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Mit ihrem innovativen Mix aus melodischem Death Metal und traditionellem Folk gelingt der achtköpfigen Formation aus der Schweiz ihr bisheriger Geniestreich. "Helvetios" ist ein fesselndes Konzeptalbum und strotzt vor Ideen und einer gewaltigen Heaviness.
EMP Redaktion
von Markus Wosgien(03.01.2012)Die achtköpfigen Helvetier aus Winterthur befinden sich seit ihrer Gründung vor zehn Jahren auf der Überholspur. Mit ihrem innovativen Mix aus melodischem Death Metal skandinavischer Prägung und traditionellem Folk, samt außergewöhnlicher Instrumentierung, gehören Eluveitie zu den Anführern der "New Wave Of Folk Metal". Zusätzlichen Anreiz bietet der wechselnde Gesang zwischen Drehleier-Spielerin Anna Murphy und Multiinstrumentalist Chrigel Glanzmann. "Helvetios" perfektioniert ihr Genre und zeigt all die vielen, unterschiedlichen Facetten des faszinierenden Sounds der Schweizer. Akustische Zwischenspiele und lupenreine Folksongs lockern das überwiegend harte, durchdachte Konzeptalbum auf, das den eingeschlagenen Weg von "Everything remains (as it never was)" gekonnt fortführt. Ganz oben steht dabei der hymnische Ohrwurm "Rose for Epona" sowie der brachiale Titelsong "Helvetios". Ein großes Plus ist die druckvolle Produktion von Thrash Metal Ikone Tommy Vetterli (Coroner, Kreator u.a.), der einen glasklaren Sound zauberte und dadurch die vielen Details hervorragend in Szene setzt.
Interview
Helvetische Krieger
von Adam Weishaupt (30.11.2011)Nach dem überaus erfolgreichen "Everything remains"- Longplayer, mit dem die achtköpfigen Folk Metaller aus Winterthur weltweit Charterfolge erzielten und über den gesamten Globus tourten, zogen sich die Schweizer abermals mit Produzent Tommy Vetterl...
WeiterlesenNach dem überaus erfolgreichen "Everything remains"- Longplayer, mit dem die achtköpfigen Folk Metaller aus Winterthur weltweit Charterfolge erzielten und über den gesamten Globus tourten, zogen sich die Schweizer abermals mit Produzent Tommy Vetterli (Kreator, Coroner u.a.) ins Studio zurück und bastelten an ihrer fünften Studioscheibe. "Helvetios" ist das Ergebnis; ein eindrucksvolles Konzeptalbum, das alle Stärken von Eluveitie bündelt und ihren Siegeszug garantiert weiterführen wird. "Wir haben all das, was Eluveitie ausmacht, noch weiter ausgeprägt", urteilt Bandleader Chrigel Glanzmann. "Einerseits ist uns ein absolutes Metalbrett gelungen, auf der anderen Seite ist auch das Folk-Element noch stärker präsent. ,Helvetios' ist von allem mehr." Im Grunde bündelt das neue Epos die Stärken von "Everything remains" und dem Akustik-Experiment "Evocation I - The arcane dominion", mit dem Eluveitie viele neue Fans gewannen. "Auf die Produktion sind wir besonders stolz. Der Sound ist sehr transparent und jedes Instrument kommt dabei deutlich zur Geltung. "Helvetios" ist 100 Prozent Eluveitie und klingt genauso wie wir es uns vorstellen. Wir hatten sehr viel Zeit und Aufwand in die Aufnahmen gesteckt, dadurch sind wir bereits mit einem tollen Ergebnis in den Mix gegangen. Das Resultat ist eine enorm druckvolle Metal-Produktion, die dennoch durch und durch organisch ist. Das Schlagzeug ist nicht getriggert, sondern klingt nach einer verdammten Trommel - ebenso die Flöten und alle anderen Instrumente. Unser Produzent hat das alles hervorragend hinbekommen." Obwohl Glanzmann das Konzept erarbeitete, spricht er bei "Helvetios" von einer Gemeinschaftsarbeit. "Der Einfluss und auch der Input von unserer Sängerin und Drehleier-Spielerin Anna Murphy wurde immer größer und auch wichtiger für uns. Zudem hat der Kern von Eluveitie viele Tracks gemeinsam kreiert. Das war eine neue Erfahrung und definitiv sehr inspirierend für uns alle." Dabei spielt es für die Schweizer keine Rolle, in welcher Stimmung man sich gerade befindet. "Ein Song kann bei uns ebenso entstehen, wenn man gerade Pilze kocht oder auf dem Klo sitzt", lacht die aus Luzern stammende Sängerin. "Die Berge und die Natur inspirieren uns auch, aber es gibt keine Formel dafür." Thematisch erzählt "Helvetios" die Geschichte des gallischen Krieges, der in den Jahren 58 bis 51 v. Chr. stattfand. "Darin bekriegte sich das römische Imperium mit den gallischen Stämmen. Im Grunde eine sehr düstere Geschichte, die sich auch musikalisch auf den Spannungsbogen der CD auswirkt. Über eine Million Gallier starben in dem Krieg. Wir erzählen hier aus dem Blickwinkel der Helvetier, die einen Stamm der Gallier ausmachten. Das versuchen wir einerseits chronologisch, aber auch aus einem persönlichen Blickwinkel heraus, zu tun." Eluveitie zelebrieren ihre Musik mit Ernsthaftigkeit und Niveau. Dabei gehen sie offen und tolerant zur Sache, "Musik muss mein Herz berühren", sinniert der Multiinstrumentalist gedankenverloren. "Wenn mich jemand fragt, was wir spielen, so antworte ich stets: Gute Musik!"
Liga der außergewöhnlichen Gentlemen
von Adam Weishaupt (22.12.2010)Die Schweizer Pagan/Folk Metaller von Eluveitie hielten es ähnlich wie der römische Imperator Julius Caesar: sie kamen, rockten und siegten! Mit ihrem ureigenen Stil eroberten die acht Musiker(innen) die Herzen der Metalfans im Sturm und triumphierte...
WeiterlesenDie Schweizer Pagan/Folk Metaller von Eluveitie hielten es ähnlich wie der römische Imperator Julius Caesar: sie kamen, rockten und siegten! Mit ihrem ureigenen Stil eroberten die acht Musiker(innen) die Herzen der Metalfans im Sturm und triumphierten zwischenzeitlich in so ziemlich jedem Club und auf jedem Festival. Nach dem gelungenen Akustik Experiment "Evocation I - The arcane dominion" legt man nun mit dem neuen Longplayer "Everything remains as it never was" wieder ein Metalbrett nach und kommt damit dem Gipfel ein weiteres Stück näher.
"Es ging alles tatsächlich recht schnell", beginnt es aus Mastermind Chrigel herauszusprudeln. "Aber wenn die Inspiration, Lust und Muse für ein neues Album da sind, dann gibt es keinen Grund zu warten." Chrigel selbst ist neben Sängerin und Drehleierspielerin Anna der Dreh- und Angelpunkt der Band. Neben dem Gesang spielt er außergewöhnliche Instrumente wie die Mandola, Bodhrán oder verschiedene Arten von Flöten. "Ursprünglich war ich eigentlich Gitarrist", erklärt er. "Ich begann mit sechs Jahren und mit der Zeit kamen dann natürlich noch andere Saiteninstrumente, wie z.B. die Mandola hinzu. Mit Whistles und Dudelsäcken begann ich erst vor rund zehn Jahren, das entwickelt sich immer unbewusst und nach Lust und Laune." Daher ist der Schweizer stets auf der Suche nach neuen Instrumenten und Klängen. "Es gibt ein paar Instrumente, die mich sehr reizen. Wenn ich die Zeit dafür finde, dann möchte ich noch die keltische Harfe und Irish Flute erlernen."
Ihr neues Album besticht nicht nur durch den unverkennbaren Charme und ihre Vielseitigkeit, sondern auch durch einen Bombensound. Aufgenommen wurde in ihrer Heimat von Tommy Vetterli (Kreator u.a.), während man den Mix vertrauensvoll in die Hände von Colin Richardson (Machine Head, Slipknot u.a.) legte, der das Master wiederum an John Davis (Led Zeppelin, U2 u.a.) übergab. Ein illustres Trio. "Ich bin unheimlich glücklich mit der gesamten Produktion. Colin vollbrachte auf ,Everything remains...' das kleine Wunder, dass der Gesamtsound transparent ist und wirklich jedes Instrument zur Geltung kommt. Es ist sehr anspruchsvoll alle Instrumente hörbar und harmonisch einzubinden und genau dies ist Colin gelungen. Er macht heute nur noch, worauf er Bock hat. Colin ist von unserer Musik absolut begeistert und so kam die Zusammenarbeit auch zu Stande. Er ist ein ziemlicher Idealist und riss sich für die Produktion auch gehörig den Allerwertesten auf. Mit ihm zu arbeiten war sehr inspirierend!"
Inspirierend und faszinierend sind auch die Texte auf "Everything remains - As it never was", die Hand in Hand mit der naturverbundenen Musik und dem Image der Band gehen. Chrigel erklärt: "Das Album besteht sozusagen aus einer Sammlung von Geschichten aus dem antiken Gallien - Einzelschicksale, Geschichten ganzer Stämme und ihrer Kriege und ebenso teils auch alte gallische Sagen und Mythen. Dabei versuchten wir, uns bei diesen historischen Schilderungen auf die menschliche und emotionale Seite zu konzentrieren. Wenn man sich mit der Geschichte beschäftigt, hat man es primär mit kalten Fakten zu tun, man sollte dabei aber nie vergessen, dass es letztlich immer einzelne Individuen und Persönlichkeiten sind, die hinter diesen historischen Ereignissen stehen und die letztlich Geschichte schreiben. Ebenso begegneten wir der Geschichte auch mit einem kritischen Blick, denn man sollte nie vergessen, dass letztlich niemand in der Lage ist, jemals zu sagen, wie es damals wirklich war."
Keltischer Siegeszug
von Lisa Hofer (28.12.2007)Aus der Schweiz bahnt sich eine achtköpfige Meute zielstrebig ihren Weg in die internationale Szene, bereit mit ihrem aktuellen Silberling "Slania" gehörig auf die Pauke zu hauen. Stellvertretend für den Rest der Truppe stellen Merlin (Schlagzeug) un...
WeiterlesenAus der Schweiz bahnt sich eine achtköpfige Meute zielstrebig ihren Weg in die internationale Szene, bereit mit ihrem aktuellen Silberling "Slania" gehörig auf die Pauke zu hauen. Stellvertretend für den Rest der Truppe stellen Merlin (Schlagzeug) und Chrigel (Gesang, Gitarre, Flöten) ihren unerhört modernen Musikstil vor.
"Wir würden es als Kick-Ass Folk bezeichnen", grinst Merlin, der voll musikalischem Tatendrang steckt. Tatsächlich ist es der Combo gelungen etwas völlig Neues zu erschaffen, was in dieser Form noch nicht da war. Ungewöhnlich und speziell zugleich ist die aufwendige Musik von Eluveitie und mischt ohne um Erlaubnis zu fragen folkige Instrumentierung mit Ohrwurm Melodien und modernem Metal der Marke Göteborg. Chrigel merkt an: "Wir hören alle sehr unterschiedliche Musik, die Vorlieben reichen von Rockabilly über Heavy Metal und old school Black Metal, über Indie-Pop bis hin zu uriger Volksmusik. Aber es gibt dennoch einen gemeinsamen Nenner: wir mögen Dark Tranquillity und At The Gates!" Womit auch geklärt wäre, wie schwedische Todesriffs und brachialer Gesang den Weg auf "Slania" gefunden haben: "Seit jeher ist es mein Traum jene Musikrichtungen zu verbinden, die mir am meisten bedeuten, es galt ein Gemisch aus melodischem Death Metal und keltischer Volksmusik zu brauen", so Bandgründer Chrigel. Die Stimmung der Platte ist so facettenreich wie die acht Individuen der Formation und entführt den Hörer in eine fremde Welt, deren Eingang ein schweres Holztor mit keltischen Intarsien bildet, hinter dem es jedoch amtlich rockt. Zu entdecken gibt es auf "Slania" vieles, das Schaffen der freundlichen Gestalten hat einen historischen Hintergrund wie auch der Name belegt: "Auf der Suche nach einem guten Albumtitel stolperte ich über eine Grabinschrift mit einem keltischen Namen. Dort stand "Grabmal für Slania, Tochter des Verkos", dieser wundervoll klingende Name gefiel uns auf Anhieb. Daraus entstand dann auch die Idee, mit dem kleinen Mädchen auf dem Cover - der kleinen Slania". Auch der Name Eluveitie hat gallische Wurzeln wie Chrigel erläutert: "In frühkeltischer Zeit wurde im Gebiet der heutigen Schweiz gallisch gesprochen, "Eluveitie" bedeutet "Ich bin der Helvetier", der Satz wurde bei archäologischen Ausgrabungen gefunden." Vor zuviel Geschichtsunterricht von den Death-Barden braucht sich dennoch niemand zu fürchten, denn die mitreißenden Songs garantieren gute Laune und viel Spaß!
Keltischer Siegeszug
von Lisa Hofer (28.01.2006)Aus der Schweiz bahnt sich eine achtköpfige Meute zielstrebig ihren Weg in die internationale Szene, bereit mit ihrem aktuellen Silberling "Slania" gehörig auf die Pauke zu hauen. Stellvertretend für den Rest der Truppe stellen Merlin (Schlagzeug) un...
WeiterlesenAus der Schweiz bahnt sich eine achtköpfige Meute zielstrebig ihren Weg in die internationale Szene, bereit mit ihrem aktuellen Silberling "Slania" gehörig auf die Pauke zu hauen. Stellvertretend für den Rest der Truppe stellen Merlin (Schlagzeug) und Chrigel (Gesang, Gitarre, Flöten) ihren unerhört modernen Musikstil vor.
"Wir würden es als Kick-Ass Folk bezeichnen", grinst Merlin, der voll musikalischem Tatendrang steckt. Tatsächlich ist es der Combo gelungen etwas völlig Neues zu erschaffen, was in dieser Form noch nicht da war. Ungewöhnlich und speziell zugleich ist die aufwendige Musik von Eluveitie und mischt ohne um Erlaubnis zu fragen folkige Instrumentierung mit Ohrwurm Melodien und modernem Metal der Marke Göteborg. Chrigel merkt an: "Wir hören alle sehr unterschiedliche Musik, die Vorlieben reichen von Rockabilly über Heavy Metal und old school Black Metal, über Indie-Pop bis hin zu uriger Volksmusik. Aber es gibt dennoch einen gemeinsamen Nenner: wir mögen Dark Tranquillity und At The Gates!" Womit auch geklärt wäre, wie schwedische Todesriffs und brachialer Gesang den Weg auf "Slania" gefunden haben: "Seit jeher ist es mein Traum jene Musikrichtungen zu verbinden, die mir am meisten bedeuten, es galt ein Gemisch aus melodischem Death Metal und keltischer Volksmusik zu brauen", so Bandgründer Chrigel. Die Stimmung der Platte ist so facettenreich wie die acht Individuen der Formation und entführt den Hörer in eine fremde Welt, deren Eingang ein schweres Holztor mit keltischen Intarsien bildet, hinter dem es jedoch amtlich rockt. Zu entdecken gibt es auf "Slania" vieles, das Schaffen der freundlichen Gestalten hat einen historischen Hintergrund wie auch der Name belegt: "Auf der Suche nach einem guten Albumtitel stolperte ich über eine Grabinschrift mit einem keltischen Namen. Dort stand "Grabmal für Slania, Tochter des Verkos", dieser wundervoll klingende Name gefiel uns auf Anhieb. Daraus entstand dann auch die Idee, mit dem kleinen Mädchen auf dem Cover - der kleinen Slania". Auch der Name Eluveitie hat gallische Wurzeln wie Chrigel erläutert: "In frühkeltischer Zeit wurde im Gebiet der heutigen Schweiz gallisch gesprochen, "Eluveitie" bedeutet "Ich bin der Helvetier", der Satz wurde bei archäologischen Ausgrabungen gefunden." Vor zuviel Geschichtsunterricht von den Death-Barden braucht sich dennoch niemand zu fürchten, denn die mitreißenden Songs garantieren gute Laune und viel Spaß!