The blackening - Machine Head - 2-LP
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| Artikelnummer | 309095 |
| Erhältlich seit | 27.04.2007 |
| Format/Produkt | 2-LP, Deluxe Edition |
| Kategorie | Vinyl |
| Genre | Thrash Metal |
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Tracklist
Machine Head - The blackening
Seite 1
- 1.Clenching The Fists Of Dissent
- 2.Beautiful Mourning
- 3.Aesthetics Of Hate
- 4.Now I Lay Thee Down
- 5.Slanderous
- 6.Halo
- 7.Wolves
- 8.A Farewell To Arms
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Interview

Direkt von der Bühne
von Markus Eck (14.11.2012)Seit ihrem wichtigen 1994er Debutalbum "Burn your eyes" zählen die Nordkalifornier um Gründer, Sänger und Gitarrist Robert "Robb" Flynn zu den stärksten und einflussreichsten Neo Thrash Metal-Truppen überhaupt. Schließlich versteht es die immens popu...
WeiterlesenSeit ihrem wichtigen 1994er Debutalbum "Burn your eyes" zählen die Nordkalifornier um Gründer, Sänger und Gitarrist Robert "Robb" Flynn zu den stärksten und einflussreichsten Neo Thrash Metal-Truppen überhaupt. Schließlich versteht es die immens populäre Formation aus der dortigen berühmten Bay Area wirklich blendend, benzinartige Groove- und Industrial-Elemente ins eigene Sound-Inferno hineinzupumpen. Sämtliche Höhen und Tiefen ihrer Karriere überlebten die US-Maschinenköpfe ebenso mühelos wie sie ihre riesigen musikalischen Energien immer wieder direkt von den Bühnen in Menschenmassen transformieren. Und letztere Ausnahmesituation können die Fans der Band jetzt auch ganz bequem und gemütlich bei sich daheim im Sessel genießen, denn jetzt kommt das neue Doppel-Live-Album "Machine fucking head live"! "Machine fucking head", so nennen die Fans nämlich "ihre" Band. "Dies stellt unsere zweite Live-Veröffentlichung dar, nachdem 2003 erschienenen ,Hellalive'", lässt Robb wissen, "das war also vor neun Jahren und ich bin sehr froh, noch immer mit Machine Head am Start zu sein und den Fans eine schweißtreibende Show liefern zu können. ,Machine fucking head live' gibt die hohe Intensität und die inhaltliche Tiefe unserer Musik auf der Bühne absolut optimal wieder." "Machine fucking head live" wurde während des vergangenen Jahres an verschiedenen Stationen der letzten Welttournee der beständigen Gruppe aufgenommen. "Wir spielten dabei sehr viele gute Songs aus unserer bisherigen Laufbahn, es lief einfach super. Am besten kamen immer wieder die Tracks ,Imperium', ,Aesthetics of hate', ,Locust', ,Ten ton hammer', ,This is the end' und natürlich ,Halo' bei den Leuten an. Bei diesen Nummern bildeten sich die wildesten Moshpits, daher mussten sie unbedingt allesamt mit drauf auf die neue Machine Head-Packung! Glücklicherweise ermöglicht es die moderne Technik mittlerweile, solcherlei Live-Mitschnitte so dermaßen transparent und authentisch aufzuzeichnen, dass alles 1:1 für eine digitale Wiedergabe übertragen werden kann. Insgesamt sind ganze 15 Tracks zu erleben, allesamt sehr hörenswert. Auch unser berühmtester Song ,Davidian' ist mit dabei. Insgesamt fast zwei Stunden aus den besten Konzertnächten, die wir in den 18 Jahren unseres Bestehens je hatten."
von (19.09.2011)
1. Stell dich kurz vor
Ich bin Robb Flynn von Machine Head und ich bin hier, um mit euch über unser neues Album zu sprechen.
2. Woher kam die Inspiration zu "Unto the locust"?
Wir wollten uns selber herausfordern und uns als Künstler weiterbringen....
Weiterlesen1. Stell dich kurz vor
Ich bin Robb Flynn von Machine Head und ich bin hier, um mit euch über unser neues Album zu sprechen.
2. Woher kam die Inspiration zu "Unto the locust"?
Wir wollten uns selber herausfordern und uns als Künstler weiterbringen. Wir haben eine Menge Lobeshymnen und einige unglaubliche Momente mit ,The blackening' eingefahren und wollten auf keinen Fall ein Album machen, dass so etwas wie ,The blackening Teil 2' wird - wir wollten etwas hinbekommen, das sich von jener Platte unterscheidet, nicht in ihrem Schatten steht. Und so fingen wir an, uns Bands wie Judas Priest, die Scorpions oder Rush genauer anzusehen. Bands, die fantastische Alben veröffentlicht haben (und das auch in späteren Jahren ihrer Karriere). Nimm zum Beispiel Judas Priest: Bei einem Album wie ,Screaming for vengeance' oder sogar bei einem Album, das zehn Jahre später herauskam, wie ,Painkiller', erlaubten sie sich, moderne Einflüsse zuzulassen, sie in ihre Musik mit einsinken zu lassen und trotzdem haben sie es geschafft, die Essenz ihrer Band zu bewahren. Als wir dann noch erfuhren, dass KK Downing und Glen Tipton sogar Gitarrenstunden genommen hatten, um das Shredden und diese spezielle Art von Arpeggios zu lernen, hat uns das wirklich inspiriert. Das brachte uns dazu, darüber nachzudenken, in welche Richtung wir gehen wollten. Daher kam die Inspiration.
3. Auf welchen Song oder auf welche Songs auf dem Album bist du besonders stolz?
Die Songs, auf die besonders stolz bin...Hm, wir sind nun wirklich keine Band für Single-Material oder machen einen Song und dann den nächsten - oft gehen wir eher themenbezogen an ein Album heran oder manchmal wie an einen Film. Das heißt, es gibt einen Anfang, eine Mitte, es gibt Höhepunkte und Tiefen und es gibt ein Ende. Wir sehen eher das Gesamtbild, den großen Zusammenhang. Zurzeit bin ich ja auf Presse-Tour und alle Reaktionen waren wirklich positiv. Viele Leute fokussieren sich songtechnisch auf ,Who we are' und ,Darkness within' und das ist klasse, weil genau die beiden Songs für uns ein bisschen außergewöhnlich, ein bisschen anders sind.
4. Der erste Track, den alle gehört haben, war "Locust" - lass uns über diesen Song sprechen.
Er handelt von einem Wesen, das in dein Leben tritt und einen ähnlichen Effekt hat wie ein Heuschreckenschwarm: Es verursacht Chaos und Zerstörung und lässt dich in deinen Überresten zurück. Es kann sich dabei um einen Freund, einen Beziehungspartner, eine Regierung oder auch eine Religion handeln und wir haben es als Titel gewählt, weil es eigentlich eine Metapher ist. Wir lieben die Tatsache, dass es eine Metapher ist, denn das bedeutete, dass wir einiges mit dem Cover und dem Albumdesign anstellen konnten, welches dieses Insekt beinhaltete und das wir das thematisch in die Scheibe mit einbauen konnten. Aber letzten Endes steht ,The locust' für etwas anderes, es IST etwas anderes. Wenn du mal über das Cover, das tatsächlich eine mutierte Heuschrecke zeigt, hinausschaust. Wir mögen diese Doppeldeutigkeit als Albumtitel.
5. Bei der Special-Edition des Albums, die auch einen DVD enthält, gibt es Filmmaterial von euren Kindern, die beim letzten Track "Who we are" mitsingen - wessen Idee war das? Hatten sie Spaß daran?
Ja, auf der DVD kann man die Kids sehen, es sind unsere Kinder: Phils Sohn, meine zwei Söhne und die zwei Töchter meines Soundtechnikers Juan. Als ich das Riff zu dem Song schrieb, zupfte ich an meiner Gitarre herum, schrieb die Refrains und sang, was ich an Text dazu hatte. Während ich spielte, waren meine Kinder unten und fuhren voll darauf ab, sie schrien und riefen und fingen an zu singen... Und als sie damit anfingen, dachte ich: ,Wow! Wie cool wäre es, wenn die Kinds da mitmachen würden?' und so haben wir sie da mit einbezogen! Irgendwie war es so ähnlich wie bei dem einen Song von Pink Floyd ,Another brick in the wall', aber anstelle eines richtigen Kinderchores, wollten wir eher einen etwas chaotischen und nicht so perfekten Effekt erzielen, so wie bei Kindern, die auf dem Schulhof durcheinander rufen. Und die Kids waren wirklich gut und sie hatten eine Menge Spaß. Meine beiden lieben es, diesen Song zu hören, weil sie dabei waren und sie sind stolz aufeinander, das ist cool. Sie mögen den Song wirklich!! Es ist das allererste Mal in unserer Bandhistorie ist, dass meine Kinder einen unserer Songs mögen!
6. Wie würdest du "Unto the locust" mit "The blackening" vergleichen?
Für uns sind ,Unto the locust' und ,The blackening' sehr verschiedene Scheiben. Sie wurden zu sehr verschiedenen Zeiten geschrieben. Wir fingen mit dem Material für ,The blackening' im August 2005 an und mit dem für ,Unto the locust' im Mai oder Juni 2010. Also liegen fünf Jahre dazwischen und in den Jahren ist einiges passiert. Ich glaube, ,The blackening' war das Beste, was wir zu jenem Zeitpunkt abgeben konnten. Dann waren wir drei Jahre auf Tour und haben unsere Spielfähigkeit noch verbessert, so dass wir bessere Musiker waren, als wir erneut mit dem Schreiben für ein Album anfingen. Wir waren zu einer Einheit zusammengeschmolzen und die Arbeiten für ,Unto the locust' spielten sich auf einem ganz anderen Niveau ab.
7. Das Artwork des Albums ist sehr auffällig - wer ist der Künstler, der dafür verantwortlich ist? Seid ihr zu ihm bereits mit einer anfänglichen Idee gekommen oder hat er sich die Musik angehört und dann diesen Einfall gehabt?
Der Mann, der das ,Unto the locust'-Artwork angefertigt hat, ist ein in England wohnender Künstler namens Paul Gerrard, dessen Hauptbeschäftigung es eigentlich ist, Computergrafiken für Hollywoodfilme zu erstellen. Kunst betreibt er eigentlich nur als Hobby. Ich bin irgendwann über seine Arbeit gestolpert und sie hat mich umgehauen! Ich fand sein Zeug super und war echt hin und weg. Seine Sachen haben diesen modernen Giger-Touch, eine Menge Farbe und Schatten und er konnte diese menschlichen Elemente da einbauen. Also haben wir ihn kontaktiert und er hatte Lust, etwas für uns zu machen. Was wir gut fanden, war die Tatsache, dass er nicht in der Musikindustrie arbeitete, dass er keine Ahnung hatte, was andere Bands oder Cover-Künstler so machen. Es war super, dass er auf seine Weise arbeiten konnte, in seiner eigenen kleinen Welt, ungeachtet dessen, was andere tun. Also haben wir ihn engagiert und er hat es super hingekriegt. Er hat ungefähr acht verschiedene Bilder für das gesamte Package angeliefert, sehr konsequent und sehr bizarr. Meiner Meinung nach, ist das eines der besten Packages, die wir jemals gemacht haben. Es ist einzigartig und sehr unterschiedlich zu dem, was ich bisher von anderen Bands gesehen habe. Ich bin ziemlich begeistert davon.
8. Du hast jedes Machine Head-Album seit "Through the ashes" produziert - wie schwer ist dir die Entscheidung, die Zügel komplett selber in die Hand zu nehmen, am Anfang gefallen? Würdest du es für die Zukunft auch in Betracht ziehen, die Alben anderer Künstler zu produzieren?
Ja, ich fing 2003 mit ,Through the ashes of empires' an, die Machine Head-Alben zu produzieren. Am Anfang war das mehr eine Notwendigkeit. Der Typ, den wir eigentlich immer gern dafür genommen hatten, Colin Richardson, war nicht verfügbar. Er konnte zwar den Mix machen, aber nicht die Aufnahmen. Also sprachen wir mit einigen anderen Leuten und irgendetwas bei diesen anderen war immer komisch - wir fühlten, dass sie zu viel von ihrem Sound auf unseren Sound drauf packen würden. Es endete damit, dass ich mich selber vorschlug - ich hatte die Demos der Band seit 1996 produziert, also war sowieso jeder irgendwie an mich, meine Arbeitsweise und meine Art des Aufnehmens gewöhnt. Es war gar keine große Sache. Also war jeder glücklich mit mir und als die Zeit dann kam, fragten sie mich, ob ich ,The blackening' machen wolle und jetzt eben, ob ich diese Scheibe machen will. Man ist ein bisschen Mädchen für alles und manchmal muss man auch den Psychologen spielen, aber alle schienen es echt gut zu finden und deshalb wollte ich es erst recht machen. Und, ja, wenn ich die Zeit dafür hätte, würde ich auch durchaus daran denken, andere Künstler zu produzieren. Für Machine Head ist das mehr ein Liebesdienst, aber was andere betrifft - ich hätte nichts dagegen.
9. Für "The blackening" seid ihr extrem lang getourt, rechnet ihr für dieses Album mit einem ähnlich langen Zeitraum? Wie ist es, solange unterwegs zu sein, besonders, wenn man Kinder hat?
Die ,The blackening'-Tour war wirklich extrem lang - drei Jahre! Vielleicht die längste Tour überhaupt von einer Band! Aber es war super und eines dieser ,ein Traum wird wahr'-Szenarien. Es war klasse, wir haben so viel Einmaliges erlebt, aber noch einmal kann ich mir das in dieser Länge nicht vorstellen. Ich vermisse meine Kids und meine Frau und ich weiß nicht, ob sich nochmal derartige Gelegenheiten ergeben werden. Aber ich würde zum jetzigen Zeitpunkt sagen, wir bleiben mal bei einer normalen Tour, die auch schon ziemlich lang ist! Für ,Through the ashes of empires' sind wir 20 Monate unterwegs gewesen, was schon heftig ist, und das kann ich mir ja auch noch durchaus vorstellen.
10. Freust du dich darauf, mit euren Labelmates DevilDriver im Dezember wieder nach England zu kommen, um eine Arena-Tour zu headlinen?
Ich freue mich wirklich darauf, wieder mal in England zu sein! Wir haben ein großartiges Package zusammengestellt - für ,The black crusade" hatten wir damals Trivium, Dragonforce, Arch Enemy und Shadows Fall. Wenn man solche Tourpackages zusammenstellt, ist es cool, dass man all diese verschiedenen Metal-Facetten am Start hat. Also haben wir dieses Mal Bring Me The Horizon, DevilDriver und Darkest Hour. Jeder bringt etwas anderes mit und sorgt für einen großartigen Abend. Es ist die Welt von Machine Head, es ist ein fetter Machine Head-Event und wir stehen drauf. Wir sind supergespannt, es sind die größten Arenen, in denen wir je gespielt haben - wir spielen im Wembley-Stadion! - wieder dort zu sein, macht es sehr spannend. Ich kann's kaum erwarten - das wird sicher großartig!
11. Hast du die Online-Petition gesehen, in der dazu aufgerufen wird, Machine Head zum Headliner für das Download Festival 2012 zu machen ? Was denkst du darüber?
Ich habe die Petition gesehen, die fordert, dass wir das Download headlinen sollen - verrückt... Naja, halt eine dieser Gesichten, über die man einfach lachen muss: ,Was - da gibt' eine Petition, dass wir das Download Festival headlinen sollen?'!! Ich meine, das ist großartig und wenn die Welt das will und die Veranstalter auch - denn es liegt nicht an uns, sondern es ist ihre Entscheidung - also, wenn sie es wollen: wir sind mehr als bereit. Wir waren letztes Jahr Headliner auf dem Wacken Open Air, haben vor 80.000 Leuten gespielt und es hinbekommen. Also weiß ich, dass wir's packen, aber die Entscheidung liegt wirklich nicht bei uns. Wenn die Götter entscheiden, dass es so sein soll - so sei es.
Ich bin Robb Flynn von Machine Head und ich bin hier, um mit euch über unser neues Album zu sprechen.
2. Woher kam die Inspiration zu "Unto the locust"?
Wir wollten uns selber herausfordern und uns als Künstler weiterbringen. Wir haben eine Menge Lobeshymnen und einige unglaubliche Momente mit ,The blackening' eingefahren und wollten auf keinen Fall ein Album machen, dass so etwas wie ,The blackening Teil 2' wird - wir wollten etwas hinbekommen, das sich von jener Platte unterscheidet, nicht in ihrem Schatten steht. Und so fingen wir an, uns Bands wie Judas Priest, die Scorpions oder Rush genauer anzusehen. Bands, die fantastische Alben veröffentlicht haben (und das auch in späteren Jahren ihrer Karriere). Nimm zum Beispiel Judas Priest: Bei einem Album wie ,Screaming for vengeance' oder sogar bei einem Album, das zehn Jahre später herauskam, wie ,Painkiller', erlaubten sie sich, moderne Einflüsse zuzulassen, sie in ihre Musik mit einsinken zu lassen und trotzdem haben sie es geschafft, die Essenz ihrer Band zu bewahren. Als wir dann noch erfuhren, dass KK Downing und Glen Tipton sogar Gitarrenstunden genommen hatten, um das Shredden und diese spezielle Art von Arpeggios zu lernen, hat uns das wirklich inspiriert. Das brachte uns dazu, darüber nachzudenken, in welche Richtung wir gehen wollten. Daher kam die Inspiration.
3. Auf welchen Song oder auf welche Songs auf dem Album bist du besonders stolz?
Die Songs, auf die besonders stolz bin...Hm, wir sind nun wirklich keine Band für Single-Material oder machen einen Song und dann den nächsten - oft gehen wir eher themenbezogen an ein Album heran oder manchmal wie an einen Film. Das heißt, es gibt einen Anfang, eine Mitte, es gibt Höhepunkte und Tiefen und es gibt ein Ende. Wir sehen eher das Gesamtbild, den großen Zusammenhang. Zurzeit bin ich ja auf Presse-Tour und alle Reaktionen waren wirklich positiv. Viele Leute fokussieren sich songtechnisch auf ,Who we are' und ,Darkness within' und das ist klasse, weil genau die beiden Songs für uns ein bisschen außergewöhnlich, ein bisschen anders sind.
4. Der erste Track, den alle gehört haben, war "Locust" - lass uns über diesen Song sprechen.
Er handelt von einem Wesen, das in dein Leben tritt und einen ähnlichen Effekt hat wie ein Heuschreckenschwarm: Es verursacht Chaos und Zerstörung und lässt dich in deinen Überresten zurück. Es kann sich dabei um einen Freund, einen Beziehungspartner, eine Regierung oder auch eine Religion handeln und wir haben es als Titel gewählt, weil es eigentlich eine Metapher ist. Wir lieben die Tatsache, dass es eine Metapher ist, denn das bedeutete, dass wir einiges mit dem Cover und dem Albumdesign anstellen konnten, welches dieses Insekt beinhaltete und das wir das thematisch in die Scheibe mit einbauen konnten. Aber letzten Endes steht ,The locust' für etwas anderes, es IST etwas anderes. Wenn du mal über das Cover, das tatsächlich eine mutierte Heuschrecke zeigt, hinausschaust. Wir mögen diese Doppeldeutigkeit als Albumtitel.
5. Bei der Special-Edition des Albums, die auch einen DVD enthält, gibt es Filmmaterial von euren Kindern, die beim letzten Track "Who we are" mitsingen - wessen Idee war das? Hatten sie Spaß daran?
Ja, auf der DVD kann man die Kids sehen, es sind unsere Kinder: Phils Sohn, meine zwei Söhne und die zwei Töchter meines Soundtechnikers Juan. Als ich das Riff zu dem Song schrieb, zupfte ich an meiner Gitarre herum, schrieb die Refrains und sang, was ich an Text dazu hatte. Während ich spielte, waren meine Kinder unten und fuhren voll darauf ab, sie schrien und riefen und fingen an zu singen... Und als sie damit anfingen, dachte ich: ,Wow! Wie cool wäre es, wenn die Kinds da mitmachen würden?' und so haben wir sie da mit einbezogen! Irgendwie war es so ähnlich wie bei dem einen Song von Pink Floyd ,Another brick in the wall', aber anstelle eines richtigen Kinderchores, wollten wir eher einen etwas chaotischen und nicht so perfekten Effekt erzielen, so wie bei Kindern, die auf dem Schulhof durcheinander rufen. Und die Kids waren wirklich gut und sie hatten eine Menge Spaß. Meine beiden lieben es, diesen Song zu hören, weil sie dabei waren und sie sind stolz aufeinander, das ist cool. Sie mögen den Song wirklich!! Es ist das allererste Mal in unserer Bandhistorie ist, dass meine Kinder einen unserer Songs mögen!
6. Wie würdest du "Unto the locust" mit "The blackening" vergleichen?
Für uns sind ,Unto the locust' und ,The blackening' sehr verschiedene Scheiben. Sie wurden zu sehr verschiedenen Zeiten geschrieben. Wir fingen mit dem Material für ,The blackening' im August 2005 an und mit dem für ,Unto the locust' im Mai oder Juni 2010. Also liegen fünf Jahre dazwischen und in den Jahren ist einiges passiert. Ich glaube, ,The blackening' war das Beste, was wir zu jenem Zeitpunkt abgeben konnten. Dann waren wir drei Jahre auf Tour und haben unsere Spielfähigkeit noch verbessert, so dass wir bessere Musiker waren, als wir erneut mit dem Schreiben für ein Album anfingen. Wir waren zu einer Einheit zusammengeschmolzen und die Arbeiten für ,Unto the locust' spielten sich auf einem ganz anderen Niveau ab.
7. Das Artwork des Albums ist sehr auffällig - wer ist der Künstler, der dafür verantwortlich ist? Seid ihr zu ihm bereits mit einer anfänglichen Idee gekommen oder hat er sich die Musik angehört und dann diesen Einfall gehabt?
Der Mann, der das ,Unto the locust'-Artwork angefertigt hat, ist ein in England wohnender Künstler namens Paul Gerrard, dessen Hauptbeschäftigung es eigentlich ist, Computergrafiken für Hollywoodfilme zu erstellen. Kunst betreibt er eigentlich nur als Hobby. Ich bin irgendwann über seine Arbeit gestolpert und sie hat mich umgehauen! Ich fand sein Zeug super und war echt hin und weg. Seine Sachen haben diesen modernen Giger-Touch, eine Menge Farbe und Schatten und er konnte diese menschlichen Elemente da einbauen. Also haben wir ihn kontaktiert und er hatte Lust, etwas für uns zu machen. Was wir gut fanden, war die Tatsache, dass er nicht in der Musikindustrie arbeitete, dass er keine Ahnung hatte, was andere Bands oder Cover-Künstler so machen. Es war super, dass er auf seine Weise arbeiten konnte, in seiner eigenen kleinen Welt, ungeachtet dessen, was andere tun. Also haben wir ihn engagiert und er hat es super hingekriegt. Er hat ungefähr acht verschiedene Bilder für das gesamte Package angeliefert, sehr konsequent und sehr bizarr. Meiner Meinung nach, ist das eines der besten Packages, die wir jemals gemacht haben. Es ist einzigartig und sehr unterschiedlich zu dem, was ich bisher von anderen Bands gesehen habe. Ich bin ziemlich begeistert davon.
8. Du hast jedes Machine Head-Album seit "Through the ashes" produziert - wie schwer ist dir die Entscheidung, die Zügel komplett selber in die Hand zu nehmen, am Anfang gefallen? Würdest du es für die Zukunft auch in Betracht ziehen, die Alben anderer Künstler zu produzieren?
Ja, ich fing 2003 mit ,Through the ashes of empires' an, die Machine Head-Alben zu produzieren. Am Anfang war das mehr eine Notwendigkeit. Der Typ, den wir eigentlich immer gern dafür genommen hatten, Colin Richardson, war nicht verfügbar. Er konnte zwar den Mix machen, aber nicht die Aufnahmen. Also sprachen wir mit einigen anderen Leuten und irgendetwas bei diesen anderen war immer komisch - wir fühlten, dass sie zu viel von ihrem Sound auf unseren Sound drauf packen würden. Es endete damit, dass ich mich selber vorschlug - ich hatte die Demos der Band seit 1996 produziert, also war sowieso jeder irgendwie an mich, meine Arbeitsweise und meine Art des Aufnehmens gewöhnt. Es war gar keine große Sache. Also war jeder glücklich mit mir und als die Zeit dann kam, fragten sie mich, ob ich ,The blackening' machen wolle und jetzt eben, ob ich diese Scheibe machen will. Man ist ein bisschen Mädchen für alles und manchmal muss man auch den Psychologen spielen, aber alle schienen es echt gut zu finden und deshalb wollte ich es erst recht machen. Und, ja, wenn ich die Zeit dafür hätte, würde ich auch durchaus daran denken, andere Künstler zu produzieren. Für Machine Head ist das mehr ein Liebesdienst, aber was andere betrifft - ich hätte nichts dagegen.
9. Für "The blackening" seid ihr extrem lang getourt, rechnet ihr für dieses Album mit einem ähnlich langen Zeitraum? Wie ist es, solange unterwegs zu sein, besonders, wenn man Kinder hat?
Die ,The blackening'-Tour war wirklich extrem lang - drei Jahre! Vielleicht die längste Tour überhaupt von einer Band! Aber es war super und eines dieser ,ein Traum wird wahr'-Szenarien. Es war klasse, wir haben so viel Einmaliges erlebt, aber noch einmal kann ich mir das in dieser Länge nicht vorstellen. Ich vermisse meine Kids und meine Frau und ich weiß nicht, ob sich nochmal derartige Gelegenheiten ergeben werden. Aber ich würde zum jetzigen Zeitpunkt sagen, wir bleiben mal bei einer normalen Tour, die auch schon ziemlich lang ist! Für ,Through the ashes of empires' sind wir 20 Monate unterwegs gewesen, was schon heftig ist, und das kann ich mir ja auch noch durchaus vorstellen.
10. Freust du dich darauf, mit euren Labelmates DevilDriver im Dezember wieder nach England zu kommen, um eine Arena-Tour zu headlinen?
Ich freue mich wirklich darauf, wieder mal in England zu sein! Wir haben ein großartiges Package zusammengestellt - für ,The black crusade" hatten wir damals Trivium, Dragonforce, Arch Enemy und Shadows Fall. Wenn man solche Tourpackages zusammenstellt, ist es cool, dass man all diese verschiedenen Metal-Facetten am Start hat. Also haben wir dieses Mal Bring Me The Horizon, DevilDriver und Darkest Hour. Jeder bringt etwas anderes mit und sorgt für einen großartigen Abend. Es ist die Welt von Machine Head, es ist ein fetter Machine Head-Event und wir stehen drauf. Wir sind supergespannt, es sind die größten Arenen, in denen wir je gespielt haben - wir spielen im Wembley-Stadion! - wieder dort zu sein, macht es sehr spannend. Ich kann's kaum erwarten - das wird sicher großartig!
11. Hast du die Online-Petition gesehen, in der dazu aufgerufen wird, Machine Head zum Headliner für das Download Festival 2012 zu machen ? Was denkst du darüber?
Ich habe die Petition gesehen, die fordert, dass wir das Download headlinen sollen - verrückt... Naja, halt eine dieser Gesichten, über die man einfach lachen muss: ,Was - da gibt' eine Petition, dass wir das Download Festival headlinen sollen?'!! Ich meine, das ist großartig und wenn die Welt das will und die Veranstalter auch - denn es liegt nicht an uns, sondern es ist ihre Entscheidung - also, wenn sie es wollen: wir sind mehr als bereit. Wir waren letztes Jahr Headliner auf dem Wacken Open Air, haben vor 80.000 Leuten gespielt und es hinbekommen. Also weiß ich, dass wir's packen, aber die Entscheidung liegt wirklich nicht bei uns. Wenn die Götter entscheiden, dass es so sein soll - so sei es.
Das schwarze Album
von Ronald B. Baader (03.04.2007)Man kann sich auf einen extrem düsteren Sommer freuen, wenn die Bay-Area Thrasher mit "The blackening" ihr bisher aggressivstes, dunkelstes und komplexestes Album vorlegen! Auch wenn die Neo-Thrasher das Material von "The blackening" im Vorfeld eher ...
WeiterlesenMan kann sich auf einen extrem düsteren Sommer freuen, wenn die Bay-Area Thrasher mit "The blackening" ihr bisher aggressivstes, dunkelstes und komplexestes Album vorlegen! Auch wenn die Neo-Thrasher das Material von "The blackening" im Vorfeld eher scherzhaft als die Metal-Version von Pink Floyds "The wall" ankündigten - hinter der rauen Schale von den Songs steckt auch ein entsprechend harter Kern mit teilweise epischen Ausmaßen zwischen 9 und 14 Minuten Spielzeit. Robb Flynn lacht aus leuchtend schwarzen Augen. "Diese Bezeichnung war zugegebenermaßen nicht so ganz ernst gemeint. Doch die Songs haben definitiv etwas sehr Episches. Bevor wir mit den Aufnahmen anfingen, war uns nicht bewusst, wie komplex die Stücke am Ende wirklich sein würden! Wenn man sich heute die fertigen Fassungen anhört, kommt es einem nicht so kompliziert vor. Doch als wir beim Einspielen mit den dreiteiligen Gitarren-Harmonien zu tun hatten, die von der Bass-Melodie begleitet werden, die sich an die zweiteiligen Gesangs-Harmonien anlehnt und schließlich mit den Lead-Vocals obendrauf, wurde uns langsam klar, dass diesmal alles vielleicht ein wenig arbeitsaufwändiger und längerfristiger werden würde als sonst." Zusammen mit dem bereits bestens bewährten Super-Producer Colin Richardson legte man im vergangenen Dezember schließlich letzte Hand an die Tracks ... "Nachdem wir ausgiebig zum letzten Album getourt hatten, wurde es etwas stiller um uns, so dass wir in Ruhe neue Ideen sammeln konnten. Wir haben die Zeit genutzt, etwas Abstand zu gewinnen, uns selbst und unser Konzept in Frage zu stellen und uns mit der Frage zu beschäftigen, ob wir wegen des riesigen Erfolges von ,Through the ashes ...' wieder auf Nummer sicher gehen und dasselbe Strickmuster für die kommenden Songs verwenden sollten. Als Ergebnis unserer Selbstreflexion haben wir schließlich angefangen, uns mehr auf den Song an sich zu konzentrieren und alles etwas simpler zu gestalten." Aus den inneren Trümmern untergegangener Weltreiche stapft er unbeirrt fort auf seinem ureigenen Pfad: Geradewegs hinein in die metallische selfmade Finsternis und richtet seinen Blick nun auf die unwirtliche Welt, die ihn umgibt. "Das ganze Album ist eine Form des Protestes gegen verschiedene Dinge; eine direkte Reaktion auf meine Umwelt. Es geht darum, sich seinen Ängsten und Feinden zu stellen und die ganze Frustration heraus zu schreien. Ich habe nicht krampfhaft versucht, mich mit einem bestimmten Thema zu beschäftigen, sondern die Worte einfach fließen lassen. Manche Lyrics habe ich nicht einmal aufgeschrieben, sondern während der Proben verinnerlicht oder einfach ins Mikro gebrüllt, was mir gerade durch den Kopf schoss."
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