Liverpool ist die Geburtsstätte der Doom- und Gothic Metal-Band Anathema. 1990 gründeten Vincent Cavanagh (Gitarre), Danny Cavanagh (Gitarre), Darren White (Gesang), Duncan Patterson (Bass) und John Douglas (Drums) ihre eigene Band. Mit ihrem melancholischen, schweren Sound wollten sie als Musiker durchstarten. Dafür nahmen sie bereits ein Jahr später ihr erstes Demotape mit dem Namen "An Iliad of Woes" auf, was ihnen mehr als positive Fanreaktionen einbrachte.


Wie kam es zum großen Plattendeal?


Dadurch, dass die Scheibe auf derart gute Resonanz stieß, durften sie im Vorprogramm von Paradise Lost und Bolt Thrower auftreten. Mit diesen Gigs gewannen sie ihre ersten Fans. Sie schossen eine weitere EP hinterher und auch "All Faith is Lost" (1991) schlug ein wie eine Bombe. Selbst Kritiker waren von den Socken. Nach der guten Ressonanz bekamen sie bei Witchhunt die Möglichkeit, den Song "They Die" aufzunehmen. Das Angebot nahmen sie selbstverständlich an und die Single war schon nach kurzer Zeit ausverkauft!

Mit "They Die" wurde auch das Label Peaceville auf die Briten aufmerksam und machte ihnen ebenfalls ein Angebot. Peaceville offerierte den fünf Musikern die Produktion von gleich vier Alben. Natürlich wurde der Vertrag so schnell wie möglich unterschrieben. Während der Aufnahmen für das erste Album, entstand die EP "The Crestfallen" und die Jungs traten bei einigen Konzerten als Vorband von Cannibal Corpse auf.


Plötzlich kam der Erfolg


Dann war es so weit: 1993 erschien das Debütalbum "Serenades". Die Band bekam nicht nur Aufmerksamkeit durch Fans und Kritiker, sondern auch die Medien schenkten ihnen Beachtung. Auf den fulminanten Start folgte die erste Europatour. Gemeinsam mit Pyogenesis, Cradle of Filth und My Dying Bride betraten sie die europäischen Bühnen. Voller Enthusiasmus gönnten sich die britischen Metaler keine Pause und wanderten zurück ins Studio. Dabei entstand die EP "Pentecost III".

Mitten in den Aufnahmen zum zweiten Album "The Silent Enigma" stieg Darren White aus. Anstatt lange nach einem geeigneten Sänger zu suchen, schnappte sich Vincent Cavanagh das Mikro und übernahm Whites Job. "The Silent Enigma" war mit orchestralen Parts gespickt und zeigte sich von seiner undogmatischen Seite. Den Stil verfolgten Anathema auch auf ihrem dritten Album weiter. "Eternity" überzeugte 1996 mit seinem abwechslungsreichen Gothic-Sound.


Ein Kommen und Gehen der Bandmitglieder


Für die Briten hieß es von Platte zu Platte weiter weg vom Doom. Sie bewegten sich in eine psychedelische Richtung, gepaart mit Gothic-Passagen. Doch der Richtungswechsel schadete der Größe ihrer Fangemeinde nicht. Vielmehr bestärkte es diese. Allerdings kam es innerhalb der Band zu einem Umschwung. Die Bandmitglieder wechselten munter hin und her, sodass fast niemand mehr von den ursprünglichen Gründern dabei war. Nichtsdestotrotz wurde 2001 das Album "A Fine Day to Exist" mit Produzent Nick Griffiths aufgenommen. Trotz des internen Besetzungskarussells wurde auch diese Scheibe ein Erfolg. Denn eines haben alle Anathema Alben gemeinsam: Sie sind großartig!

2003 kam es dann doch zu einer Art Reunion. Danny Cavanagh nahm wieder die Gitarre in die Hand und wurde durch Vincent Cavanagh (Gitarre), Daniel Cavanagh (Bass), John Douglas (Drums) und Les Smith (Keyboard) unterstützt. Durch einen weiteren Wechsel kam schließlich Lee Douglas, Johns Schwester, ans Mikrofon. Zusammen ging es auf Tour und fleißig ins Studio. Dabei ist auch das 15. Studioalbum "The Optimist" (2017) entstanden.


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