Vinland saga - Leaves' Eyes - CD
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Der konsequente zweite Streich der Band um Liv Kristine. Mit der richtigen Prise an Pop; ein opulentes Gothic Rock Album.
| Erhältlich seit | 30.05.2005 |
| Genre | Gothic Metal |
| Kategorie | CDs |
| Artikelnummer | 425987 |
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Information
Der konsequente zweite Streich der Band um Liv Kristine. Mit der richtigen Prise an Pop; ein opulentes Gothic Rock Album.
Tracklist
Leaves' Eyes - Vinland saga
EMP Redaktion
(April 2005)Zum Debut "Lovelorn" der Band schrieb meine Kollegin Sonja Angerer im letzten Jahr "Musikalisch bewegt sich die Allstar-Band in Richtung keyboardbetontem Gothic Metal, breite, opulente Flächen, fantastische Melodien, träumerische Refrains. Und über allem Liv Kristines verzauberte Stimme, feenhaft, aber kraftvoll. Treffender kann man sicherlich auch das aktuelle Album nicht beschreiben. All jene welche "Lovelorn" mochten, müssen hier bedenkenlos zu greifen. Allen bisher Unwissenden sei gesagt, dass der zweite Schlag von Leaves' Eyes ein wirklich gelungenes Werk ist mit großartigem bombastischem Gothic Rock. Die Band braucht sich zu keinem Zeitpunkt hinter ähnlich gelagerten Bands wie z.B. Within Temptation verstecken. Eine deutliche Spur mehr Pop verhilft Leaves' Eyes dazu, sich positiv abzusetzen und letztendlich ein eigenes Klangbild zu kreieren. Die ausgekoppelte Single "Elegy" bringt genau diese Attribute auf den Punkt und besitzt zudem ausgesprochenes Hitpotential. Die "Vinland saga" mit ihren Protagonisten wie Leif Eiriksson oder Erik, dem Roten und die Charakteristika unser Vorstellung über das Leben der Wikinger im hohen Norden ziehen sich als roter Faden durch das Album. Leider liegt mir nur eine CD vor, welche direkt aus dem Studio bei mit eintrudelte. Die mir ungekannten Texte dürften dann aber sicherlich lesenswert sein. Das Konzept scheint aufzugehen und die Band kann sich entspannt zurück lehnen. Alles richtig gemacht bis hierher.
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'Vinland Saga' - so heißt nun der langerwartete Nachfolger zum Debut 'Lovelorn'. Um am Anfang schon mal Klarheit zu schaffen: All Killers no fillers. Das heißt, auf diesem Album gibt es (eigentlich wie gewohnt) keine Ausfälle. Die Vinland Sage, also eine Thematik aus der norwegischen Mythologie, zieht sich wie ein roter Faden durch en gesamten Opus. Dabei versteht es Liv immer wieder, mit ihrer engelsgleichen Stimme den Hörer in längst vergessene Zeiten zu transferieren. Sie besitzt sicherlich neben Tarja Turunen die einflussreichste und beste Stimme des gesamt Gothic&Metal-Bereichs. Da besteht kein Zweifel. Aber manchmal reicht das noch nicht aus. Das konnte man an den letzten Werken von Theatre of tragedy ja wohl deutlich nachvollziehen. Zum Glück gingen die Band und Liv getrennte Wege. Meine Freude darüber war damals wie heute unermesslich. Denn endlich kann sich Liv aus d iesem Korsett befreien und ihre eigenen musiklaischen Ideen realisieren. Anfänge davon konnte man bereits auf Soloscheiben genießen. Nun also ihr 2. reguläres Album mit der neuen Band Leave's Eyes um ihren Gatten Axel Krull. Das Album versprüht ein wunderbar archaische Stimmung. Man fühlt sich in die Zeiten großer Krieger (Winkinger!) und endloser Mystik versetzt. Dabei sind die Grundelemente des Gothic Metals durchaus noch vertreten, werden aber nicht überstrapaziert. Ist eine völlige Harmonie und Symbiose musikalischer Liedschöpfung zwischen Band und Sängerin sowie zwischen Lyrik und Komposition zu vernehmen. Hier wird auf höchstem Niveau agiert! Dabei wirken aber die Texte, den historische & mystische Begebenheiten zugrunde liegen, keinesfalls kitschig oder nicht authentisch. Man fühlt die ehrliche Hingabe der Band an vergangene Zeiten, an Heldentaten und die damit einhergehenden Werte (manchmal sollten sich auch Politker & Geistliche solche Musik anhören), die uns belehren, dass es im Leben schönere & wichtigere Dinge gibt als Gewinnmaximierung, Fixkostendegression & Opportunitätskosten.Dieses Album ist sicherlich schon ein Höhepunkt 2005 und dürfte nur schwer von der Band zu toppen sein. Allerdings sagt man das ja oft bei wirklich guten Bands und sie schaffen es trotzdem (zum Glück) wieder.'Vinland Saga' knüpft nahtlos an 'Lovelorn' an und katapultiert die Band & vor allem Liv in neue Dimensionen. Für Fans von Lacrimosa über Nightwish bis hin zu Thuatha De Danann & Asmegin sicherlich eine reizvolle Angelegenheit. Auf jeden Fall macht Liv nicht wie viele Kolleginnen auf billigen, charttauglichen Gothic Pop/Rock.Aller größte Güteklasse!
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Liv Kristine war schon immer ein Fan von Geschichte. Ihr großes Interesse an der in Norwegen wichtigen Geschichte der Wikinger nutzte sie jetzt, um daraus das komplexe Konzept für das 2. Leaves´ Eyes Album zu stricken. Wer die hübsche Norwegerin kennt, weiß, dass ihr eine vollkommene Ausarbeitung ihrer Konzepte sehr wichtig ist. Schon allein deshalb eignete sich Liv in den letzten Monaten immenses Hintergrundwissen zur zufälligen Entdeckung Amerikas 500 Jahre vor Kolumbus an. Hinzu kommt eine ausgedachte Liebesgeschichte, die von einem Wikinger erzählt, der seine Frau für lange Zeit in Norwegen zurücklassen muss, um mit Erikson in See zu stechen.Ende 2004 machte sich die Band daran, das Konzept im Studio umzusetzen. Hierzu wurden dieses Mal sogar echte Musiker für die klassischen Instrumente engagiert, um den Songs mehr Transparenz und Wärme zu verleihen. Noch mehr Wärme bei Leaves Eyes Songs? Auf jeden Fall! Zwar war das Debüt schon nahezu perfekt, doch mit 'Vinland Saga' setzen Leaves´ Eyes noch eine gewaltige Portion an Bombast und Klangtiefe drauf. Alle 12 Songs wirken schon als Einzelkompositionen von vorn bis hinten durchdacht und jeder einzelne Song kann sich auf seine Art behaupten. Für 'Vinland Saga' (Weinland-Saga) wurden von der Frontdame auch einige Texte in der norwegischen Sprache verfasst, die gut mit dem durchweg romantischen Flair des Albums harmonieren. Das Intro trägt den Namen des Albums und wirkt durch die norwegischen Texte und die dadurch entstehende Bindung zu den Textinhalten als perfekter Einstieg in die Saga. Diese Tatsache lässt sich allerdings erst nach mehreren Durchläuf en ergreifen. 'Farewell Proud Men' weist die gewisse Tiefe aus, die man von Leaves´ Eyes gewohnt ist. Die Gitarren finden ihren verdienten Einsatz und harmonieren wie zu erwarten bestens mit der durchweg engelsgleichen Stimme der Sängerin. 'Elegy' ist der eindeutig eingängigste Song des Albums. Nicht zuletzt deswegen war die Entscheidung für diesen Song als Single sicherlich die Intelligenteste. Bei 'Soleamn Sea' kommt Alex Krull mit seinen Grunts das erste Mal zum Einsatz. Der Song ist durch die brechenden Gitarren in Verbindung mit den klassischen Instrumenten neben dem ebenfalls brechenden 'Twilight Sun' einer der schnellsten und Metallastigsten Songs des Longplayers.Viel Platz fanden dieses Mal die Balladen auf dem Album. Wunderschöne Melodien gibt es zum Beispiel bei den romantischen Songs 'Leaves´ Eyes' und 'Mourning Tree' auf die Ohren. Mit dem widerrum norwegischen 'Ankomst' (dt. angekommen) endet die romantische Saga nochmals mit viel Gefühl und traumhaften Klangfarben. 'Vinland Saga' ist eines der wenigen Album, dass ohne Probleme in voller Spielzeit von 45 Minuten am Stück durchlaufen kann. Durch die romantische Reise in das Leben der Fjorde und der See lässt sich schnell die Zeit vergessen.Auffallend ist, dass beim zweiten Album in der noch jungen Bandgeschichte der Gesang wesentlich mehr in den Vordergrund rückt. Dadurch mussten die Gitarren zwar öfters weichen, doch durch die Klarheit der Stimme kann 'Vinland Saga' wesentlich deutlicher rüberbringen, was Leaves´ Eyes ausmachen soll: Romantik, Liebe und Mytik. Durch die Komplexität des neuen Materials muss man erst mit den Songs warm werden. Haben die Titel aber erst mal ihren Zauber entfaltet, so hält dieser an und macht das Album zu einer echten Besonderheit, die keine langen Zwischenpausen im CD-Regal zulässt bzw verdient hat. Auf jeden Fall hat die Band hier beste Arbeit geleistet, denn einen Schwachpunkt - und wäre er noch so klein - sucht man auf diesem Album vergebens.
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