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Bei der Erwähnung von Linkin Park schlagen bei euch die Flammen der Begeisterung höher? Dann schnappt euch dieses tolle Linkin Park-Shirt bevor es ein anderer tut! Der Druck auf der Brust wird vom großen Linkin Park-Schriftzug in klarem Weiß dominiert. Darüber ist eine Person zu sehen, über deren Haut Flammen züngeln. Natürlich darf auch das Logo auf keinem Linkin Park-Shirt fehlen.
Interview

Mut zum Experiment!
von Thomas Clausen (20.09.2010)"Man muss diese Platte erst einmal in Ruhe auf sich wirken lassen, über sie nachdenken" sagt Bassist David "Phoenix" Farrell über den neuesten Output der kalifornischen Rock-Revolutionäre. Und hat er hat Recht: Mit ihrem vierten Studioalbum "A thousa...
Weiterlesen"Man muss diese Platte erst einmal in Ruhe auf sich wirken lassen, über sie nachdenken" sagt Bassist David "Phoenix" Farrell über den neuesten Output der kalifornischen Rock-Revolutionäre. Und hat er hat Recht: Mit ihrem vierten Studioalbum "A thousand suns" legen Linkin Park nun ein mutiges, ungewohnt unzugängliches Werk vor, welches wohl niemand von der Band mit den zwei Frontmännern erwartet hätte! Ganze zwei Jahre haben die beiden Sänger Mike Shinoda und Chester Bennington, Gitarrist Brad Delson, Drummer Rob Bourdon, DJ Joe Hahn und Tieftöner David Farrell zusammen mit Starproducer Rick Rubin (Slayer, Slipknot, Metallica...) am Nachfolger ihres 2007er Chartbreakers "Minutes to midnight" geschraubt - und sind mit "A thousand suns" hörbar andere Wege gegangen, wie Shinoda bestätigt. "Wir finden es langweilig, immer nach einem bestimmten Schema zu arbeiten. Gerade für eine Formation wie uns ist es enorm wichtig, sich von Zeit zu Zeit neu zu erfinden, ein wenig zu experimentieren und neue Pfade zu beschreiten! Die Aufnahmen von Songs wie ,The catalyst' oder ,Wretches and kings' waren fast wie die Arbeiten an unserem Debut ,Hybrid theory' damals: Es ging in erster Linie darum, Dinge zu tun, die niemand vor uns gemacht hatte; um die Momente, die mich nach langer Zeit wieder daran erinnert haben, warum es so toll ist, in einer Band zu spielen und warum ich damals angefangen habe, Musik zu machen: um große Dinge zu erschaffen!" Zurück in die Zukunft; mit wahrlich großen Songs im Gepäck, die einmal mehr die absolute Ausnahmestellung Linkin Parks unter Beweis stellen. So präsentiert sich das Material von "A thousand suns" als in sich geschlossener Psychedelic-Trip zwischen Breitwand-Rap/Metal, Science Fiction-Rock, Electro/Dance und typisch melancholischen Weltschmerzverliebtheiten mit Kuschelpopanleihen. Willkommen im 24. Jahrhundert! "Wir sind ins Studio gegangen und haben versucht, uns fallen zu lassen, nicht mehr so viel zu denken und einfach eine unverbrauchte, reine Art von Kreativität zu finden. Und letztendlich hatten wir gelernt, wie wir die Songs schreiben konnten, die wir auch wirklich schreiben wollten", erklärt Mike. Phoenix schließt sich an: "Wir haben zwischendurch in einem Studio in New York aufgenommen, ein Song ist damals in Berlin entstanden, andere Stücke in Prag - eine ganze Wagenladung unterschiedlicher Erfahrungen, Einflüsse und Ideen aus tausend verschiedenen Quellen und Orten! Ich glaube, man kann diese vielen verschiedenen Inspirationen auch in den Songs hören!" "Und es war enorm schwierig, sich über einen so langen Zeitraum zu konzentrieren", ergänzt Mike Shinoda. "Besonders für mich: Ich habe schon Probleme, mich nur eine Stunde auf etwas zu konzentrieren! Man kann sich also vorstellen, wie es mir nach zwei Jahren ergangen ist... Das große Kunststück war einfach nur, sich zu organisieren und die Rechner mit der jeweils aktuellsten Version der Songs upzudaten. Wie jeder weiß, produzieren wir sehr viel, spielen tonnenweise Demos ein - von manchen Songs bis zu 90 oder mehr Versionen. Mit der Zeit haben wir allerdings gelernt, einigermaßen Ordnung zu halten. Und ich betone: einigermaßen..."
Der große Kehraus
von Marcel Anders (03.04.2007)Schon seit Jahren fragt sich der geneigte Fan: Wo stecken eigentlich Linkin Park? Schließlich datiert der letzte Tonträger des kalifornischen Sextetts aus dem Jahr 2004, und abgesehen von einem Live- und einem Mash-Up-Album (mit Jay-Z) sind die Jungs...
WeiterlesenSchon seit Jahren fragt sich der geneigte Fan: Wo stecken eigentlich Linkin Park? Schließlich datiert der letzte Tonträger des kalifornischen Sextetts aus dem Jahr 2004, und abgesehen von einem Live- und einem Mash-Up-Album (mit Jay-Z) sind die Jungs um Chester Bennington seither regelrecht abgetaucht. "Wir haben uns ein Jahr Pause gegönnt, das wir auch dringend gebraucht haben", so der Sänger. "Einfach, weil wir nach der letzten Tour völlig durch waren. Wir mussten dringend unsere Batterien aufladen und wieder ein normales Leben führen. Und dann haben wir auch schon mit dem nächsten Album angefangen, an dem wir fast 15 Monate gebastelt haben." Und das in der legendären Houdini-Villa, in der schon die R.H.C.P., Slipknot und viele andere aufgenommen haben - natürlich unter der Regie von Rauschebart Rick Rubin. Mit dem haben Chester & Co. denn auch ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt: Sie wollten weg vom Nu Metal. Jener Bewegung, die sie zu Beginn des neuen Jahrtausends selbst initiiert hatten. Und die sie mit Alben wie "Hybrid theory" und "Meteora" zu millionenschweren Rock-Stars machte. Doch mittlerweile, das wissen auch Linkin Park, ist der einstige Hip-Sound zum Ladenhüter verkommen, und es wird Zeit, sich abzusetzen. Was Chester denn auch prompt tut. "Klar, war das ein Sound, den wir mitgeprägt haben, aber ich hatte nie das Gefühl, dass wir mit den anderen Bands, mit denen wir in einen Topf geworfen wurden, auch nur irgendetwas zu tun hatten. Für mich haben wir immer viel besser in die Pop- oder Metal-Sparte gepasst." Weshalb es, daraus macht Chester keinen Hehl, diesmal vor allem darum ging, alles zu eliminieren, "was nur ansatzweise mit Nu Metal zu tun hat." Das Ergebnis ist "Minutes to midnight". Ein Titel, der nichts mit Iron Maiden, aber viel mit der aktuellen Situation der Musikindustrie zu tun hat, und hinter dem sich die experimentierfreudigsten Linkin Park aller Zeiten verbergen. "Was wir im Studio veranstaltet haben, war so eine Art Disneyland für Musiker - wir haben uns jeden Tag sündhaft teures Equipment bringen lassen, und einfach wild drauflos gespielt. Es war der Wahnsinn." Ab Ende Mai sind Linkin Park auf Deutschland-Tour, inklusive Headliner-Slots bei Rock am Ring/Rock im Park.