Information
EMP & Orkus präsentieren ASP
08.03.2008 UK - Sheffield Corporation
09.03.2008 UK - London Camden Underworld
Exklusive WARMUP-Show:
25.03.2008 Bochum Matrix
26.03.2008 Frankfurt/Main Batschkapp
27.03.2008 Kiel Max
28.03.2008 Bad Salzungen Pressenwerk
29.03.2008 Magdeburg Factory
30.03.2008 Rostock Mau
01.04.2008 A - Graz Orpheum
02.04.2008 Augsburg Spectrum
03.04.2008 Erlangen E-Werk, Saal
04.04.2008 Jena F-Haus
05.04.2008 Kaiserslautern Kammgarn
06.04.2008 Frankfurt/ Main Batschkapp
09.04.2008 CH - Zürich Xtra
EMP Redaktion
Wie immer bei ElektroPopActs gibt es hier 2 Lager: Die einen (emp)finden den letzten Schmetterling als einen eben solchen und bewundern ihn. Die anderen sehen in ihm eher die Raupe und dementsprechend ist dann auch die Einstellung: Bäh! Mit "Weltunter" liegt nun das neue Album und mir in diesem Falle die wirklich schön aufgemachte Fanedition vor. Zum regulären Album liegt hier noch eine exklusive 6 Track CD dabei, inklusive einem Aufkleber und einem Comic, welches in das zweite Booklett eingebunden wurde. Wirklich schön, aber wahrscheinlich gar nicht mehr lieferbar, oder? Schaut lieber schnell nach ob ihr von dieser Edition noch ein Exemplar bekommt. Auf dem regulärem Album "Weltunter" ist der Hörer dann in der ganz eigenen Welt von ASP. Ausgereift und konsequent erklingt die softe Variante des ElectroPops der beiden Mannen. Da zitiert man sich gerne in die Nähe von Klaus Kinski ("Geisterjagd") oder rockt sich fast mit den Synties durch "Ich will brennen". Über 12 Stücke also ein schwarz - weißer Blumenstrauß voller bunter Melodien für die vielen kleinen Raupen, welche sich an der Band orientieren. Ich sage euch: Die Schmetterlinge in den Gothic Clubs werden tanzen! (Antonia Sawade - 09/03)
Interview
Berauschende Nüchternheit
von Markus Eck (21.09.2011)Ihrer Monumental-Veröffentlichung "Der komplette schwarze Schmetterling Zyklus I-V" als auch der Single "Wechselbalg" lässt die beliebte Düster-Rockband aus Frankfurt am Main das neue Studioalbum "Fremd" folgen. Und ASP, die als gehaltvolle Konstante...
WeiterlesenIhrer Monumental-Veröffentlichung "Der komplette schwarze Schmetterling Zyklus I-V" als auch der Single "Wechselbalg" lässt die beliebte Düster-Rockband aus Frankfurt am Main das neue Studioalbum "Fremd" folgen. Und ASP, die als gehaltvolle Konstante bislang nicht nur tiefschwarz empfindende Szene-Gänger aus dem Gothic- und Electro-Bereich betören konnten, zeigen sich auf der neuen Liedersammlung von der interessantesten Schaffensseite. Wir befragten Sänger Alexander "ASP" Frank Spreng dazu, was tief in ihm vorgeht, wenn er an die neuen Songs denkt. Der Vokalist spricht offenherzig: "Dieses Mal spüre ich in mir vor allem Dankbarkeit und Genugtuung. Genugtuung deshalb, weil die ewigen Nörgler dort draußen noch vor wenigen Monaten die Horror-Szenerien herauf beschworen, dass ASP nun am Ende wären. Wer aber dieses neue Album hört, der bemerkt: Es geht gerade erst los! Und Dankbarkeit empfinde ich, weil ich das machen darf, was ich immer tun wollte." Wir gingen zum vorangegangenen Kompositionsprozess über, der für "Fremd" absolviert wurde. ASP: "Beim Komponieren und Textschreiben bin ich immer völlig für die Welt verloren und in mich gekehrt. An die Zeiten kann ich mich danach kaum noch erinnern. Es ist wie ein Rausch, nur nüchtern und hochkonzentriert." Darf man den Mann als Interessierter dazu überhaupt nach musikalischen Einflüssen fragen? "Klar darf man", so der Frontmann, "es gibt nur nie befriedigende Antworten. Es sind sehr viele Einflüsse aus den verschiedensten Musikrichtungen, statt weniger ganz großer Einflüsse. Deswegen gäben einzelne Bandnamen eine zu große Gewichtung und würden die Leser nur in die Irre führen. Und ich möchte ja auch den Musikjournalisten nicht ihren Job klauen", verlässt es unter einem bescheidenen Grinsen den Mund des Künstlers. Für die neue Album-Veröffentlichung wird in der Presseinfo Gewichtiges wie "...neue Ära..." und "...niemals zuvor hat sich das Warten so gelohnt..." angekündigt. Der Meister bezieht Stellung: "So selbstverliebt würden wir ja gar nicht von uns schreiben. Aber genau dafür sind solche Leute ja da, denn sie überwinden die Hemmungen, welche die Künstler in solchen Angelegenheiten oft Füße scharrend und errötend an den Tag legen. Und doch neige ich in diesem Falle dazu, der Meinung zuzustimmen. Ich empfinde das neue Album als ziemlich großen Wurf, als emotional aufwühlend und als ziemlich wuchtiges Brett. Selbst ich fühle mich beim Anhören von ,Fremd' zeitweise recht geohrfeigt, so rockt es. Ich habe derzeit das gute Gefühl, dass es ein Album ist, welches alten Fans ein enorm gutes Gefühl erzeugen könnte. Aber auch ein Album, mit dem wir neue Freunde erreichen könnten. Es ist ein sehr persönliches und direktes Werk geworden, aber ich finde, es schafft die Gratwanderung zwischen vielen spannenden Gegensätzen."
Zaubererbruder, wo bist Du gewesen?
von Alessandra von Galow (26.06.2008)Da war einigen sicherlich schon angst und bange, als die Frankfurter ASP mit "Requiembryo" den, immerhin über Jahre angelegen, großen Zyklus um den "Schwarzen Schmetterling" für beendet erklärten. Keiner wusste genau wie es, und vor allem ob es überh...
WeiterlesenDa war einigen sicherlich schon angst und bange, als die Frankfurter ASP mit "Requiembryo" den, immerhin über Jahre angelegen, großen Zyklus um den "Schwarzen Schmetterling" für beendet erklärten. Keiner wusste genau wie es, und vor allem ob es überhaupt, weitergehen würde. Fans der sympathischen Jungs um den charismatischen Frontmann und Namensgeber ASP können aufatmen. Mit "Zaubererbrüder", dem im August erscheinenden Doppelalbum, legen ASP einen weiteren Meilenstein in ihrer/der Musikgeschichte vor, der nicht nur beweist, wie viel kreative Energie es in der Schwarzen Szene noch gibt, sondern vor allem, für alle danach erscheinenden Alben der gesamten Szene, die Messlatte verdammt hoch hängt. Vertont wird hier die sorbische Sage um die "Schwarze Mühle", den teuflischen Müller und dem, den meisten sicherlich durch Ottfried Preußlers Roman bekannten, Zaubererbruder "Krabat". Wie kam ASP auf die Idee, sich dieser Geschichte anzunehmen? "Natürlich war der Roman von Otfried Preußler der Auslöser, hier geht ganz klar ein lang gehegter Traum für mich in Erfüllung. Dass die Geschichte dann jedoch ein solch starkes Eigenleben entwickeln würde, das hätte ich nie erwartet."
"Zaubererbrüder" ist also keine Vertonung des Preußler-Romans, sondern der sorbischen Krabat-Sage, die von ASP komplett neu interpretiert und vertont wird.
Faszinierend wie ASP sich weiterhin strikt jeder Schublade entziehen. Auf "Zaubererbrüder" wechseln Metallische Rock-Brecher mit zarten Mittelalter- und Folk-Arrangements, ohne jedoch die längst ausgetretenen Pfade von Bandkollegen aus diesem Sektor erneut zu beschreiten. ASP bleiben immer irgendwie ASP, ob nun in bester Hosen- / In Extremo-Manier drauf losgerockt wird ("Abschied", "Denn ich bin dein Meister") oder ein chansoneskes Bänkellied zum Mitgrölen auffordert ("Der geheimnisvolle Fremde"). ASP erzählt uns hierzu: "Wir hatten die Chance, bei diesem Album den Horizont wirklich noch mal zu erweitern, obwohl natürlich Vielseitigkeit schon immer zum Stilmittel erhoben worden war. Wir hoffen, die Fans mit diesem Album nicht zu überfordern, aber der ASP-Fan ist diesbezüglich ja Kummer gewöhnt."
Insgesamt also ein richtig gutes Konzeptalbum für alle Freunde deutschsprachiger Rockmusik, die neben exzellenten Songs auch Spaß an intelligenten Texten und einer faszinierenden Geschichte haben. Denn eins ist mal klar: Die Texte sind an Qualität kaum noch zu überbieten und davon kann sich sogar manch "Großer" der deutschen Musikszene mal eine dicke Scheibe abschneiden, der immer wieder gerne, ein bemitleidendes Lächeln für die "Gruftis" übrig hat.
Das ist richtig großes Kopfkino im Breitwandformat, das man sich durchaus anhören sollte, bevor im Oktober die Verfilmung des Preußler-Romans in die Kinos kommt. Mag sein, dass manch einer das alternative Unhappy-End der Frankfurter, dem Ende des Buches/Filmes vorzieht.
Noch einmal grüßt der Schwarze Schmetterling
von Sonja Angerer (28.12.2007)"Horror vacui" fasst acht Jahre und fünf Alben Bandgeschichte der Frankfurter Gothic-Novel-Rocker ASP zusammen. Doch die Doppel-CD ist nicht einfach nur ein "Best of"-Album. "Wir haben diese persönliche Rückschau zum Anlass und als Chance gesehen, un...
Weiterlesen"Horror vacui" fasst acht Jahre und fünf Alben Bandgeschichte der Frankfurter Gothic-Novel-Rocker ASP zusammen. Doch die Doppel-CD ist nicht einfach nur ein "Best of"-Album. "Wir haben diese persönliche Rückschau zum Anlass und als Chance gesehen, uns die Frage zu stellen: Wie würden wir es heute machen?", erklärt Sänger Alexander "ASP" Frank Spreng. Denn über die Hälfte der versammelten 33 Stücke wurden neu abgemischt oder gar neu aufgenommen. Mit gutem Grund: "Unsere Produktionsmöglichkeiten waren einfach in der Anfangszeit sehr gering, das Ergebnis waren zwar songwriterisch nach wie vor wundervolle Alben, wir wurden aber aufgrund unsere Herangehensweise viel zu oft irrtümlicherweise in eine sehr elektronische Ecke gestellt, ein Platz wo wir absolut nicht hingehören, was auch allen klar ist, die uns je live rocken gesehen haben. Wir haben also ein paar ,was-wäre-wenn'-Träume durchgespielt und überlassen es jetzt dem geneigten Hörer, zu vergleichen und zu entscheiden, welche Version er lieber mag", erklärt er die aufwändige Produktion, die insgesamt fast ein Jahr in Anspruch nahm. "Aber dafür können wir nun natürlich den Fans auch eine Scheibe liefern, die sich weit vom üblichen ,Best of'-Mist abhebt, den die Plattenfirmen gerne ihren Künstlern zum Weihnachtsgeschäft abverlangen." Dazu passt nicht nur, dass das Album von Gitarrist und Gründungsmitglied Matthias "Matze" Ambre produziert wurde " gerade für unsere persönliche Rückschau würden wir nie jemanden anderen ans Ruder lassen", betont Spreng. Sondern auch, dass mit "So viel tiefer" ein besonders schleppendes, düsteres und beklemmendes Stück als Single-Auskopplung und einziger unveröffentlichter Track gewählt wurde. Er erklärt: "Es handelt sich um eine Idee, die ich während den Arbeiten an der ,Requiembryo'-CD hatte, aufgrund mehrerer komplizierter Gründe dann aber nicht verwirklichen konnte. Der Song ist aber einfach zu klasse, um nicht jetzt die Gelegenheit zu nutzen." Doch nicht nur musikalisch betrieben ASP einigen Aufwand, um "Horror vacui" zu etwas ganz besonderem zu machen, auch bei der Ausstattung wurde nicht gespart. So steuerte Ingo Römling, der auch das Artwork der Vorgängeralben "Weltunter", "Aus der Tiefe" und "Requiembryo" entworfen hatte, zwei neue Illustrationen zu dem 40-seitigem Booklet bei. Keine ganz leichte Geburt, gibt Spreng zu: "Ich bin jemand, der sehr klare Vorstellungen von der Artwork-Umsetzung hat und deshalb auch kein allzu pflegeleichter Kunde gewesen. Tatsächlich arbeite ich mit dem Grafiker genauso lange am Artwork wie an der Komposition."
Freiheit vor Sicherheit
von Medusa (10.01.2007)Nachdem ASP 2006 nicht nur Schwarze Festivals gespielt hatten, stellt sich berechtigt die Frage, ob der Schwarze Schmetterling seine Fühler nun beim neuen Doppel-Album "Requiembryo" bewusst auch in die Richtung Metal/Rock ausstrecken wird. ASP luden ...
WeiterlesenNachdem ASP 2006 nicht nur Schwarze Festivals gespielt hatten, stellt sich berechtigt die Frage, ob der Schwarze Schmetterling seine Fühler nun beim neuen Doppel-Album "Requiembryo" bewusst auch in die Richtung Metal/Rock ausstrecken wird. ASP luden nach Frankfurt zur Listening-Session in die Black Solaris Studios und gaben Einblick und Auskunft. "Unsere Fans sind Gott sei Dank nicht verkrampft und kommen ja sowieso nicht alle aus der Schwarzen Szene. Klar gibt es überall Leute, die sich als Szene-Bewahrer aufspielen und das Gefühl haben, ihre Lieblingsband nicht teilen zu mögen, oder wenn wir nicht mehr in ihre Schublade des reinen Gothic passen, dann suchen sie sich eben andere. So war das schon immer und so wird das immer sein. Wir machen die Musik, die wir machen wollen. Wem es gefällt, der soll lauschen; wem es nicht gefällt, den zwingen wir nicht. Wir sind eine Rock-Band. Genauer gesagt eine Gothic Rock-Band und um noch genauer zu sein: Eine Gothic Poetry Rock-Band. Aber wer braucht denn wirklich immer diese Kleinsteinteilungen?", so Frontmann ASP mit einem Augenzwinkern. Bandkollege Matthias Ambre alias Matze führt weiter aus: "Musikalisch wird man nichts dergleichen wahrnehmen können, da wir Musik nicht für ein spezielles Publikum oder eine Zielgruppe schreiben. Wenn Musik Tiefe hat, die darauf wartet entdeckt zu werden, dann braucht sie vor allem ein Publikum, das bereit ist zu suchen." Das neue Album stellt nach dem Erfolgsalbum "Aus der Tiefe - Der Schwarze Schmetterling IV" das letzte Kapitel der Erzählung vom Schwarzen Schmetterling dar - warum? ASP legt die Stirn in Falten: "Verzeihung, aber ich wäre ein schlechter Autor, wenn ich das Schlusskapitel preisgeben würde. Ein Abschluss wird es so oder so sein, ganz klar. Eine schwierige Sache, denn der Erfolg der Saga birgt natürlich auch die Gefahr, eine Neverending Story daraus zu machen. Aber ich konnte schon immer die Schriftsteller nicht leiden, die ihre Serien ins Endlose ausdehnen. Man muss wissen, wann Schluss ist. Freiheit ist wichtiger als Sicherheit! Im Moment bin ich unglaublich euphorisch. Ich höre in jeder freien Minute unsere eigenen Songs und kann es kaum erwarten, sie auch live zu spielen. Ich bin unfassbar stolz auf Matze und mich, weil wir wirklich mit einer Begeisterung am Werk sind, die magische Momente hervorbringt." Einige dieser magischen Momente werden im Anschluss laut im Studio gehört und ein schelmisch drein blickender ASP kommentiert die Gesichter der Schreiber lachend: "Wie ihr gerade gehört habt, wird es eigentlich alles geben, was es früher auch gab. Nur viel geiler!" Und mit einem ironischen Unterton fügt der charismatische Frontmann selbstbewusst hinzu: "Für alle, die uns lieben oder hassen - ,Requiembryo' ist eine wunderbare Chance, dieses Gefühl zu intensivieren."