Die Fans sind das Wichtigste
von Jürgen Tschamler (11.03.2008)Schwedens In Flames gehören zweifelsohne zu den stilprägendsten Bands des einstigen Göteborger Sounds. Inzwischen sind die Schweden eine der Top-Größen des Metals, spielen die größten Festivals, touren mit Größen wie Judas Priest, Slipknot, Slayer, e...
WeiterlesenSchwedens In Flames gehören zweifelsohne zu den stilprägendsten Bands des einstigen Göteborger Sounds. Inzwischen sind die Schweden eine der Top-Größen des Metals, spielen die größten Festivals, touren mit Größen wie Judas Priest, Slipknot, Slayer, etc., verkaufen Alben wie geschnitten Brot und sind sich eigentlich musikalisch immer treu geblieben. Anbiederungen an den Kommerz kamen niemals aus dem Hause In Flames. Das hört man auch wieder auf dem neusten Streich der innovativen Band, "A sense of purpose". Wie schon auf dem Vorgänger "Come clarity" erkennbar, wird weniger experimentiert, dafür mit wesentlich mehr Härte agiert. Die haut auf "A sense of purpose" noch mehr durch. Wir sprachen mit Sänger Anders Friden.
"Wir haben erneut versucht nicht eine bestimmte Richtung eines Vorgängeralbums weiter zu verfolgen. Haben aber ebenso versucht die typischen In Flames Elemente in die neuen Songs zu integrieren. Insgesamt haben wir das Tempo etwas gedrosselt finde ich, was den Songs ganz gut getan hat. Wir haben kurz vor den Aufnahmen eine sehr intensive Pre-Production gemacht, so dass die Stücke komplett standen als wir sie im Studio aufgenommen haben. Wir wollten keinerlei Experimente oder Veränderungen nachträglich einbringen, die das Ganze Konzept veränderten."
Ich denke, die Band ist inzwischen in einer Position in der sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen kann. Oder müsst ihr euch irgendwelchen Vorgaben unterwerfen?
"Nein, überhaupt nicht. Und wenn man von uns verlangen würde etwas zu erfüllen, in musikalischer Hinsicht, dann würden wir das eh nicht machen, wenn es uns nicht gefällt. Die Leute die mit uns arbeiten, vertrauen uns, respektieren uns und stehen voll hinter dem was wir machen."
Durch eure Popularität seid ihr überproportional auf Tour, nehmt dazwischen eure Alben auf und seid regelrecht in diesem Rhythmus Tour-Album-Tour-Album etc.. Fühlt man sich da nicht einmal ausgebrannt wenn man konstant unter Strom steht?
"Ja, es gibt Momente, da möchte man alles hinschmeißen. Da hat man einfach die Schnauze voll. Man vermisst seine Familie und wird regelrecht sentimental. Andererseits ist es ein unglaubliches Gefühl wenn du auf eine Bühne gehst und all die Menschen nur wegen dir, bzw. deiner Musik da sind. Das macht all die Strapazen vergessen und du wirst dir bewusst, in welch einer außergewöhnlichen Position du eigentlich bist."
Was geht dir im Kopf rum, wenn du auf eine Festivalbühne gehst und da stehen 20-/30- oder 40 000 Menschen davor?
"Hm, ...(längeres Schweigen)... nichts. Da ist ein großes schwarzes Loch. Da schaltet sich eine Art Automatik ein. Das geht so lange bis die ersten Songs gespielt sind und dann erst nimmst du deine Umgebung wieder wahr und was da vor der Bühne steht."
Seit kurzem können Fans in den In Flames Fanclub "Jesterhead Colony" eintreten.
Was haben sie davon?
"Sie haben eine Menge Vorteile und stehen in engem Kontakt mit der Band. Sie kriegen für einen Jahresbeitrag Goodies die andere Fans nicht haben. Es gibt eine extra Website für Mitglieder, sie kriegen ein Extra T-Shirt nur für Members, spezielle Autogrammkarten, etc.. Ich denke, für In Falmes Fans ist das eine gute Sache."
Bösenachtgeschichten
von Lisa Hofer (03.01.2006)Die panische Angst sich zu wiederholen und ein Album zu gestalten, das sich vom Vorgänger nur schwer unterscheiden lässt, verleitet viele Bands dazu Unmengen an Zeit in ihre Platten zu investieren und planlos zu experimentieren. Nicht so bei In Flame...
WeiterlesenDie panische Angst sich zu wiederholen und ein Album zu gestalten, das sich vom Vorgänger nur schwer unterscheiden lässt, verleitet viele Bands dazu Unmengen an Zeit in ihre Platten zu investieren und planlos zu experimentieren. Nicht so bei In Flames. Die fünf Schweden scheinen eine besondere kosmische Energiequelle anzuzapfen und gut bezahlte Spitzel im Paralleluniversum zu haben, denn ihr Sound ist unserer Zeit seit jeher voraus. Sie sind Meister in der Kunst sich mit jedem Silberling neu zu erfinden. Das jüngste Werk "Come clarity" ist der Beweis für übersprühende Kreativität und Mut zu Neuem. Ohne ihre Wurzeln zu vergessen schwenken sie ihre Musik ein weiteres Mal in eine ungekannte Richtung und schaffen somit einen Meilenstein, nicht nur in ihrer ganz eigenen Geschichte. Anders Friden Sänger und Songwriter der Formation, gewährt einen Einblick in seine tiefgründige Gedankenwelt und berichtet davon, wie sich sein Leben zum Positiven verändert hat.
Mit "Come clarity" verbindet der Musiker viele Gefühle: "Wir schreiben Songs, um sie mit den Menschen zu teilen, das ist unser Ziel. Der Weg dahin ist lang und nicht immer leicht zu bewältigen, doch wenn die Arbeiten zu einer Platte beendet sind, ist es ein wundervolles Gefühl der Zufriedenheit. Wenn ich mir ,Come clarity' anhöre denke ich daran wie wir die Texte geschrieben und die Stücke eingespielt haben, ich kann mich an jeden einzelnen Tag erinnern und verbinde viele schöne Erfahrungen damit." Auch innerhalb der Band ging die Arbeit zügig und reibungslos voran: "Björn, Jesper und ich waren uns meistens einig, es gab keine Zeit raubenden Diskussionen über einzelne Details, wie es in der Vergangenheit manchmal der Fall war, darüber bin ich sehr froh." Vielleicht liegt es auch an der Harmonie innerhalb In Flames, dass "Come clarity" eine Überraschung nach der anderen parat hält? Nicht nur die außergewöhnlich harte Produktion und die dominanten Gitarren lassen aufhorchen. Öfter als in der Vergangenheit setzt Anders nun auf klare Gesangspuren zwischen seiner traditionell aggressiven Stimmegewalt. "Ich hatte den Eindruck, dass manche Songs dadurch besser zur Geltung kommen, es war eine neue Herausforderung für mich. Du kannst mich nachts wecken und ich bin im Stande einen heftigen Shout raus zu lassen, aber zum Singen gehört mehr dazu", so Anders, der mit seiner Stimme die genialen Kompositionen auf "Come clarity" untermalt und die faszinierenden Melodien hervorhebt. Doch damit nicht genug, die schwedische Folk/Pop-Sängerin, Lisa Miskovsky, die in ihrer Heimat längst ein Superstar ist steuert auf "Dead end" ihre Stimme bei und zeigt In Flames damit von einer völlig neuen Seite. "Sie kommt auch aus Göteborg, wir haben sie letztes Jahr auf einem Festival kennen gelernt, sie hört Metal und mag unsere Musik sehr. Lisa ist echt talentiert und so kam die Zusammenarbeit zu Stande."
Trotz neuer Elemente bleibt sich die Band treu: "Es ist mir wichtig, dass man ein Lied auf Anhieb als In Flames Nummer identifizieren kann, die Gratwanderung zwischen Härte und Melodie ist entscheidend. Diese beiden Komponenten kann man verschieden dosieren und auf unterschiedliche Weise miteinander vermischen, das reicht aus um sich weiterzuentwickeln und neue Wege zu gehen." Wie schon in der Vergangenheit vertrödelten die Herren keine Zeit: "Nach sechs Monaten waren wir mit der Scheibe fertig, ich sehe keinen Sinn darin über Jahre an einer Platte zu schreiben und Millionen von Dollars zu investieren. Unsere Musik fängt den Augenblick ein, beschreibt den Moment in dem sie entsteht und symbolisiert einen Abschnitt auf der Zeitleiste unseres Lebens. Musik ist ein Gefühl, man kann es nicht planen oder festnageln. Wir haben das Glück in unserem Schaffen völlig frei zu sein, unsere Plattenfirma drängt uns nie dazu ein Album zu schreiben, sie wissen, dass wir gute Arbeit leisten wenn sie sich nicht zuviel einmischen." Aufgrund dieser Theorie steht Anders auch zu älteren Scheiben: "So waren wir zu diesem bestimmten Zeitpunkt nun mal, etwas zu verändern wäre falsch, auch wenn wir heute vieles besser machen könnten."
Woher aber bezieht Herr Friden die Energie und Kreativität? "Das frage ich mich manchmal selber. Ich mag es etwas zu erschaffen, etwas zu erfinden, das es vorher noch nicht gab und mich somit in das Buch des Lebens einzutragen. Man braucht nur an seine Kindheit zurückdenken, wenn man einen Turm aus Legosteinen gebaut hat war man mächtig stolz auf sich und so ist es nun eben mit den Songs. Verglichen mit Konzerten ist dieses Gefühl aber nicht mal der Rede wert: wenn man sieht wie die Fans feiern, die Texte mitsingen und herumspringen gibt einem das irre viel Power." Seit "Soundtrack to your escape" hat sich bei Anders auch privat einiges getan, er ist Vater geworden. Ist seine vierzehn Monate alte Tochter Agnes auch eine Quelle der Inspiration für ihn oder kommt die Kleine ganz nach dem Papa, schreit ordentlich und bringt ihn somit um den Schlaf? "Meine Familie ist enorm wichtig für mich, dort lege ich den hektischen Teil meiner Existenz ab und kann ganz ich selber sein. Agnes hat mein Leben komplett verändert, mein Ego hat sich gewandelt und meine Wertschätzung hat sich verschoben. Kleinigkeiten die früher von Bedeutung waren interessieren mich gar nicht mehr. Man beginnt die Welt mit anderen Augen zu sehen und denkt über völlig neue Dinge nach, somit ist sie ein wichtiger Antrieb für meine Kreativität." Anders schweigt eine Weile, lächelt still vor sich hin und seufzt: "Ich vermisse sie sehr wenn ich nicht zu Hause bin. Sie ist gerade in dem Alter wo sie unglaublich neugierig ist, alles anfassen und schmecken will. Als ich nach Deutschland gestartet bin war sie gerade dabei die ersten Gehversuche zu unternehmen, man hat immer das Gefühl etwas zu verpassen und möchte am liebsten rund um die Uhr bei ihr sein. Nun muss ich mich eben am Telefon nach ihren Fortschritten erkundigen."
Auch der Titel des achten in Flames Albums wurde von der Tochter des charismatischen Sängers inspiriert: "Kinder sind Abenteurer und Entdecker, sie sind so ehrlich und handeln nicht nach irgendwelchen Vorgaben. Wir alle waren Kinder, Präsidenten haben ebenso im Sandkasten gesessen wie Mörder. Die Phase, in der aus einem unschuldigen Geschöpf eine gewaltbereite Person wird, ist ein unergründbares Geheimnis. Eine einzige falsche Entscheidungen und wir verändern damit unser Leben. Hinter all dem muss doch irgendein Sinn verborgen sein." Anders zeigt sich von einer sehr nachdenklichen Seite und holt noch weiter aus: "Es gibt so vieles was ich nicht verstehe, etwa warum wir Menschen uns gegenseitig so schlecht behandeln. Wenn man auf die Geschichte der Welt zurückblickt wird deutlich, wie kurz und unwichtig ein Menschenleben ist. Trotzdem verhalten wir uns, als würde dieser Planet uns gehören, anstatt an die kommenden Generationen zu denken und mit der Ausbeutung der Erde aufzuhören. Die Evolution hat uns gelehrt, dass es ständige Veränderungen gibt und ganze Spezies aussterben können. Wenn man das begreift ist es geradezu lächerlich, dass wir so rücksichtslos handeln und so tun als würden wir für immer hier leben. Diese Gedanken verdanke ich ihr, Agnes hat Klarheit in mein Leben gebracht, darum ist der Titel ihr gewidmet."
Ganz klar, Anders hat etwas zu sagen. Er will mit seinen Ansichten die Fans erreichen, darum spielen die Texte eine wichtige Rolle. "Wenn ich die Lyrics schreibe brauche ich meine Ruhe und eine Flasche Whiskey." Die Message ist eindeutig: "Ich will, dass die Menschen nachdenken. Am besten kommt das in ,Your bedtime story is scaring everyone' zum Ausdruck. Wenn ich meine Tochter ins Bett bringe laufen meistens die Nachrichten im Fernsehen. Es ist jeden Abend dasselbe: Elend, Gewalt und Tod, hier ein Selbstmordattentäter, der sich in dir Luft sprengt, da ein Kind, das vergewaltigt wird. Diese schrecklichen Nachrichten werden uns von einer sterilen Fernsehsprecherin mitgeteilt die keine Träne vergießt, das finde ich furchtbar. Auch in der Generation meiner Tochter wird es wieder Mörder, Vergewaltiger und Terroristen geben die einmal genauso süße Babies waren wie sie. Ist das nicht krank?" Da ist was dran. Und auch die vielen treuen Fans geben In Flames Recht. Der sympathische Frontmann hat allerdings seine Zweifel ob die Anhänger seine Denkweise verfolgen können: "Sicher werden einige sich mit den Texten befassen, aber der Großteil schätzt in erster Linie die Musik. Es reicht die Foren im Internet zu beobachten, die Leute sind so aggressiv und gehen sofort aufeinander los, sie können mich nicht verstanden haben. Für mich bedeutet Metal mich mitzuteilen, laut zu sein, zu machen was ich liebe und im Idealfall andere damit zu begeistern. Aber Metal bleibt Musik und macht, wenn auch einen großen Teil davon, nicht mein gesamtes Leben aus. Es gibt so viele Menschen die sich angegriffen fühlen wenn du deinen Stil als Band auch nur leicht veränderst, sie haben Angst davor, dass man ihnen etwas wegnimmt, ihre Identität entzieht. Musik ist Entertainment, man darf es nicht zu ernst nehmen und sollte Metal genießen." Der Kontakt zu den Fans ist Anders sehr wichtig: "Wenn mich jemand auf der Straße erkennt und anspricht ist das in Ordnung, ich unterhalte mich mit jedem der mir etwas zu sagen hat und bin freundlich. Was ich aber gar nicht brauchen kann sind Fans, die einen regelrecht verfolgen, einen auf Abstand beim Einkaufen begleiten, sich nichts zu sagen trauen und nur tuscheln. Ich weiß nie wie ich mich da verhalten soll, das nervt tierisch!" Mit Kritik wissen In Flames hingegen umzugehen: "Solange wir uns gut verstehen und Spaß daran haben auf der Bühne zu stehen werden wir unser Ding durchziehen, auch wenn der eine oder andere unseren Sound nicht mag. Damit muss man leben, man kann es nie allen recht machen." Besagte Kritiker werden sich an "Come clarity" wohl die Zähne ausbeißen, denn es fällt verdammt schwer haltbare Argumente gegen das bislang innovativste und vielseitigste Album der Schweden zu formulieren.
Erfolgsroute
von Patrick Schmidt (14.07.2002)Reroute to remain" ist das mit Abstand abwechslungsreichste Album ì
in der Geschichte von In Flames geworden. Die Schweden schrecken ì
mittlerweile auch vor rein akustischen Gitarrenballaden nicht zurück, haben ì
Keyboards fest in ihrem Sound vera...
WeiterlesenReroute to remain" ist das mit Abstand abwechslungsreichste Album ì
in der Geschichte von
In Flames geworden. Die Schweden schrecken ì
mittlerweile auch vor rein akustischen Gitarrenballaden nicht zurück, haben ì
Keyboards fest in ihrem Sound verankert und sind auch ansonsten für jedes ì
Experiment offen. Ein Zeichen von absolutem Selbstbewusstsein, das dem ì
Quintett so schnell keiner mehr nehmen kann. Dank unermüdlichem Touren (u.a. ì
mit Megaacts wie
Slayer, Manowar oder sogar Slipknot) stehen
In ì
Flames kurz vor dem ganz großen Durchbruch und
"Reroute to ì
remain" wird den sympathischen Burschen bei diesem Unterfangen ì
behilflich sein. Zum ersten Mal in der Bandgeschichte haben
In Flames ì
für eine Produktion die heiligen Hallen des
Studio Fredman verlassen ì
und sind in das
Dug Out Studio von
Daniel Bergstrand (u.a. ì
Meshuggah und Darkane) gegangen, um dort
"Reroute to remain" ì
einzuhämmern.
"Es war eine große Herausforderung, in einem anderen ì
Studio aufzunehmen", beginnt Anders seine Ausführungen. "Wir wollten ì
unserem Sound etwas Frische einhauchen und versuchen, von dem Göteborg-ì
Klischee wegzukommen."
Der Sänger spricht aber keinesfalls von einem ì
neuen Kapitel der In Flames-Historie."Im Prinzip wird für uns ì
mit jedem Album ein neues Kapitel aufgeschlagen."
Die Band betrat ì
ziemlich gut vorbereitet das Dug Out Studio. Fast alle Songs waren ì
fix und fertig arrangiert, eine ausgedehnte Pre-Production-Phase im Band-ì
eigenen Studio ging dem Ganzen voraus, so dass man sich voll und ganz auf ì
das Aufnehmen konzentrieren konnte. Das Gesamtergebnis beschreibt mein ì
Interviewpartner mit folgenden Worten:"Die Entwicklung von ì
"Clayman" zu "Reroute to remain" ist meiner Meinung nach sehr ì
beachtlich. Die Hauptunterschiede zwischen beiden Alben sind natürlich im ì
Sound- und Gesangsbereich auszumachen. Ich singe mittlerweile viel ì
abwechslungsreicher und traue mich auch, meine cleane Stimme öfters ì
einzusetzen. Aber auch das Songmaterial ist wesentlich besser arrangiert und ì
feinfühliger ausgearbeitet worden."
Dabei ist festzustellen, dass ì
sich die einzelnen Songs teilweise gewaltig voneinander unterscheiden. Wenn ì
man einen schnellen Thrash-Song wie "Drifter" mit einer Akustik-ì
Ballade wie "Metaphor" vergleicht, kann man nicht unbedingt davon ì
ausgehen, dass diese beiden Songs von ein und derselben Band stammen. ì
"Da muss ich dir auf alle Fälle recht geben", lacht Anders. "Aber ì
wenn man sich ein wenig mit unseren früheren Alben auskennt, wird einem ì
auffallen, dass wir schon immer kurze Akustik-Instrumentale am Start hatten. ì
Für "Reroute to remain" sind wir einen Schritt weitergegangen und ì
haben diese Instrumentale mit cleanem Gesang versehen."
Ein Song wie ì
"Drifter" hört sich an, als wolle man The Haunted und Co. mal ì
zeigen, wo der Hammer wirklich hängt, oder?"Nein, nein, das war auf ì
keinen Fall unsere Absicht", wiegelt der Schwede lachend ab. "Bands wie ì
The Haunted oder auch Darkane sind Experten auf ihrem Gebiet, ì
davor habe ich höchsten Respekt. Wir wollten ganz einfach mal wieder ein ì
paar schnellere Songs auf dem Album haben, nachdem "Clayman" ja sehr ì
Midtempo-lastig ausgefallen war. Schnellere Stücke wie "Food for the ì
gods" vom "Whoracle"-Album waren in der Vergangenheit eine ì
unserer Stärken und diese Stärke haben wir ganz einfach wiederentdeckt."
ì
Im Spätsommer gehen In Flames mit Slayer und Soulfly ì
auf eine ausgedehnte US-Tour, ehe das Quintett im Oktober in Deutschland ì
ihre Europa-Tournee 2002 startet. Die Zeichen stehen auf Sturm und wer weiß, ì
vielleicht gehören In Flames schon in Kürze zu den erfolgreichsten
Metal-Bands dieses Planeten.