Eidolon von Dark Fortress
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Eidolon

Dark Fortress, CD

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Artikelinformationen

Hier zeigen diese erneut hochmelodisch ambitionierten Herrschaften allen Zweiflern und Neidern wieder einmal, wie man spielstarken Melodic Black Metal am besten macht.

Erhältlich seit22.02.2008
Format/ProduktCD
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GenreBlack Metal
KategorieCDs
Artikelnummer434564

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Geschrieben am: Alter: 15 - 20 Jahre
Eidolon

Dark Fortress sind zurück! Und zwar mit einer geballten Ladung vertonten Hasses, welche auf ein tolles Nachfolgeralbum hoffen lässt.
Doch zuerst fällt eine wichtige Neuerung ins Auge: Azathoth ist verschwunden. Der Mensch, der auf Séance überzeugender denn je gesungen hat und ohnehin ein sehr guter Sänger für Black Metal ist, macht die Stelle frei für Morean, der auch mit Seraph und V. Santura in einer anderen Band zockt.
Morean macht die Sache an sich zwar sehr gut, doch verliert die Musik durch das Fehlen von Azathoth ihre Atmosphäre.
So versuchen Dark Fortress, dieses durch noch extremere Gefühlskälte und an sich härteren Musik zu kompensieren, was sich auch sofort im Opener "The Silver Gate" zeigt. Der Song ist eine Up-Tempo-Nummer, Geblaste und Doublebass gehen einher mit allem verheerenden Gitarrengeschrammel, was in nach dem 6min-Kracher schon kein Gras mehr wachsen lässt. Die Songs "Cohorror" und "Baphomet" schliessen daran an, wobei in "Baphomet" sich der Sänger von Celtic Frost die Ehre gibt, mit von der Partie zu sein. Gelungener Metal, keine Frage.
"The Unflesh" katapultiert sich dank seines Ur-Tempso selbst in Tiefen der Gehörgänge, als gäbe es kein Morgen, krasse technische Nummer und herrlich zu hörender Black Metal.
"Analepsy" zieht sich etwas, was aber auch dadurch kommen mag, dass Moreans Stimme Charisma und Ausdrucksstärke vermissen lässt. Im Anschluss kommt ein Solo, wie es eins von Dark Fortress noch nicht gegeben hat. Kunstfertigkeit und Melodie vereinen sich mit Geschwindigkeit und geben unglaubliche Kälte und Hypnotik von sich. Leider viel zu schnell vorbei =).
Die sehr straighte Nummer und Auskopplung "Egde of Night" bietet nichts besonderes an sich, bietet 'nur' verdammt gut gespielten Black Metal. Lässt wiederum alte Zeiten vermissen.
"No Longer Human" --> AAAAHHHH, endlich etwas atmosphäre, die vergleichbar mit den Vorgängersachen ist. Tolle Musik, Moreans Stimme fügt sich der Musik sehr gut und unterstützt sie, anstatt sich als eigenes Solo-Instrument über die anderen Instrumente zu pitchen. Lässt auf ein phänomenales Ende hoffen.
"Catacruisis" liefert nun wieder technische Versiertheit, doch nur eine passende Passage ins Album, was auch gar nicht schlecht sein muss, nicht jeder Song kann schliesslich etwas besonderes sein, sonst würde ein Album viel zu schwer verträglich.
Hach ja, "Antiversum" zeigt nun wieder ein wenig experimentellen Charakter, wobei es viel viel mehr an ursprünglichen Black Metal angelehnt ist, als die Lieder auf Séance beispielsweise. Schöne Schlussnummer, glänzt noch mehr durch ein Intermezzo, bei dem sich Morean zurückhält und die Instrumentalisten zeigen, was sie auch ausserhalb des Metals zu leisten vermögen.

An sich ein schönes Album, aber im Grunde eine Rückentwicklung von Dark Fortress. Wobei es zu diffenzieren gilt, die frühen Alben sollten den straighten Black Metaller deutlich mehr überzeugt haben, wodran "Eidolon" nun anknüpf. Eine neue (alte) Fangemeinde ist Dark Fortress sicher. Jedoch zeigen sich auch viele Stab Wounds und Séance Fans etwas enttäuscht, was wohl vor allem durch das Fehlen von Azathoth verursacht wird.
Instrumentalpraktisch entwickelt sich die Band jedoch immer weiter in schon fast einen Olymp von Musikern, was wohl für beide Fangruppen angenehm zu hören sein wird.
Jedem, dem Black Metal in Reinheit gefällt, sei dieses Album ans Herz gelegt.

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