen Flair. Anno 2012 melden sich Moonspell mit dem grandiosen neuen Opus "Alpha noir" zurück, dessen limitierter Version sein Zwilling "Omega white" beiliegt. Und endlich gelingt es Moonspell wieder, an die Klasse ihrer ersten beiden Veröffentlichungen anzuknüpfen. Dass die Zeiten der Orientierungslosigkeit vorbei sind, untermauerten nicht zuletzt die Neueinspielungen ihres ersten Demos "Anno satanae" und "Under the Moonspell" sowie ihr darauffolgendes Studioalbum "Night eternal". Seitdem sind vier Jahre vergangen, in denen sich die Gothic Metal-Großmeister intensiv um die Geburtsvorbereitungen dieses ungleichen Zwillingspaares kümmerten. "Wir brauchten Zeit und Geduld, um intensiv an dem neuen Songmaterial zu arbeiten und es reifen zu lassen. Das einzige Ziel war es, unsere besten Nummern zu schreiben." Was viele Acts gerne behaupten, ist Moonspell geglückt. "Unsere Intention war es von Anfang an, interessante und frische Tracks zu schreiben, die uns und unsere Fans herausfordern", erklärt Vokalist Fernando Ribeiro. "Niemals würden wir uns anbiedern oder des Erfolges wegen verbiegen. Moonspell war stets sowohl eine Metal- als auch eine Gothic-Band. Dadurch entstand die Idee, beide Seiten unverändert zu präsentieren. Oft versucht man, in einen atmosphärischen Track mehr Härte zu integrieren oder in eine schnelle Nummer mehr Emotionen zu packen. Schließlich kreierte ich das Alpha/Omega-Konzept, wodurch das Ganze rund wurde und eine starke und dennoch unterschiedliche Einheit bildete." Dabei empfiehlt der Sänger unbedingt zum Kauf der 2-CD, um das gesamte Spektrum zu erfassen. "Die beiden Scheiben sind eine Einladung an die Leute, die Musik an sich und Konzeptalben schätzen, die sich Zeit nehmen und Musik noch mit Hingabe konsumieren." "Alpha noir" ist nicht nur hart, sondern herrlich intensiv und düster romantisch. "Es ist möglicherweise unser härtestes Album und gibt mir das Gefühl, ein Gladiator zu sein, der mit Blutdurst die Arena betritt. Dass es die Schatten unserer Vergangenheit besitzt, ist nur natürlich." Sein Gegenüber sieht der Portugiese fast schon als Tribut an die Urväter jeglicher Gothic-Metiers. "Acts wie die Sisters Of Mercy, Fields Of The Nephilim und Type O Negative haben uns in die Kunst dunkler Musik eingeweiht. Es ist wie der Ruheraum, nach dem Gladiatorensieg, in dem der Tod, die Liebe und viele Emotionen verarbeitet werden." Die 23-jährige Karriere beschreibt der sympathische, intelligente Sänger als "dunklen Regenbogen, dessen Weg mit dornigen Rosen gesät ist. Wir waren die Könige der Nacht und ebenso die Verlierer der darauffolgenden. Dennoch liebe ich das Leben auf meine Weise, denn all die unterschiedlichen Erfahrungen formen den Charakter. Mein Wunsch ist es, dass die Fans den Bands wieder Vertrauen schenken, wie in den Neunzigern. Denn wir sind heute stärker und entschlossener als jemals zuvor."
Voller Selbstbewusstsein!
von Andreas Reissnauer (17.03.2008)Mit "Night eternal" melden sich Moonspell mit einem bärenstarken neuen Album zurück, womöglich ihrem besten seit dem 1996er Klassiker "Irreligious". "Wir sind jetzt seit ein paar Wochen aus dem Studio raus und wenn ich das Album jetzt mit etwas Absta...
WeiterlesenMit "Night eternal" melden sich Moonspell mit einem bärenstarken neuen Album zurück, womöglich ihrem besten seit dem 1996er Klassiker "Irreligious". "Wir sind jetzt seit ein paar Wochen aus dem Studio raus und wenn ich das Album jetzt mit etwas Abstand bewerten soll, kann ich nur sagen, dass ich sehr glücklich mit "Night eternal" bin. Es hat tolle Melodien, richtig gute Songs und eine erstklassige Produktion", meint Sänger Fernando Ribeiro. "Ich bin mir sicher, dass unsere Fans das neue Album sehr mögen werden." Zweifellos. Zumal "Night eternal" die logische Fortführung des mit "The antidote und "Memorial" eingeschlagenen Weges ist, lediglich mit noch besseren Songs. "Wir versuchen stets, etwas Originelles zu erschaffen, indem wir uns von vielen verschiedenen Dingen und Stilen beeinflussen lassen. Ich weiß nicht, ob "Night eternal" eine logische Weiterentwicklung unseres Sounds ist, da wir uns ständig verändern. Ich spüre auch, dass wir noch lange nicht am Ende angelangt sind. Die neue Scheibe hat ihre ganz eigene Qualität und ihren eigenen Charakter und ich bin mir sicher, dass das nächste Album wieder ganz anders klingen wird. Derzeit sprühen wir aber förmlich über vor Selbstbewußtsein und das hört man auch." Mit "The antidote" kehrten Moonspell nach einigen etwas experimentelleren, melodischeren Alben wieder zu ihren Dark Metal Wurzeln zurück und prompt stellten sich wieder Erfolge ein. Ist es nicht frustrierend zu sehen, dass man sich als Metalband nicht zu weit von seiner Erfolgsformel verabschieden darf, ohne Fans zu verlieren? "Wir mußten diese Alben machen, weil wir uns aus künstlerischer Sicht dazu verpflichtet fühlten. Ich denke nicht, dass die Alben schlecht sind, vielmehr hat das Timing einfach nicht gestimmt. 1997 und 1998 war traditioneller Metal auf einmal wieder richtig groß und in den damaligen Zeitgeist haben unsere Alben wohl nicht so richtig reingepasst. Wir sind vielleicht keine progressive Band, haben aber einen progressiven Ansatz, wenn es darum geht, vorhersehbare Strukturen aufzubrechen. Ich bin mir sicher, dass unsere Fans unter anderem genau das an uns schätzen." Bevor ihr "Night eternal" in Dänemark mit Tue Madsen aufgenommen habt, ist Waldemar Sorychta zu euch nach Lissabon für eine Pre-Production gereist. "Waldemar ist ein alter Freund der Band und wir haben bekanntlich auch einige Alben mit ihm aufgenommen. Er kennt unseren Sound wie kein anderer und seine Meinung ist uns sehr wichtig. Er gibt Tipps und zeigt Möglichkeiten bei Arrangements auf und wir probieren das gerne mal aus. Allerdings ist es immer die Band, die das letzte Wort hat, was Waldemar selbstredend respektiert." Als nächstes werden Moonspell auf auserwählten Sommerfestivals in ganz Europa zu sehen sein. Mit einer Clubtour ist für den Spätherbst diesen Jahres zu rechnen.
Beseelte Düsterlieder
von Markus Eck (03.04.2006)Die ebenso beständigen wie seit ihrem damaligen Überwerk "Wolfheart" stetig erfolgreichen portugiesischen Dunkel-Metaller fahren mittels ihres neuen Studioalbums "Memorial" überraschend schwere Geschütze auf: Dermaßen hart und wuchtig und dabei so ei...
WeiterlesenDie ebenso beständigen wie seit ihrem damaligen Überwerk "Wolfheart" stetig erfolgreichen portugiesischen Dunkel-Metaller fahren mittels ihres neuen Studioalbums "Memorial" überraschend schwere Geschütze auf: Dermaßen hart und wuchtig und dabei so eingängig melodisch und vollatmosphärisch hat man Moonspell viel zu lange nicht mehr erlebt. Der - nicht nur auf stimmlicher Ebene - sehr charismatische Vokalist Fernando Ribeiro plauderte gerne ein wenig mit uns zum neuen Produkt.
"Ich bin sehr enthusiastisch, was ,Memorial' anbelangt. Moonspell geriet ja über all die Jahre zu einer musikalisch sehr vielfältigen Band, von daher wurde es immer schwieriger, alle unsere stilistischen Vorlieben in den Kompositionen zu verwirklichen. Doch mit dem neuen Werk haben wir zweifelsohne eine famose Formel gefunden, dies annähernd zu verwirklichen", gibt der Sänger zu Protokoll. Für dieses neue Vollzeitwerk gilt laut Fernando ebenfalls: "Alles darauf wirkt wie aus einem einzigen kreativen Guss. Selten waren wir alle in der Band uns so sehr einig, was die klangliche Erscheinung unserer Stücke betrifft. Uns kam dabei zugute, dass wir vorab bereits ein ganz klar definiertes Bild vor dem geistigen Auge hatten, wie das Album genau werden soll. Dadurch konnten wir den kompositorischen Dingen auf ganz natürliche Art und Weise, möglichst locker und unverkrampft, künstlerisch völlig freien Lauf lassen. Die Konzentration, nicht nur auf das Wesentliche der Songstrukturen, konnte sich somit jederzeit voll entfalten. Auch für die Feinheiten war ordentlich Zeit vorhanden, was man dem Album auch vollauf anhört." Wie Fernando im Weiteren berichtet, schlug sich diese entfaltungsfreudige Art des Arbeitens auch im Studio bestens nieder. "Als wir die Stücke bei euch in Deutschland aufnahmen, konnten wir ebenfalls von dieser ganz speziellen, gelockerten Gesamtstimmung zehren. Etwas besseres kann einer Band doch eigentlich gar nicht passieren!" Aufgrund dessen enthält der aktuelle Silberdeckel auch nur erstklassiges Moonspell-Material, und keinerlei eher belanglose Auffüll-Songs, so der Sänger. "Wir sind davon überzeugt, ich insbesondere, dass wir es endlich mal wieder geschafft haben, genau das auf einer Platte zu verewigen, was unsere Band einst so erfolgreich und berühmt gemacht hat."