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Diese LP von Fates Warnings "Night on Bröcken" ist limitiert auf 300 Stück und kommt als grüne Vinyl.
Interview
Back with a Bang
von Matthias Mader (30.09.2004)Nach einer kreativen Pause von immerhin vier Jahren (in der sich die einzelnen Musiker nicht etwa auf die faule Haut gelegt haben, sondern an diversen Solo-Projekten zu werkeln wussten) sind Fates Warning back! Und, man ist geneigt zu spezifizieren: ...
WeiterlesenNach einer kreativen Pause von immerhin vier Jahren (in der sich die einzelnen Musiker nicht etwa auf die faule Haut gelegt haben, sondern an diversen Solo-Projekten zu werkeln wussten) sind Fates Warning back! Und, man ist geneigt zu spezifizieren: Stronger than ever. Der Akku ist wieder voll und dementsprechend spritzig und aggressiv ist ihr zehntes Studioalbum, schlicht "X" betitelt, ausgefallen. Für Ray Alder, Jim Matheos, Joey Vera und Mark Zonder hat sich der Kreis geschlossen: Nach 20 Karrierejahren sind sie wieder zu dem Label zurückgekehrt, das für Klassiker wie "Night on bröcken", "The spectre within" und "Awaken the guardian" (allesamt damals noch mit John Arch an den Vocals) verantwortlich zeichnete. Sänger Ray Alder macht indes nicht viel Aufsehen um den aktuellen Labelwechsel:
"Der Deal mit Massacre ist nach "Disconnected" einfach ausgelaufen, das war alles. Ausserdem gestaltete sich die Situation mit ihnen sehr kompliziert, weil wir in Deutschland, Amerika und Japan jeweils mit einer anderen Plattenfirma zusammenarbeiten mussten. Mit Metal Blade ist das alles einfacher und wir kennen die Strukturen noch aus der Vergangenheit. Damals wie heute haben wir absolute künstlerische Freiheit. Wir sind einfach mit dem fertigen Masterband angekommen, es hat uns niemand hereingeredet!"
Das wohlgemerkt bis in die Endphase des Projekts "X", denn auch die Produktion wurde vollständig von Fates Warning abgewickelt:
"Produced by Jim Matheos and Ray Alder"
prangt in gelben Lettern auf der Rückseite der CD. So richtig Appetit auf die Studioarbeit machte Fates Warning nach eigenem Bekunden ihre U.S.-Tour im Sommer 2003: Die Paarung Fates Warning mit Queensryche und Dream Theater verkörperte den Traum eines jeden Progressive Metal-Fans. Ray Alder lacht und spielt auf das kommerzielle Schattendasein seiner Band an:
"Diese Tour hätte vielleicht zehn Jahre früher kommen sollen. Anfang der '90er boomte der Metal in den Staaten, MTV hatte seinen Zenit erreicht. "Parallels" war insgesamt unser erfolgreichstes Album. Fates Warning ist aber leider nie ein Single-Hit gelungen, das war einfach nicht unsere Art von Songwriting. Der Metal erlebt hierzulande gerade wieder eine Renaissance, Bands wie Killswitch Engage oder Korn füllen die größten Clubs. Das Prog Metal-Genre ist davon jedoch nicht tangiert, hierbei handelt es sich um eine konstante Nische."
Aber dennoch gibt es verblüffende Crossover-Effekte, wie Ray's folgende Anekdote belegt:
"Ich traf Mick, den Gitarristen von Slipknot auf dem Dynamo-Festival, als ich dort mit Engine aufgetreten bin. Da war dieser riesige Typ, der andauernd erzählte, was für ein großer Fan von Fates Warning er sei und dass er alle Alben von uns besitze. Ich wusste nicht, wer das war, bis er mich fragte, ob ich Ray von Fates Warning bin. Er stellte sich vor und ich konnte immer noch nicht einschätzen, ob er mich verarschen wollte. Er meinte es aber total ernst, hatte sogar ein Gitarren-Songbook von Fates Warning gekauft, um die Platten nachspielen zu können. Der Gitarrist von Kid Rock ist übrigens auch ein großer Anhänger von uns, das hätte ich echt nicht geglaubt. Es ist unvorstellbar, wie breit unsere Anhängerschar gestreut ist und welche Leute auf Fates Warning stehen, von denen man es gar nicht glauben würde...".