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Helloween waren immer stark, doch auf "7 sinners" übertreffen sich die Speed Metal-Pioniere einmal mehr und legen ihr härtestes und schnellstes Eisen ab, das ihr Repertoire um ein Dutzend weiterer Hymnen aufstockt! Das große Thema des Albums sind die sogenannten sieben Todsünden, zu denen auch die Wollust gehört. Helloween spielt auf 7 Sinners mit der schweren Symbolik der sieben Todsünden - eine Spezialität von Helloween: dunkle Themen an dank ihrer positiven Einstellung in etwas Konstruktives verwandeln. Die Platte beinhaltet insgesamt 13 Tracks und einen Zugangscode zu exklusivem Online Content.
EMP Redaktion
von Markus Wosgien(21.09.2010)"Are you Metal?" fragen Helloween provokant in einem der neuen Tracks. Ja, die Kürbisköpfe sind es definitiv, auch wenn man zuvor sein Jubiläum mit fremdartigen, aber superben Klängen auf eine eigenwillige Art gefeiert hat. "7 sinners" gibt von der ersten Sekunde an Vollgas, wirft sämtlichen Ballast über Bord und geht ab wie die berühmte Katze des Herrn Schmidt. Unglaublich heavy und mit durchgedrücktem Gaspedal spielt sich das Quintett durch die 13 neuen Kompositionen, die mit einer extrem hohen Hitdichte aufwarten und dennoch vollkommen breit gefächert sind. Darunter befinden sich klassische Power Metal Mitsing-Hymnen wie "If a mountain could talk", das fesselnde "World of fantasy", das besagte "Are you Metal?" sowie der grandiose Nackenbrecher "Long live the king". Man strotzt vor Ideen und Tatendrang, selbst der Klassiker "Perfect gentleman" findet in dem Ohrwurm "Who is Mr. Madman?" seine grandiose Fortsetzung, während man in "Raise the noise" plötzlich mit Jethro Tull-artigen Zwischenparts aufwartet und überzeugt. Auch zum Ende der wahrlich starken Scheibe hin, geben sich die Highlights die Klinke in die Hand, ehe man sich mit dem symphonischen "Far in the future" würdevoll verabschiedet. Wow!
Interview

Die Power Metal Giganten sind zurück!
von Oliver Kube (16.11.2012)"Straight out of hell" heißt das neue Meisterwerk der Power Metal-Giganten Helloween. EMP sprach mit Frontmann Andi Deris über den Longplayer, Helloweens China-Trip und wo es die Band als nächstes hinzieht.
EMP: Hallo Andi, Gratulation zu einem Ham...
Weiterlesen"Straight out of hell" heißt das neue Meisterwerk der Power Metal-Giganten Helloween. EMP sprach mit Frontmann Andi Deris über den Longplayer, Helloweens China-Trip und wo es die Band als nächstes hinzieht.
EMP: Hallo Andi, Gratulation zu einem Hammer-Album. Wie lange habt ihr an der Scheibe gearbeitet?
Deris: "Die Songs sind alle schon während der letzten Tour oder zwischendurch entstanden. Wir sind ständig am schreiben, weil es eben auf Konzertreisen eine unglaubliche Menge Zeit totzuschlagen gilt, bevor man abends endlich auf die Bühne darf. Die Vorproduktion, die tatsächlichen Aufnahmen, der Mix und so weiter haben ziemlich exakt sechs Monate gebraucht. Was für uns relativ normal ist."
EMP: Habt ihr euch durch die Veröffentlichung und den Erfolg des Unisonic-Albums unter kommerziellem und/oder auch kreativem Druck gesehen?
Deris: "Nein, überhaupt nicht. Uns allen gefällt die Unisonic-Platte richtig gut. Wir freuen uns für Kai, mit dessen anderer Band Gamma Ray wir ja nun wieder gemeinsam touren werden, für meine alten Pink Cream 69-Kumpels Dennis und Kosta sowie natürlich auch darüber, dass Michi Kiske endlich wieder zu etwas härterem Sound singt. Eine Art Konkurrenz gibt es da nicht. Schon weil wir um einiges heavier sind. Aber ich sehe keinen Grund, warum jemand nicht beide Scheiben mögen sollte. Meiner Meinung nach kann es nie genügend gute Platten geben."
EMP: Kannst du eine persönliche Einschätzung dessen geben, was den Hörer bei "Straight out of hell" im Kontext mit dem Vorgänger "7 sinners" und auch der gesamten Helloween-Diskografie erwartet?
Deris: "Die neue Scheibe schließt definitiv an ,7 sinners' an, entwickelt deren Stil allerdings insofern weiter, als dass sie deutlich weniger düster ausfällt. Ich will jetzt nicht sagen, dass sie fröhlich ist, aber doch um einiges hoffnungsvoller. In Bezug auf das Gesamtwerk ordne ich es irgendwo im Spannungsfeld zwischen ,7 sinners', den ,Keeper of the seven keys'-Alben und ,Master of the rings' ein."
EMP: Die CD geht mit der Single "Nabataea" los, einem Song, der das Zeug zu einem echten Helloween-Klassiker hat. Das Stück hat nicht nur musikalisch, sondern auch textlich viel zu bieten...
Deris: "Es geht um das antike Reich gleichen Namens, einen Verbund von Nomadenstämmen, der offenbar die erste funktionierende Demokratie der Menschheitsgeschichte war. Zumindest so lange, bis seine Bewohner etwa 100 Jahre nach Christus von den Römern unterworfen wurden. Eine faszinierende Story."
EMP: Eigentlich fast schon ein Thema für ein komplettes Konzeptalbum oder?
Deris: Ja, wenn man mehr über Nabataea wüsste. Leider ist da so vieles noch unerforscht beziehungsweise wird wohl reine Spekulation bleiben. Die in Felsen hinein gemeißelte Hauptstadt Petra etwa, wurde erst Anfang des letzten Jahrhunderts, versteckt hinter einem Sandgebirge und nur zugänglich durch einen schmalen Pfad, wiederentdeckt. Der Song ist sieben Minuten lang, weil ich alles reinpacken wollte, was es zu erzählen gibt. Gäbe es mehr Stoff, wäre er noch länger geworden. Aber da ist bisher leider nicht mehr."
EMP: Ihr habt 2010 erstmals in eurer Karriere in China und in Taiwan gespielt. Wie war das? Kennen die Leute da nur das neuere Material oder wie liefen die Shows?
Deris: "Es war toll. Jenseits der Bühne eine einmalige Erfahrung. Die Konzerte waren aber fast genauso, wie wenn wir hier in Deutschland oder in Japan oder irgendwo sonst auf der Welt spielen, wo wir schon oft auf Tour waren. Wir kamen von der Bühne und waren total beeindruckt davon, dass die Fans offenbar unser komplettes Repertoire kannten und abfeierten, obwohl längst nicht alle Helloween-Platten dort zu haben sind."
EMP: Wird es dieses Mal auch wieder Länder geben, in denen ihr zum ersten Mal tourt? Die Liste dieser Staaten dürfte ja langsam immer kürzer werden...
Deris: "Ja, viele sind es wohl tatsächlich nicht mehr (lacht). Wenn es allein nach uns ginge, hätten wir längst auf jedem Fleck der Weltkarte gespielt. Ab da gibt es oft nicht nur finanzielle Aspekte, also ob es sich überhaupt lohnt das Equipment und uns wohin auch immer zu schaffen. Ganz wichtig ist auch, ob wir unsere Gerätschaft und vor allem uns selbst überhaupt versichert bekommen. Falls das der Fall sein sollte, werden wir im nächsten Jahr zum ersten Mal in Indien spielen. Außerdem wünschen wir uns auch Israel und Südafrika noch einmal zu besuchen. Bei all diesen Orten muss man aber sehr genau im Auge haben, wie die Sicherheitslage ist. Es liegt also nicht wirklich in unserer Hand..."
EMP: Und wann ist Deutschland dran?
Deris: "Wir starten Ende Februar in Spanien. Dann geht es über den Süden mit der Schweiz, Italien, Griechenland und der Türkei erst einmal in den Osten, wo wir sehr viele treue Fans haben. Danach ist Skandinavien dran, bevor wir uns zum krönenden Abschluss der Europa-Tour Paris, London und natürlich Deutschland aufgehoben haben."
Metal Jubiläum der anderen Art
von Markus Wosgien (22.12.2010)Ein stolzes Vierteljahrhundert existieren Helloween, die damals wie heute eine der wichtigsten und einflussreichsten Bands der Metal Geschichte sind. Weltweit sorgten die Kürbisköpfe aus Hamburg für Furore und hinterließen vor allem mit den beiden Al...
WeiterlesenEin stolzes Vierteljahrhundert existieren Helloween, die damals wie heute eine der wichtigsten und einflussreichsten Bands der Metal Geschichte sind. Weltweit sorgten die Kürbisköpfe aus Hamburg für Furore und hinterließen vor allem mit den beiden Alben "Keeper of the seven keys - part I & II" zwei Klassiker, die ihnen ein Denkmal für die Ewigkeit sicherten. Trotz der atemberaubenden Erfolge, folgte 1993 der spektakulärste Sängerwechsel der Metalgeschichte. Michael Kiske verließ die Band und wurde vom Pink Cream 69 Sänger Andi Deris ersetzt, welche selbst gerade triumphal durch die Decke schossen. Mit ihm veröffentlichten Helloween sieben weitere grandiose Alben und lassen sich nun, zum 25-jährigen Jubiläum selbst feiern, in dem sie zusammen mit einer Riege illustrer Gastmusiker, die nicht aus dem Metal Metier stammen, ihre erfolgreichsten Songs, einmal komplett anders interpretieren.
"Helloween ist der wichtigste Teil meiner Profikarriere", beginnt der seit einigen Jahren nach Teneriffa übergesiedelte Frontmann. "Wir wollten etwas machen, worauf wir alle schon lange Bock hatten: eine schöne Quatsch-Scheibe, diese jedoch so gut wie möglich aufgenommen und produziert. Für mich als Sänger galt das zwar nicht, doch die anderen Herren konnten sich die meiste Zeit zurücklehnen und den Gastmusikern beim Spielen zusehen. Dabei war es super spannend zu sehen, wie Profimusiker aus komplett anderen Genres unsere Songs spielen. Teilweise ging es soweit vom Original weg, das man den Song kaum mehr erkennen konnte. Aber meistens erkennt man dann nach 30 Sekunden, um welchen Song es sich handelt und die Reaktion ist dann meistens: Ach du Scheiße...".
Unter den Gästen befinden sich Musiker wie Maffay Gitarrist Andreas Becker, Supercharge Saxophonist Albie Donnelly, Percussionist Nippy Noya, die Chöre der Gregorians oder das 70 Mann starke Prager Symphonieorchester. Das Ergebnis ist ebenso gewagt wie auch mutig, und trotz erster Skepsis schlichtweg phänomenal. "Es ist wirklich unglaublich was die beteiligten Musiker aus unseren Songs gemacht haben. Natürlich war es uns bewusst, dass es dafür auch Kritik hageln wird, aber wir wollten keine langweilige Best-of machen, sondern komplett neue Wege gehen. Jede Nummer sollte soweit weg vom Original sein wie nur möglich und Spass machen, das war die Vorgabe." Helloween untermauern bei dem Experiment das ein guter Song nun mal ein guter Song bleibt und manch Gänsehautnummer wie "Forever & one" oder "Where the rain grows" wirkt im neuen Gewand fast noch intensiver wie das Original. "Dr. Stein" bleibt auch als Ska-Version ein Partykracher und selbst das Saxophon lernt man dabei zu lieben.
Produziert wurde unter der Regie von Charlie Bauerfeind (Blind Guardian, Avantasia, HammerFall u.v.m.) auf Teneriffa, in dem Krefelder Twilight Hall-Studio sowie in Andis Heimatstadt Karlsruhe, wo auch der Kinderchor auf "I want out" herstammt, was dem traditionsbewussten Heavy Metal Fan sicherlich am härtesten treffen wird. "Die Nummer ist ein Song über die Kids und die Schule und man heftet Helloween ja gerne an, das wir Kindermelodien schreiben, daher haben wir den Song dann auch konsequenterweise von Kindern singen lassen." Herzstück ist jedoch die "The keeper's trilogy", die man mit den Prager Symphonikern und den gregorianischen Chören aufgenommen hatte. "Das war Gänsehaut pur", berichtet der blonde Sänger. "Der Song kommt komplett ohne Gitarren aus und das Orchester klingt so unheimlich mächtig. Dazu noch dieser grandiose Chor, dessen Stimmen das Studio zum Vibrieren gebracht hat. Eine phänomenale Erfahrung".
Der Mut wird belohnt und Helloween haben einmal mehr ihre Vorreiterrolle untermauert und dürfen ihre Geburtstagsfeier damit in vollen Zügen genießen.
Härter, Schneller & Lauter
von Markus Wosgien (20.09.2010)Sie gelten als die Erfinder des melodischen Speed Metals und haben die Szene geprägt wie kaum ein anderer Act. Dabei schaffen es Helloween immer wieder, sich neu zu erfinden, zu entwickeln und vor allem eines: homogene, starke Alben zu veröffentliche...
WeiterlesenSie gelten als die Erfinder des melodischen Speed Metals und haben die Szene geprägt wie kaum ein anderer Act. Dabei schaffen es Helloween immer wieder, sich neu zu erfinden, zu entwickeln und vor allem eines: homogene, starke Alben zu veröffentlichen, die stets vom jeweiligen Stimmungsbild innerhalb der Band geprägt sind. Entsprechend blendend muss es den Kürbisköpfen derzeit gehen, denn "7 sinners" ist schlicht und ergreifend ein Bombenalbum. Jeder Song ist ein Volltreffer, das Gaspedal wird fast permanent durchgedrückt und die Melodien schicken dich schließlich in den siebten Metalhimmel. "7 sinners" ist das Album geworden, das sich jeder Fan von seinen Lieblingen wünschen würde - und sie haben es tatsächlich geschafft. "Das Experiment mit ,Unarmed' hat uns zwar allen Spass gemacht, aber danach wusste jeder von uns wieder, warum er sich vor Urzeiten elektrische Gitarren gekauft hat und Metal spielen wollte", sprudelt es aus Andi Deris. "Deshalb ist jeder von uns danach wieder in sein Studio gegangen und hat sich eine Spritze mit Metal injiziert. Jeder wollte die Sau rauslassen und hat dabei gemerkt, warum er Heavy Metal-Musiker geworden ist." Für den gebürtigen Karlsruher ist es die härteste Helloween-Scheibe und übertrifft sogar das Speed Metal-Referenzwerk und Helloween-Debut "Walls of Jericho". "Der Unterschied ist die Musikalität anno 2010, aber ich würde ,7 sinners' als schneller und härter einstufen. Es steckt eine Menge Achtziger Feeling in den Songs, was wir alle sehr cool fanden - aber auch ein Schuss Siebziger, der Marke Black Sabbath meets Led Zeppelin sowie härtestes New Metal-Riffing der Neuzeit. Das alles zu kombinieren hat tierisch viel Spass gemacht. Ich erinnere mich noch daran, als wir uns erstmalig wieder trafen um Demos austauschten. Da hatten wir alle ein Grinsen auf dem Gesicht und fragten uns, ob denn auch jemand etwas Rockiges oder Balladeskes geschrieben hat. Dem war aber nicht so." Die erste Single ist der Gassenhauer mit der sinnigen Frage "Are you Metal?", einem weiteren Statement des nach Teneriffa ausgewanderten Sängers. "Mir wurde klar, dass ich ein ganz schön konservativer Metalfreak bin. Ich liebe Hardrock und Power Metal, aber viel seichter oder härter darf es nicht werden. Zwar schau ich auch nach neuen Acts, aber als jemand der musikalisch in den Achtzigern geboren ist, find ich da draußen nicht viel. Mit Helloween haben wir bereits sehr viel experimentiert, sind an unsere Grenzen gestoßen und werden in dem Punkt auch nicht weitergehen, denn sonst würden wir uns selber verraten. Momentan ist es perfekt und sicherlich auch in Punkto Härte die Grenze, denn sonst würde das Musikalische unter der Geschwindigkeit leiden." Helloween sind ebenso bekannt für ihren speziellen Humor, der unumgänglich ist, wenn man ein Unikat wie Michael Weikath in den Reihen hat. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die coole Nummer "Raise the noise" auf seinem Mist gewachsen ist, in der plötzlich ein lupenreiner Jethro Tull-Part auftaucht. "Ich hasse Flöten", lässt Deris verlauten. "Weiki wollte das so haben, wobei ich fast gekotzt hätte. Für mich haben Flöten im Metal nichts zu suchen, deshalb gibt es auf der Single B-Seite auch noch eine alternative Version ohne Flöten. Da wären wir dann wieder bei ,Are you Metal?', worin ich letztendlich mich selber beschreibe und sage: ich kann es nicht ändern, ich bin eben ein Sturkopf, aber das ist nun mal die einzige Musik, die ich liebe."
Perfekt aufeinander eingespielt
von Markus Eck (20.09.2007)"Gambling with the devil", der Titel ihres brandneuen Studioalbums kann von sämtlichen Helloween-Fans getrost wörtlich genommen werden - denn die Hamburger Melodiker-Heroen haben für diese wahrlich sensationelle Meisterplatte alles auf eine künstleri...
Weiterlesen"Gambling with the devil", der Titel ihres brandneuen Studioalbums kann von sämtlichen Helloween-Fans getrost wörtlich genommen werden - denn die Hamburger Melodiker-Heroen haben für diese wahrlich sensationelle Meisterplatte alles auf eine künstlerische Karte gesetzt. Die noch immer enorm spielfreudigen Kürbisköpfe um Sänger Andi Deris brachten unter dieser Prämisse ein vollendetes Musikprodukt an den Start, welches in Sachen Melodic/Power Metal wieder mal eindeutig Maßstäbe setzt. Derart in kreativer Hochform, gerieten dem Quintett die neuen Kompositionen derart leidenschaftlich, homogen und detailreich, dass man leicht versucht ist, von einer schöpferischen Großtat zu fabulieren. Tieftoner Markus Grosskopf sieht die Sache wie immer ganz gelassen.
Der bekennend eiserne Fan von Altmeistern wie beispielsweise Deep Purple, Rainbow, Thin Lizzy, Kiss und UFO lässt zwischen einem beherzten Biss ins Frühstücksbrötchen verlauten: "Die kompositorischen Arbeiten zum neuem Album liefen eigentlich wie immer ab: Wir werken alle fünfe unabhängig voneinander bei uns zu Hause an unseren Beiträgen, und senden uns die jeweiligen Demos irgendwann dann gegenseitig zu. Nach all den Jahren sind wir glücklicherweise ein absolut perfekt aufeinander eingespieltes Fair-Play-Team. In der Beziehung lasse ich mir deine Bezeichnung ,Routiniers' schon gerne gefallen." Dennoch, es hat schon seinen ganz speziellen Grund, warum "Gambling with the devil" so eine dermaßen melodisch wunderbare Veröffentlichung geworden ist, wie nachfolgend von dem gelockten sympathischen Bassisten in Erfahrung zu bringen war. "An so manchen Song-Ideen haben wir diesmal wirklich monatelang gefeilt - ja, so lange kann es bei uns mitunter trotz aller Professionalität noch immer dauern, bis sich ein erwünschter kompositorischer Geistesblitz einstellt. Freilich ist jede unserer Platten in stilistischer Hinsicht immer wieder irgendwie anders, worauf wir auch stets sehr stolz sind, doch für dieses neue Album schwebten uns mal wieder richtig flotte Knüllermelodien und vor allem höchst zackige Rhythmen vor. Die urtypische Helloween-Geschichte eben." In bestem unbekümmerten Hamburger Dialekt berichtet mein norddeutscher Namensvetter weiter zum Entstehungsprozess des neuen Outputs: "Die vorhergehende, letzte große Helloween-Tournee war schon verdammt kräftezehrend für uns alle - doch dafür leben wir ja nicht zuletzt. Dagegen gestaltete sich das Schaffen an den neuen Tracks wieder regelrecht entspannend; zumindest für mich. Ich bin da bekanntlich eher der Gemütliche. Aber, wir haben sowieso alle unsere ganz spezielle Vorgehensweise auf diesem Sektor. All die letzten Monate arbeitete ich ohne Hektik an meinen Parts, welche ich oft sogar mit meinem Gesang (lacht wiederholt genüsslich) in Demo-Form ans kleine Netzwerk der anderen vier Helloween-Musiker ablieferte. Jemand anders kann sich dabei wahrscheinlich gar nichts ausmalen, beziehungsweise vorstellen, doch unsere Jungs interpretieren meine Ergebnisse entsprechend ergiebig - und unser Andi lässt sich dabei sogar für seine Vokal-Linien inspirieren."
Mit neuem Spaß
von Matthias Mineur (04.01.2007)
Helloween
Mit neuem Spaß
von: Matthias Mineur
vom: 04.01.2007
Mit ihrem Studiowerk "Keeper of the seven keys Part - The legacy" haben Helloween einen weiteren Klassiker geschaffen und sich zurück in die Metal-Champions-League katapultiert. ...
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Helloween
Mit neuem Spaß
von: Matthias Mineur
vom: 04.01.2007
Mit ihrem Studiowerk "Keeper of the seven keys Part - The legacy" haben Helloween einen weiteren Klassiker geschaffen und sich zurück in die Metal-Champions-League katapultiert. Die anschließende Welt-Tournee war ein Triumphzug par excellence und diente der Band als willkommene Gelegenheit, ein neues Live-Album (inklusive Live-DVD) zu produzieren. Wir sprachen mit Sänger Andi Deris ...
Andi, war euch nach den großartigen Resonanzen auf "Keeper III" bewusst, wie erfolgreich die anschließende Welt-Tournee laufen würde?
"Ehrlich gesagt hatten wir ziemlich die Hosen voll und wenn uns jemand gesagt hätte, dass ein Großteil der Konzerte ausverkauft sein würde, hätte ich sicherlich nur gefragt: ,Spinnst du?' Aber wer ein tolles Album veröffentlicht hat, muss es dann auf einer Tournee auch entsprechend präsentieren."
Welche Erinnerungen an die Konzerte hast du jetzt, da die neue Live-Scheibe veröffentlicht wird?
"Es war auf jeden Fall die geruhsamste und best geordnete Tournee, seit ich bei Helloween bin. Seit wir kein englisches Management mehr haben, sondern mit einem deutschen Team zusammenarbeiten, ist alles viel besser. Jeder fühlt sich hier verantwortlich und wenn man mal etwas zu beanstanden hat, hilft dir immer jemand umgehend."
Ihr habt je eine Show in Sao Paulo, Sofia und Tokio aufgezeichnet. Welche davon war aus deiner Sicht die beste?
"Sao Paulo war natürlich der Hammer, denn vor 8.000 Fans spielen wir ja auch nicht jeden Abend. Trotzdem war für mich die Nacht in Sofia die absolute Sensation. Wir waren noch nie in Bulgarien und wussten überhaupt nicht, was uns dort erwartet. Aber die Resonanz war sensationell, die Halle toll und meine Erinnerung daran uneingeschränkt positiv."
Und wie fällt dein direkter Vergleich zu eurem letzten Live-Album aus?
"Damals wurde ja alles noch von England aus gesteuert, dementsprechend unausgegoren war das Resultat. Jetzt ist alles weitaus perfekter, übrigens auch die Band selbst, die den Spaß wieder zurück gewonnen hat. Und genau das spürt man bei den Aufnahmen."