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Das fünfte Album wurde erstmalig mit dem neuen Sänger Marc Hudson eingespielt. Dragonforce klopfen mit "The power within" am Power Metal Olymp an. Wie immer stehen Dragonforce für technisch einwandfreie Gitarrenarbeit und strotzen nur so vor Kraft! "The power within" wird sicherlich keinen Fan enttäuschen!
EMP Redaktion
von Peter Kupfer(12.03.2012)"Within the power" von Dragonforce untermauert nun endgültig, dass diese Briten ein ernstzunehmendes Thema sind. 10 Songs, wie sie besser nicht aus einem Guss hätten sein können. "Holding on" als Opener signalisiert treffend, um was es geht: Melodischer Metal mit wahnsinniger Gitarrenarbeit, der durch die neue Stimme von Marc Hudson bestens unterlegt wird. Zweifler können beruhigt werden, denn Hudson macht seine Arbeit perfekt und der Rest der Band stand schon mit den vorherigen Alben abseits von jeglicher ernstzunehmender Kritik. "Fallen world" symbolisiert in beeindruckender Art und Weise, wieso Li zu den besten Gitarristen der Welt zählt. Atemberaubende Soli in einem atemberaubenden Tempo! Im Allgemeinen wirkt "Within the power" ausgeglichener und dabei abwechslungsreicher als der Vorgänger "Ultra beatdown", was auch durch die Akustiknummer von "Seasons" erzielt wird, der aber auch in der normalen Version wohl einer der besten Songs ist, welcher von der Band jemals geschrieben wurde. Definitiv eines der Alben des Jahres 2012 in diesem Sektor!
Interview

Sänger gut, Alles gut!
von Peter Kupfer (08.03.2012)An Dragonforce und ihrer Musik scheiden sich die Geister. Das wird sich wohl auch nicht mit dem neuen Werk "The power within" ändern. Selbstverständlich ist dies bei so einigen anderen Bands in der heutigen Zeit ebenfalls der Fall und das Verständnis...
WeiterlesenAn Dragonforce und ihrer Musik scheiden sich die Geister. Das wird sich wohl auch nicht mit dem neuen Werk "The power within" ändern. Selbstverständlich ist dies bei so einigen anderen Bands in der heutigen Zeit ebenfalls der Fall und das Verständnis über den Erfolg von einigen Platten, können manche Menschen - selbst Musiker - nicht nachvollziehen. So auch bei Dragonforce und ihrem Ausnahme- Gitarristen Herman Li, der auf die Frage, welche aktuellen Bands ihn beschäftigen, in einen Monolog über die UK-Band Bring Me The Horizon verfällt. "Ich verstehe den Erfolg dieser Band nicht. Da reden 14-jährige Mädels von der bedeutendsten Metalband dieser Tage und ich verstehe es beim besten Willen nicht, wie man bei diesem Gegröle [imitiert Gegrunze - A.d.R.], von gutem Metal reden kann." Aber zurück zum eigentlichen Schwerpunkt und dem neuen Werk, welches die Briten vorlegen. "Sicherlich war es komisch als unser Sänger ZP Theart ausgestiegen ist, da wir uns zu diesem Zeitpunkt gerade mit dem Schreiben von neuen Stücken beschäftigt haben", so Li, "aber bei uns ist es so, dass sich die Band nicht um den Sänger dreht, sondern vielmehr die anderen für die Songs zuständig sind." Gerade der schnelle Gitarrist Herman Li ist einer der kreativen Köpfe bei Dragonforce und verantwortlich für den Nachfolger von Ultra Beatown, welcher mittlerweile schon vier Jahre auf dem Buckel hat. "Nun ja, wir wollten eine tolle Platte machen und haben einiges verändert und der Ausstieg von ZP und die Suche nach einem passenden Ersatz, haben natürlich auch einige Zeit in Anspruch genommen." Gesucht wurde lange und es wurden unzählige Videos von Kandidaten angeschaut. Letztendlich hat der erst 23-jährige Marc Hudson das Rennen gemacht. "Er hat eine unglaubliche Stimmen-Facette und das in so jungen Jahren. An für sich wollte er immer nur Musik machen, hatte aber einen ganz normalen Beruf und ist nun sehr froh, dass er sein Hobby zum Beruf machen konnte." Nach der Entscheidungsfindung wurden einige Songs noch etwas "geschliffen" und letztendlich aufgenommen. "Wir haben die Sachen nicht groß verändert, sondern vielmehr erweitert bzw. ein anderes Tuning genommen, da es für Marc kein Problem ist, sowohl sehr hoch, als auch sehr tief zu singen. Der Aufnahmeprozess wurde bei "The power within" eben verändert. Haben wir doch früher alles in London aufgenommen, so waren wir dieses Mal in drei Studios um zu schauen, ob dies der Band etwas nützt. Wobei ich hier sagen muss, dass Südfrankreich wohl am besten funktioniert hat, da wir dort niemanden kannten und uns komplett auf das Album konzentrieren mussten und konnten." Das Resultat kann sich in der Tat sehen lassen. So ist "Within the power" wohl das abwechslungsreichste Album der Band. "Genau so sehe ich es auch. Wir haben alles drauf, was uns wichtig war. Seien es sehr schnelle Songs, als auch eher langsamere. Uns war es sehr wichtig, dass wir alle Energie in das Album stecken." Dies ist ohne Frage geglückt. Dragonforce demonstrieren eindrucksvoll, dass wenig Raum für Kritik bleibt.
Volle Kraft voraus
von Matthias Mineur (08.01.2003)Dragonforce stammen aus London. An sich nichts Ungewöhnliches für
eine Rockband, würde sie sich nicht dem Melodic Power Metal zugetan fühlen.
Denn eben diese Musikrichtung ist in der britischen Metropole per se unterrepräsentiert.
Die Art...
WeiterlesenDragonforce stammen aus London. An sich nichts Ungewöhnliches für
eine Rockband, würde sie sich nicht dem Melodic Power Metal zugetan fühlen.
Denn eben diese Musikrichtung ist in der britischen Metropole per se unterrepräsentiert.
Die Art, in der Herman Li (Gitarre), Sam Totman (Gitarre), ZP
Theart (Gesang), Didier Almouzni (Schlagzeug) und Vadim Pruzhanov
(Keyboards) ihre pfeilschnellen Kompositionen vortragen, wäre eigentlich für
deutsche Spielarten typisch. Das Debutalbum "Valley of the damned" jedenfalls
erinnert mehr an Helloween, Gamma Ray oder Freedom Call
als an englische Traditionen. Dennoch zeigte sich Herman Li im Interview
zuversichtlich, mit seiner Truppe aufs richtige Pferd gesetzt zu haben.Herman, für deine Vorstellungen von Melodic Power Metal dürfte das
Angebot an interessierten Musikern in London nicht eben üppig gewesen sein,
oder?
"Das stimmt, als Sam und ich 1999 die Band gründete, war das schwierigste
Unterfangen, einen geeigneten Sänger zu finden. Ich kenne Sam schon seit
dreizehn Jahren, insofern waren zumindest wir beide uns sicher, welche Richtung
die Band einschlagen sollte."
Was waren die ersten Schritte von Dragonforce?
"Noch bevor wir das erste Mal auf der Bühne standen, produzierten wir ein Demo
mit fünf Songs. Die meisten Gruppen nehmen anfangs ja nur ein oder zwei Tracks
auf, wir aber wollten gleich einen umfassenden Überblick über unsere Musik präsentieren.
Erst dann zogen wir los und spielten in den Clubs um London."
Schon euer Demo wurde von Karl Groom (Threshold) produziert.
Sicherlich ein ziemlich teures Unterfangen.
"Ja, das stimmt. Doch ich denke, dass ein guter Sound sehr wichtig ist. Das
erste, das die Fans wahrnehmen, ist der Sound. Erst dann achten sie genauer
auf die Songs. Da wir nach der Produktion des Demos kein Geld mehr hatten um
CDs pressen zu lassen, stellten wir die Songs per MP 3 ins Internet."
Dort wurdet ihr dann letztendlich von Sanctuary entdeckt.
"Von Sanctuary und einigen anderen kleineren Labels. Sanctuary
waren sehr interessiert, wollten uns jedoch zunächst auf der Bühne sehen. Also
spielten wir einige Showcases mit Halford und Stratovarius. Dann
kam der Vertrag tatsächlich zustande."
Auf "Valley of the damned" regiert ausschließlich Hochtempo-Metal.
Hasst ihr ruhigere Songs?
"Hassen wäre sicherlich zuviel gesagt. Aber für mich sind die schnellen Songs
immer die besten auf einem Album. Niemand steht doch wirklich auf Midtempo-Stücke,
oder? Metal muss schnell gespielt werden, für Langeweile ist da kein Platz."