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13 Tracks, 13 Volltreffer. Gotthard rocken auf "Firebirth" und versprühen eine magische Energie. Neuzugang Nic Maeder liefert einen grandiosen Einstand und tritt das Erbe von Steve Lee mit Würde und Klasse an.
EMP Redaktion
von Adam Weishaupt(27.03.2012)Seit dem tragischen Unfalltod ihres Sängers Steve Lee, durchlebten die Schweizer Hardrocker eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach dem Entschluss, die Band weiterzuführen und als schließlich Nic Maeder als neuer Frontmann das Spielfeld betrat, erlebten Gotthard eine Art Wiedergeburt. Das spiegelt sich in "Firebirth" an allen Ecken und Enden wieder, was die Parallelen zu ihrem einstigen Debut erklärt. Mit neuer Energie wurden 13 vielseitige, überwiegend harte Nummern komponiert, die durch die Bank zünden und begeistern. Gleich der Opener "Starlight" mausert sich zum Ohrwurm, gefolgt von ihrer ersten Auskopplung "Remember it's me" oder dem poppigen Partytrack "Yippie aye yay". Die beiden Saitenhexer Leo Leoni und Freddy Scherer liefern sich grandiose Gitarrenduelle, während die Rhythmussektion um Bassist Marc Lynn und Drummer Henna Habegger tierisch groovt. Die Energie und die enorme Spielfreude wirken ansteckend und sorgen vor allem bei fetzigen Tracks wie "Right on" oder "Fight" für Gänsehaut. Ebenso überzeugen die Gänsehautballaden, allen voran das Steve Lee gewidmete "Where are you". "Firebirth" ist ein Comeback aus Leidenschaft, mit dem sich die Schweizer einmal mehr ein Denkmal setzen und ihre Spitzenposition untermauern.
Interview
Emotionaler Neubeginn
von Adam Weishaupt (10.05.2012)Nach dem tragischen Unfalltod ihres Ausnahmesängers Steve Lee im Oktober 2010, war die Zukunft von Gotthard lange Zeit ungewiss. Die Hardrocker aus der Schweiz haben sich mit einer Entscheidung Zeit gelassen, ehe sie nach langer und intensiver Suche ...
WeiterlesenNach dem tragischen Unfalltod ihres Ausnahmesängers Steve Lee im Oktober 2010, war die Zukunft von Gotthard lange Zeit ungewiss. Die Hardrocker aus der Schweiz haben sich mit einer Entscheidung Zeit gelassen, ehe sie nach langer und intensiver Suche in Nic Maeder ihren neuen Mann gefunden hatten. Gemeinsam schrieb das Quintett neue Songs und lies dabei ihren Emotionen freien Lauf. Das Resultat ist das harte, sehr erdige und ursprüngliche neue Album "Firebirth". Möglicherweise DAS Hardrock-Highlight des Jahres! "Wir können endlich wieder in eine positive Zukunft blicken", so Bassist Marc Lynn, für den die CD auch ein Befreiungsschlag ist und der Grundstein für einen Neubeginn. "Das Feeling innerhalb der Band stimmt und mit dem Ergebnis unserer neuen CD bin ich 100%ig zufrieden." "Firebirth" ist überraschend hart und erinnert an die Ursprünge von Gotthard, speziell an ihr selbstbetiteltes Debut vor zwanzig Jahren, das ebenso frisch und unbekümmert war und heute noch als Meilenstein des Hardrocks gefeiert wird. "Es sollte ein Rockalbum werden, aber mit mehr Ecken und Kanten - die wir auf den letzten Scheiben ein wenig vermisst haben. Das Motto lautet daher: weniger ist mehr. Dadurch klingen wir wieder kraftvoller", gesteht der sympathische Bassist. Entstanden ist der Dampfhammer im bandeigenen Studio im wunderschönen Lugano, im Herzen des Tessins. Jeder einzelne Musiker schien dabei über sich hinauszuwachsen und sprichwörtlich alles zu geben. "Diesen zweiten Frühling erleben wir, seit wir Nic gefunden haben und wieder eine Vision von Gotthard bekamen. Das hat uns einen enormen, positiven Schub verpasst", erklärt Lynn und spannt dabei den Bogen zum Albumtitel "Firebirth". "Es beschreibt die Situation innerhalb der Band, nach dem Tod von Steve, als das Feuer in uns wieder zu lodern begann und wir auf die Geburtsstunde hingearbeitet haben. Der Grundgedanke war der Phönix, der aus der Asche steigt." Nic Maeder ist gebürtiger Schweizer, wuchs jedoch in Australien auf, wo er bis vor kurzem noch gelebt hat. In zu wählen war der perfekte Schachzug für Gotthard, der von Beginn an mit einer Welle der Sympathie begleitet wurde. "Ich glaube, dass es kaum jemanden gibt, dem die Stimme von Nic nicht gefällt - aber ich kann es verstehen, wenn manch einer noch Zeit braucht, weil ihm die Stimme von Steve einfach so viel gegeben hat. Aber um es auf den Punkt zu bringen: Mit solch einer Solidarität haben wir nicht gerechnet. Das ist wunderschön." Dabei gibt es Momente auf "Firebirth", in denen Maeder der Aura von Steve Lee sehr nahe kommt. "Nic ist eher kühler und der Rock 'n' Roller, der im tieferen Bereich hervorragend und kräftiger singt. Er hat seine urtypischen Eigenschaften und ist ein ganz lieber Kerl. Ich bewundere, wie er die Situation meistert. Er hat einen eisernen Willen und ist ein herzensguter Typ. Steve war ein Gentleman und Rocker, Nic ist ein straighter Rock 'n' Roller." "Firebirth" ist das beste Statement, das Gotthard machen konnten.
Hochwertiges Rockentertainment!
von Jürgen Tschamler (28.03.2007)
Gotthard braucht man nicht mehr vorzustellen. Die Schweizer gehören inzwischen zu den hochkarätigsten Rock-Bands Europas. Die Herren rocken wie die Teufel und sprechen altgediente Metaller ebenso an wie den Mainstream-Radiohörer; genau dieser Umsta...
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Gotthard braucht man nicht mehr vorzustellen. Die Schweizer gehören inzwischen zu den hochkarätigsten Rock-Bands Europas. Die Herren rocken wie die Teufel und sprechen altgediente Metaller ebenso an wie den Mainstream-Radiohörer; genau dieser Umstand zeichnet die Band noch mehr aus. Musik ist Entertainment und Gotthard wissen das perfekt umzusetzen. Auch auf ihrem neuen Album "Domino effect" ziehen sie blank und liefern die hochwertige Gotthard Qualität. Wir sprachen mit Marc Lynn über das neue Album. Marc, auf eurer Homepage findet sich folgendes Statement: Laut Leo ist es das beste Gotthard-Album, das je erschienen ist. Das ist ja eine Standardfloskel, will heißen, das sagt jede Band von ihrem neuen Album! "Die ganze ,Domino effect' ist neben dem musikalischen auch ein bandinterner Erfolg. Das Songwriting klappte super, die Ideen sprudelten nur so raus. Wir haben praktisch alles selber produziert und ,Domino effect' klingt direkt, frisch und unkompliziert. Stilbezogen kamen neue Einflüsse in die Songs, welche im Songwriting natürlich ganz neue Türen, auch für die Zukunft, öffnen." Wofür steht der Titel des neuen Albums, "Domino effect"? "Der Titel steht für eine Kettenreaktion welche durch einen Anstoß entsteht. Das kann vieles bedeuten, zum Beispiel die Entstehung eines Songs aus einer Idee - Gerüchte, welche durch eine einzige Aussage entstehen können. Klimaveränderung - Genmanipulation! Eine Band welche über die Jahre immer mehr wächst, immer mehr Fans hat und immer größere Konzerte spielt, dank der Mund zu Mund Werbung, welche wir unseren Fans zu verdanken haben." Werdet ihr wieder länderspezifische Singles auskoppeln? "Nein, wir haben eine Single, ,The call', für alle Länder. Es wird auch nur eine Download-Single geben, was in der heutigen Zeit so üblich ist." "Bad to the bone" ist keine Cover-Version von Altrocker George Thorogood ?!?! Was man aber beim lesen des Titels vermuten könnte! "Nein, überhaupt nicht. Das ist einfach der gleiche Titel. "Bad to the bone" ist ein Statement, eine Aussage! Die Aussage ist im Sinne: Ich bin bis auf die Knochen wütend auf etwas ... Standard-Englisch, klar, oder?" Ihr hattet gegen Ende des letztes Jahres in Brasilien gespielt. Ich glaube das war das erste Mal in eurer Karriere. Wie war es? Wir waren eure Eindrücke? "Brasilien war super. Schon das Land und die Lebensart war natürlich klasse und dann auch noch das Wetter ... aber vor allem die Steaks (lacht)".