Subway To Sally halten den Kurs der beiden Vorgängeralben "Bastard" und "Nord nord ost" und veröffentlichen ein hartes, sowie emotionales und träumerisches Album mit elf fantastischen Ohrwürmern und Hymnen.
"Wir steigen immer weiter auf", singen Subway To Sally in dem Opener ihres neuen Longplayers "Kreuzfeuer" und geben damit einen wahrsagerische Prognose ab. Man muss jedoch kein Prophet sein um den Gewinnern des Bundesvision Songcontests von 2008 einen weiteren Siegeszug vorauszusagen. "Kreuzfeuer" strotz vor Emotionen und Vielfalt, die Hits scheinen dem Potsdamer Septett geradezu vom Stapel zu laufen. Der musikalische Kurs ist vergleichbar mit den beiden Vorgängern "Bastard" und "Nord nord ost"; hart, eingängig und mit sämtlichen Trademarks versehen, die Subway To Sally so einzigartig machen. "Kreuzfeuer" ist ein Album das berührt, dafür sorgen nicht zuletzt düster-romantische Nummern wie "Komm in meinen Schlaf", "Angelus" und "Judaskuss", die nicht die einzigen Ohrwürmer auf diesem Machtwerk sind. Eric Fish singt so emotional und ergreifend wie noch nie, während seine Musikerkollegen jede einzelne Note veredeln und vollenden. Jeder der elf Tracks ist ein Highlight für sich und lässt einen ehrfürchtig dahin schmelzen und träumen. Fantastisch!
(Adam Weishaupt / 08.01.2009)
Ein Abend für die Ewigkeit
Autor: Lisa Hofer
(24.06.2008)
Sie sind ein eingespieltes Team und beweisen sich seit etlichen Jahren auf den Bühnen dieser Welt. Die einzigartige Stimmung eines Subway To Sally Konzertes haben Eric und Konsorten einmal mehr auf der jüngsten DVD "Schlachthof Live" festgehalten, wie Michael Bodenski verrät.
"Die DVD zeigt den Höhepunkt unserer "Bastard" Tour Ende 2007. Es ist ein Konzert, welches es in dieser Form nicht wieder geben wird. Ungekürzt und mit "Umbra" als Bonussong, da wir dieses Lied auf der Tour eigentlich nicht im Programm hatten. Die beiliegende CD war ein Wunsch der Plattenfirma, damit sich die Fans dieses Konzert. auch im Auto anhören können", so Bodenski über das frische Bildmaterial. "Wir sind auf dem Weg, DVD Veröffentlichungen zu einem normalen Bestandteil unserer Arbeit zu machen. Es erscheint uns immer selbstverständlicher, die großen Abschnitte unserer Live Arbeit zu dokumentieren. Außerdem können wir das Feld nicht kampflos dem Handyvideo überlassen", scherzt Michael und er hat Recht. Subway To Sally sind alte Hasen im Geschäft. Gibt es da noch Nervosität vor den Auftritten? "Richtig nervös sind wir vor unseren Konzerten eigentlich nicht, wir freuen uns schließlich den ganzen Tag darauf freuen, am Abend endlich spielen zu können. Wenn ein Mitschnitt ansteht ist das allerdings etwas anders, weil man doch daran denkt, dass jeder Fehler für die Ewigkeit festgehalten wird. Eric hat bei einem Song auf der DVD auch wirklich einen Texthänger, obwohl er das Lied schon tausendmal gesungen hat. Wir haben den kleinen Ausrutscher beibehalten, es ist menschlich Fehler zu machen", gibt Herr Bodenski zu und schürt damit die Neugier. Auch wenn es schwer vorzustellen ist, dereinst haben die Jungs um Eric Fish auch mal eine ganze Show in den Sand gesetzt: "Eines unserer schlechtesten Konzerte liegt schon sehr lange zurück und fand in einem Club in Thüringen statt. Wir hatten bereits vor dem Auftritt kräftig dem Whiskey zugesprochen und grölten uns daher mehr schlecht als recht durch das Programm. Seit diesem Tag sind harte Sachen vor dem Konzert Tabu. Einer der spaßigsten Auftritte der letzten Zeit war sicher unser Konzert in Moskau: Rock’n’Roll pur und ein russisches Publikum, das deutsche Texte auswendig kannte." Kaum war die DVD Produktion abgeschlossen ging es schon weiter: "Das neue Kapitel heißt "Nächstes Album". Wir hoffen, dass wir unser zehntes Album bis Ende des Jahres fertig stellen können - das wird eine Menge Arbeit."
Die Geburt des Bastards
Autor: Lisa Hofer
(18.09.2007)
Mit ihrem neunten Studioalbum mischen Subway To Sally ihren musikalischen Genpool kräftig durch und zeugen einen "Bastard", der verrückt und genial zugleich in dreizehn vielschichtigen Liedern sein Unwesen treibt. Gitarrist Bodenski berichtet vom Schöpfungsprozess der außergewöhnlichen Kreatur.
"Unser ,Bastard’ ist sehr stark durch die Arbeit der Band als Einheit geprägt. Natürlich ist uns bewusst, dass wir uns die Latte sehr hoch legen, aber genau das macht die Arbeit spannend und anspruchsvoll", so Bodenski über die jüngste Veröffentlichung des Septetts. Anders als in der Vergangenheit ist es nicht mehr ausschließlich Sänger Eric Fish, der sich für die Komposition der Stücke verantwortlich zeigt, auch Frau Schmitt und Michael Simon haben ihren Ideen auf dem Silberling Platz eingeräumt: "Jeder in der Band hat die Möglichkeit sich in den Kompositionsprozess einzubringen. Für Michael Simon ist es das allererste Album mit uns. Es war eine durchweg positive Überraschung, dass er nicht nur ein toller Schlagzeuger ist, sondern auch noch Ambitionen zum Schreiben von Songs hat. Auch über die ersten zwei Songs aus der Feder von Geigerin Frau Schmitt freuen wir uns sehr." Zudem spielt der Name des Kindes, "Bastard", auf diese Situation an: "Wie bei allen unseren CD-Titeln gibt es mehrere Interpretationsebenen. In der Biologie ist ein Bastard ein Lebewesen, das aus zwei verschiedenen Zuchtlinien, Rassen oder Arten hervorgegangen ist - nichts anderes machen wir seit eh und je in unserer Musik. Es gibt aber außerdem auch eine ganz persönliche Ebene, die nur uns als Band betrifft. Dieses Album hat so viele Väter und Mütter wie noch keine unserer Veröffentlichung vorher." Das Cover der Platte spricht einen weiteren Faktor des Daseins als Bastard an: "Die Idee mit dem eingebrannten Schriftzug auf der Handfläche stammt von unserem langjährigen grafischen Wegbegleiter Roland Reinsberg. Der Bastard ist ein gebrandmarktes Wesen, daher fanden wir das Bild sehr passend. Ein Cover sollte immer etwas hinzufügen, was man mit Worten nicht erklären kann. Das ist uns auch diesmal wieder gelungen." Die dreizehn Lieder auf "Bastard" klingen warm und äußerst dynamisch, was daran liegen mag, dass Subway To Sally eine Aufnahmetechnik gewählt haben, an die sich heute nur noch wenige Bands heranwagen: "Die Rhythmusgruppe, also Schlagzeug, Bass und Gitarre waren in einem Studioraum zusammen und spielten die Songs so oft gemeinsam, bis wir amtliche Takes hatten, mit denen wir zufrieden waren. Danach wurden alle anderen Spuren aufgenommen. Unsere ersten drei Alben sind so entstanden, damals waren die begrenzten technischen Möglichkeiten der Grund dafür, heute ist Dank digitaler Technik alles möglich. Das führt aber auch dazu, dass man sich in eine Art Perfektionismus verrennt, der die Aufnahmen am Ende kühl und leblos klingen lassen kann." Davon kann bei "Bastard" wahrlich nicht die Rede sein, die Kreatur strotzt vor unberechenbarer Willenskraft.
Hautnah und nackt
Autor: Lisa Hofer
(25.09.2006)
Subway To Sally
Hautnah und nackt
von: Lisa Hofer
vom: 25.09.2006
Die jüngste Veröffentlichung von Subway To Sally, den Urvätern des Mittelalter Rock, verspricht nicht nur auf Grund des aussagekräftigen Namens "Nackt" ein Highlight des Jahres zu werden. Bodenski, zuständig für Gesang und akustische Gitarre berichtet von der gleichnamigen Akustik-Tour. Die Band gab ihre Stücke im Sitzen zum Besten. Eine Vorstellung die schwer fällt, wenn man sich auf einen für gewöhnlich wild herumwirbelnden Eric Fish besinnt. Bodenksi dazu: "Anfangs war es in der Tat etwas ungewöhnlich. Ich glaube, dass es vor allem für Eric schwierig war, die Songs sitzend zu singen. Aber das legte sich mit der Zeit. Ich habe es gefühlt, dass jeder Ton den wir gespielt haben und jedes Wort das gesungen wurde ein stärkeres Gewicht hatte. Wir waren, daher auch der Name der Tour, hautnah am Publikum und dadurch auch verletzlicher – eben nackt." Womit das Rätsel um die Namensgebung gelöst wäre, die für den Käufer nicht zum Programm werden muss: "Man muss sich die DVD nicht nackt reinziehen, obwohl ich das gerne jedem selber überlasse. Ein großer Bildschirm, ein paar fette Boxen und viele Freunde sollten reichen, um Konzertatmosphäre zu erzeugen." Subway To Sally sind ein eingespieltes Team – auch nackt: "Die Band ist wie ein altes Ehepaar. Wir kennen uns lange genug um auch widrigste Umstände wegzustecken. Wir hatten am Anfang der Tour einiges am Monitor einzustellen und es gab Streitereien über den Sound des Schlagzeuges, aber das sind Kinkerlitzchen, die niemandem die Laune verderben. Besonders angenehm war die Zusammenarbeit mit unserem Gastmusiker, dem Cellisten B. Deutung. Ein Mensch mit so einem Künstlernamen ist ein Garant für Spaß." Wie immer darf man auf die Zukunft der Combo gespannt sein: "Wir haben angefangen über ein neues Album nachzudenken. Nach acht Studioalben haben wir unsere Latte so hoch gelegt, dass wir bequem darunter durch gehen könnten, was wir jedoch nicht wollen. Also müssen wir einen gewaltigen Anlauf nehmen."