Sein Aussehen ist so außergewöhnlich, wie bei kaum einem anderen: Eine dunkle Lockenpracht, der große schwarze Hut, eine Sonnenbrille, eine Flasche Jack Daniel's und natürlich eine Les Paul. Die Rede ist von niemand geringerem als Slash! Genau so zeigte er sich 1987 das erste Mal auf der Rückseite der Platte "Appetite For Destruction" von Guns N' Roses.

Saul Hudson, wie der Gitarrist mit bürgerlichem Namen heißt, wurde 1965 in Stoke-on-Trent geboren. In der englischen Stadt erblickte auch Lemmy Kilmister von Motörhead das Licht der Welt. Scheinbar kommen dort die Musiklegenden her! Als Saul elf Jahre alt war, zog er nach Los Angeles und verbrachte seine Zeit zunächst mit dem BMX-Rad. Als er älter und das Rad ihm zu öde wurde, kaufte er sich eine Gitarre. Das Instrument entfachte eine ungeahnte Leidenschaft in dem Briten und er schlug den Weg des Rockstars ein.


Der Weg zu Guns N' Roses


Saul schmiss die Schule und zog mit seiner Klampfe durch Bars. Er spielte wann immer er konnte und trat gemeinsam mit verschiedenen Bands auf, bis er schließlich bei Guns'n'Roses landete. Gemeinsam mit seinen Bandkollegen veröffentlichte er Mitte der 80er Jahre die EP "Live ?!*@ Like A Suicide" und wurde bei Greffen-Records unter Vertrag genommen. Zusammen mit der Band wurde Saul zum Star. Mit seinem nackten Oberkörper, einer Kippe und einer Flasche Whiskey versetzte er mit seinen Riffs alle in Ekstase.

Er lebt seitdem den "Sex, Drugs and Rock'n'Roll"-Lebensstil. Doch in der Band kriselte es, sodass sie sich 1994 auflöste. Trotz der gescheiterten Bandkonstellation war die Zeit bei Guns'n'Roses für Saul eine produktive Zeit. Er kreierte nicht nur in der Band hammermäßige Soli, sondern trat auch als Gastgitarrist auf. Er gastierte beispielsweise bei Michael Jacksons "Black And White" sowie bei Lenny Krawitz "Always On The Run".


Solokarriere und Exzesse


Nach der Bandauflösung würfelte er sich einfach eine neue Band zusammen und nannte sie Slash's Blues Ball. Dieser Combo folgte Snakepit, die 1995 "It's Five O'clock Somewhere" veröffentlichte. Allerdings kamen die Soloprojekte nicht gut an. Auch dem Musiker schien es zu der Zeit alles andere als gut zu gehen. Der Alkohol- und Drogenkonsum war ihm deutlich anzusehen.

Saul zog sich zurück und heiratete. Er verbrachte viel Zeit zu Hause, was wahrscheinlich an seiner unglaublichen Schlangensammlung lag. Immerhin beherbergt der Brite 300 Tiere! Vielleicht waren sie der Grund, dass er 1999 einen neuen Versuch mit Snakepit startete und "Ain't Life Grand" in neuer Formation aufnahm.

Doch seine Gesundheit machte ihm erneut einen Strich durch die Rechnung. Er musste sich einer Herz-OP unterziehen und es ruhiger angehen lassen. Nach seiner Erholung trat er der Rockband Velvet Revolver bei, die ihn wieder auf die großen Bühnen brachte. Während seine Karriere wieder anlief, kam die Scheidung von seiner Frau. Als ihn auch Velvet Revolver nicht weiter voranbrachte, stieg er aus und nahm mit einigen prominenten Gastsängern eine Soloplatte auf. Die Scheibe, die einfach nur "Slash" heißt, erschien 2010 und zeigte den Gitarristen von seiner besten Seite.


Slash und Myles Kennedy


Schon 2012 folgte das nächste Soloalbum names "Apocalyptic Love". Dieses Mal wurde der Gesangspart ausschließlich von Myles Kennedy übernommen. Auch beim dritten Album "World on fire" übernahm Kennedy den Gesangspart.

Trotz der Gerüchte, dass eine Reunion von Guns'n'Roses ausgeschlossen sei, trat der Gitarrist gemeinsam mit Axl Rose und den anderen Bandmitgliedern 2016 beim Coachella Festival auf. Es folgte schließlich die "Not in this lifetime..." Tour - sie sind zurück!


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