ZurückEMPHour of the nightingale
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Artikelinformationen

KategorieCDs
ThemaBands
GenreDoom
Medien-FormatCD
Medien-VerpackungDigipak
Erhältlich seit 02.12.2016
Artikelnummer345451

Geboren aus der Kollaboration zwischen Singer-Songwriter Aleah Starbridge und Gitarrist/Komponist Juha Raivio begann Trees Of Eternity als Akustikband, wuchs jedoch rasch zu einer vollwertigen Band heran. Die Normanbrüder (ex-Katatonia, October Tide) an den Streichern und Drummer Kai Hahto ergänzten die Band. Nun erscheint endlich das Debütalbum "Hour of the nightingale". Die Arbeiten daran dauerten über drei Jahre lang an!

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Das Vermächtnis einer herausragenden Sängerin...

Als Amorphis voriges Jahr ihr Album "Under The Red Cloud" veröffentlichten bin ich auch zum ersten Mal auf die Sängerin Aleah Starbidge aufmerksam geworden die beim Song "White Night" als Gastsängerin zu hören ist. Ich war von Anfang an von ihrer Stimme fasziniert und erkundigte mich erstmals über ihr bisheriges musikalisches Schaffen. Dass sie bereits bei einigen Songs von Swallow The Sun als Gastsängerin dabei war wusste ich nicht, ich muss aber auch sagen dass ich Swallow The Sun nach deren Album "Hope" irgendwie aus den Augen verloren habe. Somit habe ich die Zusammenarbeit mit Aleah, die beim Nachfolgealbum "New Moon" begonnen hat, quasi verpasst aber besser spät als gar nicht wurde dadurch auch wieder mein Interesse an Swallow The Sun und deren Alben nach "Hope" geweckt :).

Sehr spannend fand ich es zu lesen dass Swallow The Sun Gitarrist Juha Raivio gemeinsam mit Aleah das Projekt Trees Of Eternity ins Leben gerufen hat und die beiden dafür mit durchaus namhaften Musikern zusammenarbeiten. Als großer Katatonia Fan stieg schon mal mein Interesse als ich gelesen habe dass die ehemaligen Mitglieder Fredrik und Mattias Norrman an der Gitarre und am Bass mitwirken, darüber hinaus wird Trees Of Eternity vom Schlagzeuger Kai Hahto ergänzt der ja derzeit bei Nightwish aktiv ist.

Im Jahr 2013 wurde bereits eine erste Promo CD aufgenommen, als ich deren Songs "My Requiem", "A Million Tears", "Black Ocean" und "Sinking Ships" voriges Jahr zum ersten Mal hörte hatte ich das Gefühl dass hier etwas ganz großes entsteht. Atmosphärischer Doom / Gothic Metal, der durchaus an Juhas Stammband Swallow The Sun erinnert, trifft auf die unglaublich emotionale Stimme von Aleah während auf männlichen (Growl)Gesang verzichtet wird. Aber gerade die Tatsache dass man im Vergleich zu anderen Doom Metal Bands wie z.B. Draconian ohne Growlgesang arbeitet macht den Sound von Trees Of Eternity aus. Ein wenig hat das ganze was von The Gathering zu "Mandylion" / "Nighttime Birds" Zeiten aber mit der Akustikballade "Sinking Ships" in bester Singer / Songwriter Tradition zeigen Trees Of Eternity dass sie durchaus auch ihren eigenen Weg gehen, außerdem ist Aleahs Gesang nicht wirklich mit der hellen Stimmfarbe von der damaligen The Gathering Sängerin Anneke Van Giersbergen zu vergleichen. Aleah Stimme ist eher dunkel gefärbt und hat ein wenig was "gespenstisches" um es mal so zu sagen, nicht umsonst wird Aleahs Gesang von einigen Seiten gerne als "ghostly female vocals" bezeichnet.

Jedenfalls hat dadurch vor einem Jahr meine Wartezeit auf das eigentliche Debutalbum von Trees Of Eternity begonnen und ich habe mich immer wieder erkundigt ob es Neuigkeiten dazu gibt. Auf der Facebook Seite habe ich dann einen älteren Eintrag gefunden in dem angekündigt wurde dass Antimatter Sänger Mick Moss für das Debutalbum als Gastsänger eingeladen wurde und er seine Parts bereits eingesungen hat. Meine Vorfreude stieg somit ins Unermessliche, ich konnte es kaum erwarten die unglaubliche charismatische Stimme von Mick Moss im Duett mit Aleah zu hören.

Im April 2016 kam es dann zur Tragödie, es wurde bekannt gegeben dass Aleah an den Folgen einer Krebserkankung gestorben ist. Zunächst dachte ich an einen schlechten Scherz da dies zu Beginn von Draconian Sängerin Heike Langhans verbreitet wurde. Heike und Aleah waren anscheinend gut befreundet und sie stammen auch beide ursprünglich aus Südafrika, dennoch wollte ich dies zuerst nicht glauben, erst als sich Juha geäußert hat wurde es zur traurigen Realität...
Die Nachricht traf mich wie ein Blitz, obwohl ich Aleah nicht persönlich kannte hat mich eine Todesnachricht selten so geschockt und mit Tränen in den Augen zurückgelassen. Ich konnte und kann es eigentlich immer noch nicht glauben dass eine herausragende Sängerin wie Aleah den Kampf gegen eine so fatale Krankheit verloren hat obwohl sie mit gerade Mal 39 Jahren jünger war als ich.....
Wenn man dann auch noch die Worte von Juha liest, die verdeutlichen dass er und Aleah auch privat ein Paar waren wirkt das ganze umso tragischer.... : "I lost the love of my life, my life companion for 7 years and also my musical companion and inspiration."

Der einzige Trost, wenn man dies überhaupt so bezeichnen kann, war die Ankündigung von Juha dass das Trees Of Eternity Album dennoch veröffentlicht wird, Aleah konnte also noch sämtliche Parts einsingen. "Hour Of The Nightingale" ist somit also sowohl das Debutalbum als auch das Vermächtnis von Aleah...

Auch wenn der Veröffentlichungstermin der CD und der Vinyl verschoben werden musste (im Presswerk gab es Verwechslungen bezüglich des VÖ-Datums) wurde das Album zumindest mal in digitaler Form offiziell veröffentlicht (auf iTunes bzw. Amazon als MP3 Downloadversion).

Und was soll ich großartig sagen, "Hour Of The Nightingale" ist ein Album dass den Hörer vom Anfang bis Ende fesselt. Die Songs von der Promo CD erstrahlen in einem überarbeiteten und neuen Glanz, bei "Comdemned To Silence" kommt es zum magischen Duett zwischen Aleah und Mick Moss und für den letzten Song des Albums, den über 9 minütigen Epos "Gallows Bird", hat man sich noch einen zweiten Gastsänger eingeladen. Niemand anderes als Nick Holmes von Paradise Lost ist hier als Duettpartner von Aleah zu hören da wundert es auch nicht dass "Gallows Bird" auch musikalisch an Paradise Lost zu ihren absoluten Glanzzeiten erinnert.

Aber eigentlich ist es unfair spezielle Songs hervorzuheben da das Album in seiner Gesamtheit wirkt und von der unglaublich emotionalen Atmosphäre lebt die sowohl von Aleahs Stimme als auch von der Musik an sich ausgeht.
Es fällt mir schwer noch mehr zu "Hour Of The Nightingale" zu schreiben, Trees Of Eternity haben hier ohne Zweifel ein absolutes Highlight in diesem Musikjahr erschaffen und Aleahs letzte Gesangszeile auf dem Album lässt trotz der traurigen Umstände den Hörer mit einem Funken Hoffnung zurück dass sie durch ihre Musik auf ewig in den Herzen der Fans weiterlebt:

"A life begins where a journey ends"

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Testament

Wer um die tragischen Umstände dieser Veröffentlichung weiß und bereits vorher sehnlichst darauf gewartet hat, wird ohne Umschweife dieses Album kaufen und als ein ganz besonderes Juwel der Doom-Musikgeschichte betrachten.

Für diejenigen unter euch, die sich überlegen, ob sie sich dieses Album zulegen möchten, aber noch nicht viel über diese Band wissen, hier eine Kurzfassung der Geschichte:
Zu dem bereits in der Beschreibung von EMP Gesagtem muss noch ein entscheidenes Detail hinzugefügt werden. Mitte April 2016 verstarb die Sängerin Aleah überraschend nach den vollendeten Studioaufnahmen aufgrund eines Krebsleidens mit nur 39 Jahren. Dieses Ereignis lässt die Texte des Album in einem ganz anderem, bittersüßen Licht erscheinen, denn sie sind somit zu ihrem Testament geworden.
Für Musikliebhaber, die eher von melancholischen, düsteren und schwermütigen Klängen angetan sind, ist diese Musik genau die richtige. Fans von Bands wie Swallow the Sun, Draconian, Lethian Dreams, Antimatter, etc werden hierdrin etwas Besonderes finden, gerade auch weil Aleah's Gesangsstil so anders und wunderschön ist als das, was man sonst so gewohnt ist. Niemand kann diese todtraurige Stimmung so einfangen wie sie.
Hörer mit Vorliebe von gutturalem Gesang werden hier nicht auf ihre Kosten kommen. Die würden tatsächlich aber auch nicht hier reinpassen.

Dieses Album ist meiner Meinung nach absolut einzigartig und das Beste des Jahres. Ich möchte es wirklich allen, die gerne in düster-nachdenkliche, ruhige Gefilde abtauchen, wärmstens and Herz legen, denn Aleah's Erbe soll noch lange in Erinnerung bleiben.

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